06.07.2017 - 20:10 Uhr
Oberpfalz

Haus- und Grundbesitzer beraten Gleichgesinnte Was bei Immobilien wichtig ist

"Wir müssen uns in Amberg besser darstellen", sagte Michael Schüll, der Vorsitzende der Haus- und Grundbesitzer bei der Mitgliederversammlung. Die Interessengemeinschaft für Immobilieneigentümer plant heuer noch einen Tag der offenen Geschäftsstelle.

"Bei verbilligter Überlassung von Wohnraum kann der Rat eines Steuerberaters durchaus von Vorteil sein." Zitat: Steuerberater Reinhold Rösel
von Autor GFRProfil

Amberg. (gfr) Haus & Grund Amberg, die Interessensgemeinschaft für Vermieter und Immobilieneigentümer, hat laut Michael Schüll derzeit 865 Mitglieder. Nun wurden Michael Schüll und Renate Birner für weitere drei Jahre zu Vorsitzenden gewählt.

Michael Schüll betonte, dass aus organisatorischen Gründen künftig Wirtschafts- und Kalenderjahr identisch sein werden. Die Jahreshauptversammlung solle grundsätzlich im ersten Quartal angesetzt werden. Schüll wies auch darauf hin, dass die Geschäftsstelle in der Weißenburger Straße jeden Dienstag von 10 bis 12.30 Uhr und von 15 bis 17.30 Uhr für Parteiverkehr geöffnet ist.

Neben der Rechtsberatung könnten sich Mitglieder seit gut einem Jahr auch kostenlosen Rat eines Steuerberaters einholen. Voraussetzung sei ein Berechtigungsschein, der in der Geschäftsstelle ausgestellt wird. Was hat ein Immobilieneigentümer bei der Erstellung seiner Steuererklärung zu beachten? Darüber informierte Steuerberater Reinhold Rösel in einem Kurzreferat. Bei verbilligter Überlassung von Wohnraum könnten nur anteilige Werbungskosten angesetzt werden, falls weniger als 66 Prozent der ortsüblichen Warmmiete vereinbart seien. Bei Vermietung an Unterhaltsberechtigte müsse auch hier der Mietzins fremd-üblich sein, wenn Abschreibung und Werbungskosten in voller Höhe geltend gemacht werden sollen. Eine Vermietung müsse auf die Erwirtschaftung von Einkünften abzielen, denn das Finanzamt prüfe genau nach, ob der Leerstand eventuell gewollt sei, was aber durch mehrfache Inserate widerlegt werden könne. Vorsicht sei geboten, wenn ein vermietetes Objekt luxussaniert wird und die Kosten steuerlich geltend gemacht werden, dann aber der Eigentümer dieses Objekt selbst bewohnt. Reinhard Rösel sprach auch die Aufteilung des Kaufpreises in Grund und Objekt an, denn bei ungünstiger Verteilung könne das die Absetzung für Abnutzungen negativ beeinflussen. Vorheriger Rat des Notars oder eines Steuerberaters sei angebracht.

Eine neue Küche, die der Vermieter einbauen lässt, sei neues Wirtschaftsgut und könne nur über zehn Jahre hinweg abgeschrieben werden, Reparaturen dagegen in dem Jahr, in dem sie ausgeführt wurden. Falls jemand daran denke, eine Immobilie zu verschenken, könne es durchaus sinnvoll sein, den Wert von einem öffentlich bestellten Sachverständigen schätzen zu lassen, da der Wert der Immobilie, den die Finanzbehörden festlegen, oft höher liegt als der tatsächliche Verkehrswert des Objekts.

Vorstand

Vorsitzender: Michael Schüll

Stellvertreterin: Renate Birner

Schatzmeister: Angelika Biehler und Rüdiger Müller

Schriftführer: Richard Markl und Birgitt Thiel

Beisitzer: Bernd Rall und Alfred Pechtl

Beiräte: Claus-Jörg Hartmann , Fritz Bayer , Christian Francke-Stöcklmeier und Peter Schmidt

Kassenrevisoren: Christine Hiltl und Hans König (gfr)

Bei verbilligter Überlassung von Wohnraum kann der Rat eines Steuerberaters durchaus von Vorteil sein.Steuerberater Reinhold Rösel
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