23.03.2017 - 20:10 Uhr
Oberpfalz

4. Tag des Kindertheaterfestivals Jetzt kommt ein Karton

Ein Tiger verwandelt sich in einen Elefanten, dann in eine Krabbe und später in einen Drachen. Und alles aus einem einzigen Karton. Denn genau das soll das Theaterstück zeigen: Mit Pappe und ausreichend Fantasie ist fast alles möglich.

Für alle, die sie bisher nicht kannten: das ist Ulrike Kley aus Berlin. Für das Kindertheaterfestival setzte sie sich einen Pappkarton auf. Bild: Steinbacher
von Redaktion OnetzProfil

Dass ein Karton nicht einfach nur ein Karton ist, wissen vor allem Kinder. Das Amai-Figurentheater Berlin hat das ebenfalls verstanden. Beim Kindertheaterfestival zeigte das Stück "Pappelapapp" am Donnerstag, was mit ein paar Ideen aus einer Pappschachtel alles entstehen kann. Große Kisten dienen als Versteck, die kleinen eignen sich als Schuhe oder Kopfbedeckung. Richtig gefaltet, wird aus einem langweiligen Karton ganz leicht ein Papptiger. Oder auch ein Elefant oder Drache.

Eine Kiste und Kleber

Schauspielerin Ulrike Kley klettert in eine Kiste und klebt sie zu - wie ein Paket. Sie streckt an den Seiten die Arme heraus, malt mit Kreide Augen auf die Vorderseite und beginnt, damit herumzulaufen. Schon ist aus einem Karton ein lustiges Wesen entstanden, das auf der Bühne herumspringt und mit kleinen Pappwürfeln spielt. Mit einem neuen Karton auf dem Kopf wird daraus auch gleich ein anderes Tier. Es krabbelt über den Boden, isst Papierschnipsel und Luftschlangen und schläft dann in einem Haus ein - das natürlich aus Pappe ist. Nur das große Exemplar ganz hinten steht immer noch unberührt da. Doch dann ist ein Klopfen zu hören. Vorsichtig untersucht die Darstellerin die Schachtel, horcht daran und hebt sie schließlich hoch. Mehrere kleine Kisten fallen heraus. Ulrike Kley baut damit einen Turm. Aus einer weiteren entsteht ein Vogel. Der landet auf dem Turm - und daraus wird ein kleines Männchen.

Theater aus Berlin

Wieder klopft etwas in dem großen Karton. Dieses Mal zieht die Berlinerin eine Schnur heraus, an deren Ende ein Messer befestigt ist. Damit schneidet sie eine Tür in die Box und geht hinein. Wie sich herausstellt, war die Kiste aber nicht leer. Und der Bewohner scheint nicht zu mögen, dass sein Zuhause plötzlich auf der Seite liegt. Er verschwindet wieder im Inneren seines Hauses. Der Karton dreht sich, eine Seite öffnet sich und dann klappt er ganz auf. Ein weiteres Wesen, mit einem Kopf aus Pappe, kommt heraus. Aus den restlichen herumliegenden Kisten baut es sich neue Freunde. Die Frau auf der Bühne klettert wieder in einen Karton, schaukelt etwas hin und her und kippt schließlich um. Am Ende badet sie noch einmal in einem Regen aus Papierschnipseln und spannt damit einen Bogen zurück zum Anfang.

Ulrike Kley wendet sich an die Kinder im Publikum: "Ich hoffe, ihr habt jetzt ganz viele Ideen, was man mit Pappe machen kann." Dann könnten sie zu Hause, im Kindergarten oder in der Schule weiterspielen. Auf Nachfrage der Kinder erklärt die Berlinerin, die Vorbereitung des Stücks habe nicht lange gedauert, auf die Idee zu kommen, dafür schon.

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