Weihbischof Reinhard Pappenberger eröffnet Bergfest
Eines gehört zum anderen

1. Tag Bergfest.
Freizeit
Amberg in der Oberpfalz
02.07.2017
1200
0

"Oben wird die Hölle heiß gemacht und unten der Grill angeschürt? Oder geht es doch zusammen?" Diese Fragen stellte Weihbischof Reinhard Pappenberger am Samstagabend in der Wallfahrtskirche Maria Hilf auf dem Berg.

Nicht am Freialtar, sondern unter dem Kirchendach zelebrierte der Geistliche die Messe zur Eröffnung der Festwoche. Sie bildete den Auftakt für die abendlichen Predigten, die unter dem gedanklichen Leitfaden "O mein Jesu, verzeih uns... und bewahre uns..." stehen.

"Woanders beginnt das Fest mit dem Öffnen der Wallfahrtskirche", sagte der Geistliche. Der Bischof stoße mit dem Stab an das Portal. Hier gehe es in den Zelten los. "Schade, dass eines nicht mehr ins andere greift." Denn das eine sollte mit dem anderen untrennbar zu tun haben. Er betonte bei der Eröffnung der Festwoche: "Entscheidend ist aber, was danach kommt im Leben, ob es unseren Alltag prägt." Er schlug vor, auf Maria zu schauen, so wie es ein Wallfahrtsort für die Gottesmutter verdient habe. Außerdem ist heuer auch das 100-jährige Jubiläum der Erscheinung der Muttergottes in Fatima sowie das Patrozinium der Wallfahrtskirche. "Auf Maria schauen, ist ein feiner Weg, der persönlichen Verantwortung des Menschseins nachzukommen", sagte Pappenberger. Denn Maria habe Gott und den Menschen im Blick. Die Bergfestwoche solle dazu beitragen, dass wir nüchtern anfangen, zu denken und den Himmel über uns nicht zumachen. Auch einen Abstecher in die aktuelle Politik machte Weihbischof Reinhard Pappenberger zum Thema "Ehe für alle": "Wer sagt, das was der Mensch ist, hätte keine Bedeutung, ist verrückt."

An diesem Montag beginnt das Bergfest um 6 Uhr morgens mit der ersten Hl. Messe und endet am Abend mit einer Andacht der Pfarrei St. Georg und dem Festprediger Pater Alban Siegling.

Diese Woche soll dazu beitragen, dass wir nüchtern anfangen zu denken.Weihbischof Reinhard Pappenberger bei der Eröffnung des Bergfestes

Auf den Weg machen

Von Andrea Mußemann

Per Lautsprecher wurde die Predigt von Weihbischof Reinhard Pappenberger aus der Mariahilfbergkirche nach draußen übertragen. Aber ob es laut genug war? Der Geistliche wünschte sich, dass Feiern und Beten wieder mehr zusammengehören. Dass das Augenmerk bei einem Bergfestbesuch nicht im Zelt, sondern bei der Gottesmutter liegt. Ob er gehört wurde?

Tatsache ist, dass die abendlichen Andachten vielleicht sogar die bestbesuchtesten Gottesdienste in ganz Amberg sind. Für viele Amberger ist der Marsch auf das Bergfest unweigerlich mit der Teilnahme an einer Messe verbunden. Andere erleben ihre innere Einkehr schon beim Aufwärts-Gang durch die Stille des Waldes. Wieder andere sehen den Sinn im Bergfest im Treffen mit Freunden, einem ausgiebigen Ratsch und einer feinen Brotzeit. Tatsache ist: die Mariahilfbergkirche ist ein Wallfahrtsort. Und ohne das eine würde es das andere auch nicht geben.

andrea.mussemann@oberpfalzmedien.de



Kurz notiert

Titel











Sie lesen heute

Kreisseite

Titel







Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.