22.03.2017 - 20:10 Uhr
Oberpfalz

3. Tag des Kindertheaterfestivals Mittwoch wird zum Sams-Tag

Ein kleines Wesen mit roten Haaren, einer Schweinenase und blauen Punkten im Gesicht liegt auf der Straße. Die Leute können sich nur nicht entscheiden, ob das ein Affe, ein Frosch oder doch ein Kind ist. Aber Herr Taschenbier hat bereits einen anderen Verdacht.

Das Sams ist witzig, frech und laut. Immer wieder muss Herr Taschenbier es deshalb daran erinnern, dass seine Vermieterin Frau Rotkohl andere Eigenschaften schätzt. Bild: Steinbacher
von Redaktion OnetzProfil

Es ist Samstag, der 8. Mai. Aber nur auf der Bühne. Eigentlich war Mittwoch und damit der dritte Tag des Amberger Kindertheaterfestivals. Hier erzählte das Duo Pohyb's und Konsorten, das aus Maike Jansen und Stefan Ferencz besteht, die Geschichte vom Sams. Sie nutzten viel Pantomime, kamen am Anfang sogar komplett ohne zu sprechen aus. Später wurde der Erzähltext gereimt, Geräusche machten die Darsteller oft selbst. Immer wieder wurde das Publikum mit einbezogen. Durch den Einsatz von Masken konnten die verschiedenen Charaktere von nur zwei Schauspielern verkörpert werden. Es war also einiges anders, als im ersten Moment von einem Theaterstück zu erwarten wäre.

Slapstickartige Szenen

In kurzen, slapstickartigen Szenen wird erzählt, wie Herr Taschenbier das Sams trifft. Konflikte mit seiner Vermieterin Frau Rotkohl gehören für ihn zum Alltag. So führt auch eine dieser Auseinandersetzungen indirekt zur Begegnung mit dem Sams. Bei einem Spaziergang fällt Herr Taschenbier eine Menschenmenge auf, die um ein Wesen herum steht und rätselt, worum es sich handelt. Herr Taschenbier, dessen Woche alles andere als normal verlaufen ist, zählt eins und eins zusammen. Schließlich hat es am Donnerstag gedonnert, am Freitag hat er frei gehabt und heute ist Samstag: "Du bist bestimmt ein Sams." Das Sams bestätigt seine Vermutung, indem es ihn Papa nennt. So beginnen einige aufregende Tage mit dem Wesen, das am nächsten Morgen plötzlich gewachsen ist.

Es findet großen Spaß daran, Frau Rotkohl zu ärgern. Egal, ob es sie aus dem Zimmer aussperrt. Immerhin zahlt Herr Taschenbier ja Miete, "und wenn ich das Zimmer gemietet habe, darf ich es auch abschließen", findet das Sams. An einem Morgen ist aber alles anders, denn Herr Taschenbier stellt fest, dass das Sams fast keine blauen Punkte mehr im Gesicht hat. Es erklärt ihm, dass es sich dabei um Wunschpunkte handelt.

Wieder ein Punkt weniger

Jedes Mal, wenn sich der Mann etwas erfolgreich wünscht, verschwindet ein Punkt. Um das zu probieren, will Herr Taschenbier, dass Frau Rotkohl immer das Gegenteil von dem sagt, was sie eigentlich denkt. Das klappt so gut, dass sie dem Sams erlaubt, zu bleiben, die Miete senkt und Herr Taschenbier sogar zum ersten Mal bei seinem richtigen Namen nennt. Er muss aber noch lernen, dass man exakt wünschen muss. Sonst bekommt man Schokoladengeld oder ausländische Scheine, oder auch ein Spielzeugauto. Das Auto wird allerdings noch zum Problem. Herr Taschenbier hat nämlich vergessen, wie man fährt. Im Rückwärtsgang überrollt er den Gartenzaun und landet in Frau Rotkohls Tulpenbeet. Um das ganze Durcheinander wieder in Ordnung zu bringen, wünscht er sich, dass alles wird, wie es vorher war.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.