09.02.2018 - 20:00 Uhr

Klare Worte bei Freischütz Karmensölden Beteiligung teils beschämend

Auch in Amberg sehen sich Schützenvereine Anfeindungen ausgesetzt, wenn irgendwo Kriminelle bei ihren Taten Sportwaffen verwenden. Das ist laut Oberbürgermeister Michael Cerny aber kein Grund, den Schießsport generell zu verdammen.

Auch Alt-OB Wolfgang Dandorfer (links) kommt gerne zu Freischütz. In seiner Funktion als Ehrenmitglied zeichnet er treue Seelen des Vereins aus. Weiter von links: Hans Meier, Michael Cerny, Renate Drexler, Joachim Nitsche, Albert Liedel, Jonas Neubauer und Schützenmeister Stefan Brem. Bild: gf
von Autor GFRProfil

Karmensölden. (gfr) Bei der Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft Freischütz Karmensölden sagte Schützenmeister Stefan Brem, dass im vergangenen 15 Jugendliche neu zur Schützengesellschaft hinzugekommen seien. Damit sei die Mitgliederzahl auf 130 gestiegen. In seinem Rückblick machte Brem deutlich, dass er sich bei der Winterwanderung mehr Teilnehmer gewünscht hätte. Das Osterschießen dagegen sei gut angenommen worden, ebenso das Maifest. Die Beteiligung beim Saisonabschluss könne er dagegen nur als beschämend bezeichnen. Mehr Zuspruch habe das Messer-Schießen erfahren. Höhepunkt des Jahres sei die 90-Jahr-Feier gewesen.

Zu festen Bestandteilen seien mittlerweile auch das Bürgerschießen, das Weihnachts- und Neujahrsschießen sowie die Christbaumversteigerung geworden. Erfreulich bei Freischütz Karmensölden sei die Jugendarbeit. Gleiches gelte für die im Training und Wettkampf erzielten Ergebnisse. Bei den Erwachsenen schießt die 1. Mannschaft in der Landesliga, die 2. Vertretung in der Bezirksliga und das 3. Team in der Kreisliga. Eine Schüler- und eine Jugendmannschaft sind im Gaujugendrundenwettkampf am Start. Zudem gibt es zwei Mannschaften der Aufgelegt-Schützen.

Oberbürgermeister Michael Cerny bedauerte, dass die Sportschützen immer mehr mit gesetzlichen Vorgaben überzogen würden. Und wenn einmal eine Sportpistole bei einem Verbrechen benutze werde, dürfe nicht der Stab über allen Schützengesellschaften gebrochen werden.

Dem früheren Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer war es als Ehrenmitglied der Schützengesellschaft vorbehalten, Vereinsmitglieder zu ehren. Das Ehrenamt habe in Karmensölden Hochkonjunktur, sagt der Alt-OB. Ohne die engagierten Schützenschwestern und -brüder könnte ein Verein nicht überleben.

Die silberne Verdienstnadel des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB) erhielten Joachim Nitsche, Renate Drechsler und Sabrina Maier. Die Verdienstauszeichnung am Band des OSB ging an Hans Meier. Jonas Neubauer wurde mit dem goldenen Ehrenzeichen geehrt, Albert Liedel mit der silbernen Vereinsnadel.

Die Ehrungen der verhinderten Peter Arbogast (goldene Verdienstnadel des Deutschen Schützenbundes) und Claus Arbogast (goldene OSB-Verdienstnadel) werden nachgeholt.

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