17.08.2017 - 09:46 Uhr
Oberpfalz

Besuch aus Triest Wind-Experte im Luftmuseum

Rino Lombardi (Mitte) wünscht sich für Triest ein ähnliches Museum wie es Wilhelm Koch in Amberg leitet. Auch Künstlerin Beate Oehmann und ihre "Windsbräute" würde er gern ausstellen. Wer weiß, was sich aus diesem Kontakt noch ergibt. Der Italiener ernannte die beiden jedenfalls schon Mal per Urkunde zu "Botschaftern des Windes". Bild: exb/Foitzik
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Am Status des Alleinstellungsmerkmals lässt das Luftmuseum nicht rütteln. Ist ja auch was sehr Spezielles. Aber dass es knapp 700 Kilometer entfernt einen Seelenverwandten gibt, freut Initiator Wilhelm Koch . Ende vergangener Woche war Rino Lombardi zu Besuch bei ihm. Der Italiener betreibt in Triest das "Museo della Bora", ein privates Windmuseum, das er dem berüchtigten Nordostwind der nördlichen Adria gewidmet hat, der Bora.

Was er in Amberg erlebt hat, versteht man auch ohne Übersetzung: "Fantastico, geniale, perfetto", lautet sein Fazit nach dem Rundgang mit Johanna Foitzik . Lombardi sieht im Luftmuseum das verwirklicht, wovon er in seiner Stadt träumt - einen zentralen Ausstellungsraum mit moderner Technik, den die öffentliche und private Hand unterstützt. Denn Lombardi, wie Koch beruflich im grafischen Bereich tätig, ist ein Einzelkämpfer. Sein Museum besteht aus einem großen Lagerraum in einem Privathaus unweit des Triestiner Hafens. Es finanziert sich durch Spenden, die Lombardi bei privaten Führungen sammelt.

Auch wenn dabei vieles improvisiert wirkt, ist Koch begeistert, wie viel Können und Wissen der Italiener in sein Projekt steckt. "Das ist jemand auf Augenhöhe, der kennt sich aus und weiß Sachen, die ich noch nicht gekannt habe." So etwas schreit nach weiterer Zusammenarbeit. "Unsere aktuelle Windsbräute-Ausstellung würde sehr gut zu ihm passen", sagt Koch, der umgekehrt ebenfalls von Lombardis Netzwerk profitieren will.

Um eine künftige Partnerschaft zu besiegeln, tauschten die beiden Amberger und Triestiner Luft in Dosen aus. Den Deckel des Geschenks aus Italien zu öffnen, empfiehlt sich indes nicht. Es enthält konzentrierte Bora, die mit bis zu 170 km/h bläst und vor allem im Winter den Bürgern das Leben schwer macht.So können kleinere Hunde bei diesem Wind kaum Gassi geführt werden, die Bora würde sie durch die Luft wirbeln. Koch will sich das bald selbst vor Ort anschauen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.