26.02.2018 - 16:02 Uhr

Kälte hat die Region fest im Griff: Was Tierhalter nun Gutes tun können Zapfig

(ass/spw) Eisige Temperaturen haben ganz Bayern fest im Griff: Minus 11,7 Grad registrierte die Messstation der Email-Fabrik in der Amberger Marienstraße am frühen Montagmorgen um 5.40 Uhr. In diesem Jahr ist das der Eis-Rekord - möglicherweise wird es in den kommenden Tagen in der Region sogar noch kälter.

Einen Heidenspaß hat dieser Hund im Schnee: Die eisigen Temperaturen derzeit sollten allerdings nicht unterschätzt werden. Halter von empfindlichen Hunden rät Tierarzt Bernd Lukas sie warm einzupacken. Bild: Fabian Sommer/dpa
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Allerdings ist das für den Februar durchaus sehr normale Temperatur. Die Stadtwerke registrierten einen um circa zehn Prozent erhöhten Gasverbrauch, ein paar Autos sprangen nicht mehr an, das war es dann auch schon an "Katastrophen". Februar eben.

Tiere haben Winterkleid

Bei den Tieren verhält es sich bei Kälte indes wie beim Menschen: Die einen frieren schnell, die anderen können locker auch zweistellig unter dem Gefrierpunkt ab. "Hunde, Katzen und Nager legen sich als Freigänger freilich ein Winterkleid an, um sich gegen die Kälte zu schützen", erklärt der Amberger Tierarzt Bernd Lukas. Vorsichtig sollten Hundebesitzer übrigens bei weniger behaarten Vierbeinern sein. "Da ist es ratsam, die Tiere beim Spazierengehen gut einzupacken und danach zu Hause ein wärmendes Lager - eventuell mit einer Wärmflasche - zu bereiten", empfiehlt der Experte.

So richtig problematisch wird es für die Vierbeiner aber erst, wenn Feuchtigkeit zur Kälte kommt. "Da ist das Empfinden von Kälte intensiver", sagt Lukas. Wenn auch noch Salz auf den Straßen gegen Glätte gestreut wurde, können Halter die Hundepfoten mit einer fettigen Creme behandeln. Gleiches gilt, wenn die Fußballen rissig sind. "Es sollte eine sein, die schützt und pflegt."

Erkälten würden sich Hunde und Katzen, sobald die Schleimhäute zu stark auskühlten. "Das passiert bei den Temperaturen freilich leichter." In den vergangenen Tagen habe der Tierarzt eine Wohnungs-Katze behandelt. "Sie war den Besitzern entwischt und 20 Minuten draußen." Da die Katze das nicht gewöhnt war, verkühlte sie sich recht schnell und hatte Fieber. "Tiere, die da sensibel sind, sollten den Aufenthalt in der Kälte kurz halten. Bei Hunden ist es ratsam, nicht auch noch zum Laufen und Toben zu animieren", erklärt Lukas. Sonst läuft eben - wie beim Menschen in diesen Tagen auch - die Nase.

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