30.04.2018 - 13:42 Uhr
Oberpfalz

TV möchte Beiträge anheben Vorstand dringt nicht durch

Der TV Amberg nimmt für sich in Anspruch, der größte Verein in der Stadt zu sein. In der Volkshochschule sieht er dennoch eine unliebsame Konkurrenz und will gegensteuern. Die Mitglieder verweigern aber die Gefolgschaft.

Amberg. (zm) Mit solchen Urgesteinen können nur Traditionsvereine aufwarten. Ein Ehepaar trägt intern sogar den Kosenamen "Turneltern Popp". Zu Beginn der Hauptversammlung des TV 1861 Amberg zeichnete das später wiedergewählte Vorstandstrio Thomas Bärthlein, Birgit Binder und Wolfgang Wrosch (von rechts) fünf Mitglieder aus und dankte ihnen so mit öffentlicher Anerkennung ihres Engagements für den Verein. Voran die "Turneltern Popp", sprich Martha und Bernhard Popp (Vierte und Fünfter von rechts), über vi
von Michael Zeissner Kontakt Profil

Das Argument wird nicht das erste Mal in die Diskussion geworfen, doch selten in dieser Deutlichkeit. Die Volkshochschule (VHS) "hat einen Bildungsauftrag und nicht den Auftrag, die Sportvereine ausbluten zu lassen". Mit diesen Worten kommentierte TV-Vorsitzender Thomas Bärthlein auf der Hauptversammlung seine Feststellung, das aktuelle VHS-Programmheft beinhalte von Seite 106 bis 163 "Aufgaben, die Aufgaben eines Vereins sind". Gemeint sind die Bereiche Sport, Bewegung, Gesundheit. Bärthlein begründete so den vom Vorstand in die Hauptversammlung eingebrachten Antrag, den Mitgliedsbeitrag für den Hauptverein anzuheben.

Der TV könne seinen Übungsleitern lediglich fünf Euro zahlen, argumentierte der wiedergewählte Vorsitzende weiter. Die Volkshochschule locke mit deutlich höheren Sätzen.

Nicht zuletzt deshalb sei es immer schwerer, Übungsleiter für den TV zu gewinnen. Details der beabsichtigten Erhöhung erläuterte Sven Metzler. Die zusätzlichen Einnahmen würden auch für nötige Investitionen in die Liegenschaften des Vereins sowie zur Rücklagenbildung benötigt.

Geplant war, für Erwachsene (derzeit sechs Euro) monatlich zwei, für Kinder und Jugendliche (derzeit vier Euro) einen Euro mehr zu erheben. Dagegen machten sich erhebliche Widerstände breit. Etliche Mitglieder verwiesen auf zum Teil namhafte Abteilungsbeiträge, die auch zu zahlen seien. Außerdem habe es erst vor zwei Jahren eine 20-prozentige Beitragsanhebung für den Hauptverein gegeben. Den neuen Aufschlag eingerechnet, bedeute das bei den Erwachsenen ein Plus von 50 Prozent binnen weniger Jahre. Angesichts einer hitzigen Diskussion wurde die Entscheidung vertagt.

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