17.09.2017 - 16:56 Uhr
Oberpfalz

Internationale Gäste, Geburtstagskinder und der älteste Teilnehmer Von Mumbai zum Freundschaftsmarathon

Amberg/Weiden. Für jeden einzelnen der knapp tausend Teilnehmer ist der Start am Freundschaftsmarathon etwas besonderes. Bei der Vielzahl an Helfern und Sportlern gibt es natürlich auch außergewöhnliche Geschichten zu erzählen.

Fit: Günther Heldmann war mit 82 Jahren ältester Teilnehmer der Veranstaltung. Er startete in Schnaittenbach. Bild: wsb
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Aus Indien nach Amberg

Er hatte beim Zieleinlauf ein Lächeln im Gesicht: Dinesh Sharma aus Mumbai in Indien flog extra für den Freundschaftsmarathon nach Deutschland. Gefunden hatte der 53-Jährige den Wettbewerb im Internet und dachte sich spontan, dass er mitlaufen möchte. Am Samstag landete er in München, holte sich die Anmeldeunterlagen in Amberg ("eine wundervolle Stadt") und fuhr am Sonntagvormittag weiter nach Weiden. Weiter besucht der unbestritten am weitesten angereisten Freundschaftsmarathon-Teilnehmer bei seiner Stipp-Visite Berlin und anschließend die Wiesn in München.

Ältester Teilnehmer 82 Jahre

Er absolvierte den Halbmarathon in einem Alter, der die Jüngeren vor Neid erblassen lässt: Günther Heldmann aus Amberg startete mit 82 Jahren - heuer beim Halbmarathon. Er ist ein alter Hase in Sachen Wettkämpfe und Rennen. Seit 40 Jahren schlüpft er regelmäßig in den Laufdress, kurz vor einem Wettkampf trainiert er vier Mal pro Woche. "Mal laufe ich zehn, mal 15 Kilometer", sagt er und lacht, als er nach seinem persönlichen Fitnessrezept gefragt wird. "Ab 78 ging es bei mir bergab", sagte der Halbmarathon-Teilnehmer und verweist auf seinen Strumpf: "Probleme mit der Achillessehne." Aber dennoch habe er sein persönliches Ziel - unter zwei Stunden zu bleiben - erreicht.

Marathon zum Geburtstag

Geburtstage sind eigentlich immer schön, doch zuweilen auch sehr anstrengend. Doppelt strapaziös lief der Sonntag für Angela Schreiner aus Hirschau ab: Sie machte sich am Vormittag auf, um mit ihren Nordic-Walking-Stöcken nach Amberg zu marschieren - dabei hatte sie eigentlich Geburtstag. "Doch, doch, das war sehr schön", verriet die 43-Jährige. Hätte sie nicht ihren Ehrentag mit dem Freundschaftsmarathon verbracht, wäre sie brunchen gegangen. Die Verwandtschaft empfing sie am Nachmittag. Weitere gemeldete Geburtstagskinder waren: Florian Rath (Plößberg), Roman Michalik und Wolfgang Hösl (beide Weiden).

200 Liter Tomatensoße

Um 5 Uhr aufstehen? Gibt Schlimmeres. Um 6 Uhr Tomatensoße kochen? Wow. Genau das erledigten Gabriele Oeh aus Neukirchen, Alex Waiz aus Sulzbach-Rosenberg und Teresa Simon aus Traßlberg gemeinsam mit vielen anderen freiwilligen Helfern vom Bayerischen Roten Kreuz in Amberg. Warum? "Weil es Spaß macht", betonten die Drei bei der Essensausgabe an der Rathausstraße. "Von mir aus könnten noch viel mehr Veranstaltungen sein", sagte Gabriele Oeh und teilte wieder einen Schöpfer roter Soße auf den Teller eines ausgehungerten Sportlers aus. 1200 Essen hatten die BRK-Helfer hergerichtet.

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