18.01.2017 - 02:00 Uhr
Oberpfalz

Amberger Firma und Marcus Trepesch machen’s möglich Erste Gehversuche in 3D-Kunst

Weder Leinwand noch Papier oder Pappe hatten die Kinder von der Kunst-AG während der Ganztagsbetreuung der Dreifaltigkeitsschule als Material zur Verfügung, sondern das "Nichts", den leeren Raum, wie es in einer Presse-Info heißt. Möglich gemacht hat das die moderne Digitaltechnik, denn es gibt Programme, mit denen man in der dreidimensionalen virtuellen Welt den Pinsel schwingen kann.

Philipp Hofmann (links) und Marcus Trepesch (rechts) gaben Dimitri Tipps, wie er mit der Helmbrille und der 3D-Kunst umgeht. Bild: frj
von Johann FrischholzProfil

Eigentlich hat sich die Amberger Firma Custom Help GmbH (CHP) dafür notwendige Software besorgt, weil der Sondermaschinenbauer damit seinen Kunden begehbare Modelle - zum Beispiel von kompletten Fertigungsstraßen - vorführen kann. Aber das Programm hat auch Komponenten, um in drei Dimensionen zu malen. Das reizte Marcus Trepesch, seines Zeichens Künstler, Betreuer der Kunst AG und mit CHP-Geschäftsführer Philipp Hofmann befreundet, einige Malversuche zu starten, die in Bits und Bytes erschaffen werden können. Und bald kam ihm die Idee, dass auch die fünf Jungen und vier Mädchen aus seiner Kunst-AG Gefallen an der außergewöhnlichen Technik finden könnten.

Flugs vereinbarten Trepesch und Hofmann einen Termin, an dem die Nachwuchskünstler in die Firma kommen konnten, um die Möglichkeiten moderner Computertechnik auszuprobieren. Hierfür bekamen die Kinder eine Spezialbrille aufgesetzt, die mehr an einen Helm erinnerte, und wurden mit einem Hochleistungsrechner verkabelt.

Dann konnten die jungen Leute eine Umgebung auswählen und darin ihre ersten Gehversuche in 3D-Kunst machen. Mit spielerischer Leichtigkeit zeichneten sie laut der Presse-Info Formen ins Nichts, um die sie dann herumgehen konnten, von anderen Seiten weitermalen und damit höchst gegenständliche Werke hervorbrachten. Der kleine Dimitri sei derart fasziniert gewesen, dass er nach seinem Ausflug ins Pixel-Universum nur meinte: "Ich will wieder zurück ins All!" - vielleicht schafft er es ja, ob als Künstler oder Astronaut - das werde sich zeigen.

Die Kinder, die gerade nicht am Malen waren, konnten die Arbeit der jeweils aktiven kleinen Kandinskys per Projektion verfolgen. Marcus Trepesch und Philipp Hofmann gaben immer wieder Tipps und halfen aus, wenn die Bedienung der virtuellen Pinsel Probleme bereitete. Aber auch wenn es mal nicht so lief, wie sie es sich in ihren Köpfen vorgestellt haben, hat es den Kindern doch jede Menge Spaß gemacht, einmal in die Zukunft der Malerei hineinzuschnuppern. Außerdem bekamen sie als Andenken Ausdrucke ihrer Arbeiten - allerdings nur in 2D.

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