22.02.2018 - 11:38 Uhr

OWetter „Arctic Outbreak“: Kalt ist manchmal nicht einfach nur „kalt“

Kälte Anfang März an sich ist nicht so ungewöhnlich in der Oberpfalz, doch gibt es Regionen in Europa, die das so nicht kennen. Insofern wird der fachlich korrekt als „Arctic Outbreak“ bezeichnete Kälteeinbruch in weiten Teilen Europas ab Sonntag in seiner Dauer und Intensität durchaus für einige historisch. Kommt eben darauf an, wo man gerade sitzt. So einer französischen Primel an der Côte d'Azur wird´s da nächste Woche durchaus ungewohnt frisch unterm Blütenblatt. Und statistisch ist „kalt“ halt nicht immer einfach „kalt“.

Nicht nur gefühlt wird die kommende Woche eisig kalt. WetterOnline.de/Andy Neumaier
von Andy NeumaierProfil

Im bisher kältesten März aller Zeiten in der Oberpfalz 1987 gab es noch an bis zu 10 Tagen Dauerfrost. Das ist angesichts der derzeitigen Vorzeichen zumindest nicht unmöglich. Allerdings fehlen die ausgiebigen Schneeflächen, was uns zumindest nachts vor dem Bittersten bewahrt. Damals, im März 1987, gab es diese nämlich, und so konnten sich Tiefstwerte bis hin zu -28 Grad entwickeln. Augen zu und durch, der Frühling kommt, irgendwann.

Russische Luft kommt am Sonntag

Immerhin gibt´s reichlich Tageslicht, denn das starke Hoch über Skandinavien und Russland bringt viel Sonne in die Oberpfalz. Ein paar Wolken und Hochnebelfelder lösen sich am Freitag schnell auf, dann scheint verbreitet die Sonne bei Höchstwerten zwischen -3 und +2 Grad. In der Nacht -6 bis -10 Grad. Es weht ein kalter „Böhmischer“.

Auch der Samstag wird überwiegend freundlich und trocken, nur vereinzelt beißt sich noch etwas Hochnebel an der Oberpfälzer Alb, oder an der tschechischen Grenze fest. Spätnachmittags und abends ziehen einige Wolken auf, es bleibt aber trocken. Die Temperaturen erreichen -2 bis +3 Grad. Die Nacht bringt -9 bis -13 Grad, und weiterhin weht ein eisiger Ostwind.

Der Sonntag wird sonnig und trocken mit ein paar harmlosen Quellwolken. Mit schneidendem Böhmerwind verschärft sich der Frost allerdings deutlich. Die Höchstwerte liegen nur noch bei -7 bis -2 Grad. Im Wind fühlt sich das auch tagsüber wie fast -15 Grad an, und in der Nacht herrschen diese Temperaturen dann auch wirklich. -10 bis -15 Grad sind keine Seltenheit, über Schneeflächen auch mal nahe -20!

Schlittschuhwetter zum meteorologischen Frühlingsanfang

Die neue Woche wird für Anfang März viel zu kalt mit Tageshöchstwerten zwischen -8 und -3 Grad. Dazu scheint häufig die Sonne, und nur gelegentlich stören ein paar Hochnebelfelder. Im eisigen Nordostwind liegen die gefühlten Temperaturen auch tagsüber bei teilweise -15 Grad. Nachts geht´s auf -11 bis -16, wo Schnee liegt teilweise nahe -20 Grad. Gegen Ende der Woche ist dann etwas Schneefall möglich, eine deutliche Erwärmung ist damit aber vorerst unwahrscheinlich.

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