07.04.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Ausstellung Helmut Rösel in der "Alten Feuerwache" Die große Welt der Gedanken

"Ich bin Maler und Zeichner und sehe mich als Bildermacher, der den abstrakten und amorphen Gedanken und Gefühlen eine Gestalt gibt und der handwerklichen, der stofflichen Seite, der Malerei und Grafik sich verbunden fühlt." Was der Amberger Bildermacher Helmut Rösel in den letzten 17 Jahren geschaffen hat, ist zur Zeit in der "Alten Feuerwache" zu sehen.

Arbeiten aus den Jahren 2000 bis 2017 zeigt der Amberger Bildermacher Helmut Rösel in seiner Ausstellung in "Alten Feuerwache". Bild: sle
von Susanne LettnerProfil

Im Mittelpunkt der Ausstellung "Bilder und Zeichnungen von 2000 bis 2017" stehen in der Stadtgalerie 24 Werke von Helmut Rösel. Sie gibt damit einen Einblick in sein künstlerisches Schaffen der letzten 17 Jahre. Die Arbeiten hat er mit verschiedenen Techniken wie Acryl, Kreide beziehungsweise Ölkreide auf Holz, Zeichenkarton und Papier angefertigt, zum Teil mit Kratz- und Aufrissspuren der Oberfläche. Die kleine Werkschau ist eine Mischung aus 15 themengebundenen Arbeiten und 9 freien Kompositionen ohne Titel. Zum ersten Mal mit dabei sind auch Bilder, die den Tod seiner Tochter Angelika "Geli" Bankel thematisieren und "Das letzte Jahr" in vier Bildern visualisieren.

Gefühle und Ideen

"Die große Spannweite der Themen, Bildideen und der im Malprozess entstandenen Bilder und Zeichnungen resultiert aus meiner thematischen Ungebundenheit und Freigeistigkeit, die mir alles für meine bildnerische Arbeit zur Verfügung lassen, wie Natur, Religion, Geschichte, Politik, Ereignisse, Katastrophen und die große Welt der Gedanken, Gefühle und Ideen", erklärt Helmut Rösel. "Ich möchte auch Themen in einer abstrakten Bildlösung darstellen, die über den Titel erschlossen werden können, wenn Hintergrundwissen vorhanden ist."

Insgesamt zeigt die Ausstellung Kompositionen in Farbe oder Schwarz/Weiß, gegenstandslos und ohne Absicht, sowie Natur- oder Sinnenhaftes. Die gegenstandslosen Bildlösungen finden sich auch bei den themengebundenen Bildern wider. Hier ist der Bildtitel der Hinweis und Einstieg zur Dechiffrierung der abstrakten Formensprache. Auch gehört Hintergrundwissen zu den Ereignissen oder Fachgebieten dazu, um die Bilder einordnen zu können.

Zu sehen sind unter anderem die Werke "Die 68er-Zeit: Aufbruch und Umbruch", eine abstrakte Komposition zum Thema Europa/Afrika oder vier Bilder zu Seins- und Gefühlszuständen.

Der Amberger Kulturreferent Wolfgang Dersch spricht in der Einführung über die Anfänge von Rösels künstlerischer Laufbahn, die er mit "kleinen Kasteln" beginnt, später wendet er sich kritischen Zeichnungen und Gemälden zu, aktuell beschäftigt er sich mit freien, themenlosen Arbeiten. 1941 in Sulzbach-Rosenberg geboren, studiert er von 1960 bis 1964 freie Malerei und Grafik an der Kunstschule Würzburg und an der Kunstakademie. Von 1964 bis 2006 war er als Kunsterzieher tätig. Seit 1965 ist er in über 250 Ausstellungen präsent. Zunächst in der Region, mit dem Eintritt in den BBK und in die Gruppe Amberger Künstler auch überregional.

Noch bis 7. Mai

Der überwiegende Teil der Exponate wird am Ende der Ausstellung "Bilder und Zeichnungen 2000 bis 2017" in die "Sammlung Helmut Rösel" des Stadtmuseums eingegliedert. Diese umfasst aktuell 235 Arbeiten, Zeichnungen und Bilder aus den Jahren 1965 bis 2017.

Die Ausstellung ist noch bis 7. Mai in der "Alten Feuerwache" (Zeughausstraße 18) in Amberg zu sehen.

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