28.08.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Ausstellung "daeguambergartexchange" nur noch am Mittwoch geöffnet Internationaler Kunstaustausch

Es geht weiter mit dem "daeguambergartexchange": Am Freitagabend luden der A.K.T.-Kunstverein und seine Gäste aus Daegu in Südkorea zur Vernissage im Kulturstift. Es ist die zweite Ausstellung der Künstler aus dem Fernen Osten in Amberg.

Die Ausstellung "daeguambergartexchange" mit den Werken der südkoreanischen Gäste ist nur noch am Mittwoch im Kulturstift Amberg geöffnet. Bild: Wolfgang Steinbacher
von Johann FrischholzProfil

Der Präsident der "Daegu Fine Arts Association", Park Byung-Koo und Cho Dong-Ow, Direktor eines der Kulturzentren seiner Heimatstadt, haben es sich nicht nehmen lassen, persönlich zur Vernissage zu erscheinen und ihre Bilder und die von zahlreichen Kollegen zu präsentieren.

Traditionell koreanisch

Unterstützt wurden sie dabei von Changhee-Nam, einem koreanischen Künstler mit Hauptwohnsitz in Nürnberg, der als Übersetzer fungierte. A.K.T.-Vorsitzender Hans Graf gab einen kleinen Einblick in die Ausstellung, die überwiegend Werke der traditionellen koreanischen Kunst präsentiert. Etliche der ausgestellten Bilder sind daher auch in Tusche gearbeitet, wobei die Kalligraphie eine große Rolle spielt.

Die Schriftzeichen sind Teil der Komposition oder ergänzen die Bildinhalte. Manche sind auch selbstständige Kunstwerke. Als Grundmaterialien sind Papier und Seide die bevorzugten Werkstoffe.

Die meisten der Arbeiten sind "akademisch" gehalten, das heißt nahe an der Natur, so wie es an den koreanischen Kunstakademien gelehrt wird. Aber auch Versuche in Richtung abstrakter Kunst sind in der Ausstellung zu sehen. Graf betonte, dass die Ausstellung die unterschiedlichen Herangehensweisen an den Kunstbegriff dokumentiert, die es trotz globaler Vernetzung immer noch gibt.

Brigitte Netta begrüßte die Gäste aus dem Fernen Osten und brachte es gleich mit ihrem ersten Satz auf den Punkt: "Internationale Begegnungen und kultureller Austausch bereichern den Horizont aller Beteiligten", stellte die Bürgermeisterin fest und lobte das Engagement der Kunstvereine in beiden Ländern, das immerhin schon zwei Ausstellung in Amberg und eine in Daegu hervorgebracht hat und Zeichen einer fruchtbaren Zusammenarbeit der verschiedenen Kulturkreise ist.

Prächtige Farben

Park Byung-koo drückte in seiner kurzen Ansprache seine Freude darüber aus, zahlreiche Werke seiner Kollegen in Amberg zu zeigen. Und natürlich hat er auch eine eigene Schöpfung beigesteuert, ein Bild des Walgwang-Tempel in naturalistischer Ausführung in prächtigen Farben. Das Werk strahlt die Ruhe aus, in der buddhistische Mönche in ihren Meditationen zu sich selbst finden und gibt einen typischen Eindruck von der traditionellen Malkunst auf der ostasiatischen Halbinsel.

Sein Kollege Cho Dong-Ow, vertritt dagegen das moderne Korea. "Creation and Extinction 1707" ist eines seiner abstrakten Bilder betitelt, in denen er monochrom mit Formen spielt, die eben nicht meditativ entspannend sind, sondern eher beunruhigend.

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Wer die Ausstellung besuchen möchte, hat dazu nur noch am Mittwoch, 30. August, von 15 bis 18 Uhr im Kulturstift (Neustift 47 in Amberg) die Gelegenheit.

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