11.07.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Burschen bereit fürs Jubiläum Tradition auf die Fahne geschrieben

Das Wertvollste, was die Raigeringer Burschen besitzen, ist ihre Fahne. Als der Verein am 21. September 1907 ins Leben gerufen wurde, besaßen die 16 Gründungsmitglieder aber zu wenig Geld, um sich eine leisten zu können. Erst 1922 meldeten sie Vollzug.

Mit Stolz präsentieren die Vorstandsmitglieder der Raigeringer Burschen die neue Fahne (von links): stellvertretender Vorsitzender Oliver Zweck, Schriftführer Florian Hiltl, Vorsitzender Stefan Nübler und Kassier Michael Wischert. Bild: gth
von Autor GTHProfil

Raigering. (gth) Die Weihe der Vereinsfahne am 14. Mai 1922 war der erste Höhepunkt in der noch jungen Vereinsgeschichte. Da es in Raigering noch keine Kirche gab, wurde die Fahne in der Bergkirche geweiht. Höhepunkt der 75-Jahr-Feier, die im Jahr 1982 auf dem Programm stand, war die Weihe einer neuen Fahne. Das alte Modell war im Kloster Michelfeld restauriert und auf neuem Stoff mit Stickereien versehen worden. Zusätzlich wurde auf der Rückseite ein Panduren-Reiter aufgestickt.

Um die Jahrtausendwende bekam die Fahne eine neue Spitze und Stange. In weiser Voraussicht behielt man die alten Teile, die bei der neuen Variante, die am Sonntag, 16. Juli, geweiht wird, zum Einsatz kommen.

Bereits vor zehn Jahren, zum 100-Jährigen der Burschen, überlegte der damalige Vorstand unter der Führung von Daniel Müller, was mit der Fahne passieren soll. Man entschied sich in Hinblick auf das große Jubiläum dazu, zunächst Kosten einzusparen. Die aktuelle Fahne wurde lediglich gereinigt und wieder auf Vordermann gebracht. Doch der Zahn der Zeit nagte an dem Symbol.

Der Tatsache geschuldet, dass das Wahrzeichen seit nunmehr 95 Jahren der wertvollste Besitz des Vereins ist und dies auch bleiben soll, beschloss der Vorstand, Geld in die Hand zu nehmen. Offen war nur die Frage, wie viel investiert werden sollte. Im Raum stand auch ein Neukauf. Im August 2014 fuhren Kassier Michael Wischert und Ausschussmitglied Sebastian Biehler zu einer Fachfirma nach Schierling bei Regensburg. Dort wurde die bestehende Fahne unter die Lupe genommen. Das Endergebnis war ernüchternd. Bei der Restauration 1982 seien gravierende Fehler gemacht worden. Statt Garn sei einfache Wolle zum Einsatz gekommen. Laut Expertenmeinung würde die Fahne nur noch zehn Jahre halten.

Diskutiert wurden dann drei Möglichkeiten. Reinigung und Ausbesserung, Neukauf oder Restauration. Dem Vorstand war schnell klar, dass es nur eine Alternative gab. Ein neues Exemplar sollte her. Dem Burschenverein war es wichtig, alte Stilelemente miteinzubeziehen. So ließ man die Spitze und die Fahnenstangen von 1922, die zur Jahrtausendwende ersetzt worden waren, wieder herrichten und erneuern, so dass die Tradition nun weiterleben kann.

Am Sonntag, 16. Juli, wird die neue Burschen-Fahne erstmals öffentlich präsentiert und im Festgottesdienst um 9.15 Uhr von Pfarrer Eduard Kroher in der St. Josef geweiht.

Das Festprogramm

Freitag, 14. Juli

19 Uhr: SaKrisch

21 Uhr: Auftritt Troglauer Buam

Samstag, 15. Juli

19 Uhr: Wöidarawöll

19.30 Uhr: Festzelt-Einmarsch

20 Uhr: drei Talkrunden - Richard Lengfelder mit OB Michael Cerny und Alt-OB Wolfgang Dandorfer; Ehrenmitglied Josef Pongratz und ehemalige Festdame Stefanie Wischert; Feuerwehrvorsitzender Werner Rubenbauer, MdB Barbara Lanzinger und SPD-Fraktionschefin Birgit Fruth

21 Uhr: neue Ehrenmitglieder

21.15 Uhr: Richard Lengfelder

Sonntag, 16. Juli

8.45 Uhr: Kirchenzug

9.15 Uhr: Gottesdienst mit Weihe

14 Uhr: Abmarsch Festzug

15.15 Uhr: Fahneneinzug ins Zelt

Montag, 17. Juli

19.45 Uhr: Empfang Minister Markus Söder beim Sterk

20 Uhr: Rede Markus Söder

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