Wegen Umzug der Truppe nach Cham
Schluss mit Schuss

Das ist das letzte Sieger-Foto seiner Art. Es zeigt die erfolgreichen Teilnehmer des 25. Vergleichsschießens der Militärkameradschaft Amberg mit den Ehrengästen Bürgermeister Martin Preuß (links), Landtagsabgeordnetem Harald Schwartz (Vierter von rechts), Landrat Richard Reisinger (Dritter von rechts) sowie Franz Kölbl (rechts), dem Vorsitzenden der Militärkameradschaft. Verantwortlich für den Schießbetrieb war die Stabsfernmeldekompanie mit Major Andreas Ständer (Siebter von links). Bild: gf

Was vor 25 Jahren mit vier Gruppen begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem weit über die Grenzen von Amberg hinaus bekannten Schieß-Wettbewerb, der schon bald Geschichte sein wird. Grund ist die Verlegung der Panzerbrigade Oberpfalz 12 nach Cham.

Gailoh. (gfr) Vor 25 Jahren waren die Stabskompanie der Panzerbrigade 12 Oberpfalz, der Gemeinderat aus Hahnbach, der Krieger- und Soldatenverein Hahnbach und die Militärkameradschaft aus Amberg zum fairen Wettstreit auf der Standortschießanlage in Gailoh angetreten. Jetzt hieß es, sich von dieser Tradition zu verabschieden.

Für das letzte Vergleichsschießen der Militärkameradschaft hatten 115 Starter gemeldet. Die Teilnehmer: KSK Wutschdorf-Freudenberg, SG Amberg 1890, SK Weingarts, Schützengesellschaft Drei Mohren, Marinekameradschaft Amberg, RSK Hahnbach, Gemeinderat Hahnbach, KSK Utzenhofen, KSV Trisching, SK Kunreuth, Militärkameradschaft Amberg, Landeskommando Bayern - KVK Amberg, RK KVK Stadt Amberg.

Mit Gewehr und Pistole

Geschossen wurde mit dem G 36, dem Standardgewehr der Bundeswehr sowie mit der Pistole P 8. Gewertet wurden Einzelschützen mit Gewehr oder/und Pistole, Mannschaften mit Gewehr oder Pistole sowie Mannschaften, Gewehr und Pistole kombiniert. Für den Schießbetrieb und die Schießaufsicht war die Stabsfernmeldekompanie der Panzerbrigade 12 Oberpfalz und deren Kompaniechef Major Andeas Ständer verantwortlich.

115 Teilnehmer

Dauerschießbetrieb herrschte am vergangenen Samstag in der Standortschießanlage in Gailoh, damit die 115 gemeldeten Teilnehmer zügig abgefertigt werden konnten. Nach der Siegerehrung bedauerte Franz Kölbl, der Vorsitzende der gastgebenden Militärkameradschaft, dass mit dem 25. Vergleichschießen nun die letzte Stunde dieses Wettbewerbs geschlagen habe. Die ersten vier Teilnehmergruppen waren nach seinen Worten die Stabskompanie der Zwölfer, der Gemeinderat Hahnbach, der KSV Hahnbach und die Militärkameradschaft Amberg gewesen.

Soziale Kontakte

Im Laufe der Jahre sei die Anzahl der mitmachenden Vereine und Verbände auf bis zu 15 angestiegen. Dieses Schießen sei immer ein Höhepunkt für alle Beteiligten gewesen, denn es habe neben dem sportlichen Aspekt auch immer gute Kontakte zwischen Soldaten, Ehemaligen, Kriegsveteranen und Zivilisten gegeben. Die Bundeswehr habe außerdem erkannt, dass mit diesem Vergleichsschießen auch eine gute Öffentlichkeitsarbeit für die Truppe geleistet worden sei. Franz Kölbl unterstrich bei dem Treffen, dass sämtliche Soldaten- und Traditionsvereine Sprachrohr und Multiplikator seien. Landrat Richard Reisinger betonte, dass in den Militärkameradschaften traditionelle Tugenden der Bürger in Uniform öffentlichkeitswirksam dargestellt werden. Landtagsabgeordneter Harald Schwartz meinte, dieser Wettbewerb sollte auf jeden Fall erhalten bleiben.

Bürgermeister Martin Preuß betonte, dass Amberg den Abzug der Panzerbrigade 12 mit einem weinenden Auge zur Kenntnis nehmen müsse. Endgültig vorbei sei es mit diesem Schießwettbewerb, stellte auch Major Andreas Ständer klar, denn bei der Truppe gebe es mittlerweile geregelte und für den einzelnen Soldaten begrenzte Arbeitszeit-Bestimmungen. Wenn die Panzerbrigade 12 nach Cham verlegt sei, könne von dort aus der Aufwand für diesen Wettbewerb nicht mehr bewältigt werden, ohne die neuen militärischen Aufgaben zu vernachlässigen.

Die von Gerd Wennicke gestiftete Ehrenscheibe gewann Matthias Löhr von der SK Kunreuth.

Die ErgebnisseGewehr G 36

1. Michael Merkl (47 Ringe), 2. Stefan Bauer (45), 3. Michael Schlaffer (44).

Pistole P 8

1. Xaver Weber (47 Ringe), 2. Harald Schwartz (44), 3. Darius Stanczyc (44).

G 36/P 8 kombiniert

1. Stefan Bauer (88 Ringe), 2. Wilhelm Würfel (87), 3. Michael Schlaffer (86).

Mannschaften G 36

1. RK Hahnbach II (162 Ringe), 2. KSV Trisching I (156), 3. SG Amberg II (155).

Mannschaften P 8

1. RK Hahnbach II (135 Ringe), 2. KSV Trisching I (152), 3. SG Amberg II (150).

G 36/P 8 kombiniert

1. SK Kunreuth (295 Ringe), 2. MK Amberg (295), 3. KVK Stadt Amberg II (286). (gfr)
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