01.03.2018 - 12:16 Uhr

OWetter Tief „Ulrike“, das Smartphone, und das Tauwetter

Tief „Ulrike“ greift an, tut sich aber erstmal ziemlich schwer damit, die kontinentale Kälte zu vertreiben. Den Kampf der Luftmassen kann man gut beobachten: Während in der Höhe die Wolken bereits aus Südwesten aufziehen, kämpft in unteren Luftschichten unerbittlich der kalte Ostwind dagegen an. So richtig „rums“ mit Plusgraden macht es dann wahrscheinlich erst am Sonntag, denn erfahrungsgemäß berechnen automatisierte Wettermodelle eine Milderung nach Dauerfrost immer zu schnell.

Wie warm wird´s denn nun? Bild: andyneumaier/WetterOnline
von Andy NeumaierProfil

Gut möglich, dass also viele Wetterapps derzeit zu optimistisch mit der Erwärmung am Wochenende umgehen. Auch gut möglich, dass der Wetterfrosch dieses Mal ein bisschen zu pessimistisch denkt ( inoffiziell gibt es ja eine „immer einen Tag später- Regel“ ). Im Umfeld dieser Unsicherheiten wird hier auf die etwas wahrscheinlichere Variante gesetzt, nämlich, dass aus der Erfahrung heraus die nördliche Oberpfalz als letztes ins Spiel kommt, wenn´s ans Eisschmelzen geht.

Milderung mit etwas Neuschnee

Der Freitag dürfte aber noch in trockenen Tüchern sein, wortwörtlich. Nach erneut eisiger Nacht gibt es tagsüber eine Mischung Sonne, Hochnebel und Schleierwolken, die sich zum Nachmittag und Abend aus Westen allmählich verdichten. Im weiter strammen „Böhmischen“ gibt´s maximal  -4 bis +2 Grad. In der Nacht ist es wolkig, zum Morgen hin schneit es gebietsweise leicht bei -3 bis -7 Grad.

Am Samstag schneit es vormittags gelegentlich in der Größenordnung 1 bis 4cm. Gefrierender Regen ist zwar denkbar, aber eher unwahrscheinlich. Am Nachmittag wird es wieder trockener, bleibt aber dunstig, die Sonne boxt sich gelegentlich durch. Schleppend läuft die Milderung bei maximal 0 bis +5 Grad. In der Nacht kann sich bei ein paar Wolkenlücken der Frost noch einmal auf -2 bis -5 Grad festigen.

Am Sonntag zieht vormittags erneut ein Niederschlagsgebiet mit etwas Schnee oder gefrierendem Regen durch, mit dem aber dann endgültig überall das richtig milde Tauwetter kommen dürfte. Am Nachmittag reißen die Wolken auseinander und es bleibt trocken, bei etwa 3 bis 8 Grad. Laut britischem Wetterdienst sind sogar 12 Grad möglich, was aber in der Tat sehr übertrieben erscheint. In der Nacht ist es bei +2 bis -3 Grad überwiegend trocken.

Zwischen den Jahreszeiten

Die neue Woche bringt wechselhaftes Wetter. Vor allem am Montag und Donnerstag ist es eher trocken mit sonnigen Abschnitten, sonst ziehen Niederschläge durch, die teils als Regen, teils als nasser Schnee fallen. Eine dünne Schneedecke dürfte dabei aber nur noch eine vorübergehende, meist morgendliche Erscheinung sein. Die Temperaturen erreichen tagsüber meist 4 bis 9 Grad, nachts gibt es mitunter noch leichten Frost. Kein echter Winter mehr, aber auch noch kein Frühling. 

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