„Concierto-Concepto“ im Stadttheater Amberg
Keine Chance für Wintermüdigkeit

Tolle Stimmung herrschte beim "Concierto Concepto" mit Brodas Bros im Amberger Stadttheater. Konzert, Komik, futuristische Fantasie und Tanz verschmolzen zu einem unterhaltsamen Event, bei dem die Tänzerinnen und Tänzer - zwei Brüder, zwei Schwestern und zwei B-Boys-Breakdancer eine grandiose Tanz- und Musik-Show ablieferten. Bild: gf

Eine neue Spitzen-Unterhaltungswelle rollt auf Deutschland zu. Im gut besuchten Stadttheater Amberg hatte sie am Donnerstag Tourneepremiere. Nun lässt sich der Gute-Laune-Virus, den die Tänzer und Musiker von Brodas Bros mit ihrem "Concierto-Concepto"-Programm auf die Bühne brachten, wohl nicht mehr stoppen.

Die gefürchtete Wintermüdigkeit hat bei dieser Landgrafproduktion keine Chance! Ansteckungsgefahr droht jungen und ganz jungen Besuchern genauso wie auch älteren Semestern. Jubelstürme und Beifallsklatschen zählen zu den Begeisterungs-Symptomen an diesem Abend genauso wie strahlende Gesichter und Trampeln mit den Füßen. Auslöser der Superstimmung ist die fantastische Truppe, die eine grandiose Mischung aus Konzert und Breakdance-Show, aus Kunst, Können und Komik, aus Tanz und Technik abliefert. Zwischen Lichterbögen an beiden Seiten und vor dem Musikerpodest erzählen sie mit unerschöpflichen Bewegungs- und Tanzformationen spannende Geschichten, die mit ein paar wenigen Filmprojektionen aufgepeppt werden.

Funk und Hiphop

Die Choreographien sind spektakulär und bei allem Temperament auch authentisch und sensibel. Funk und Hiphop illustrieren elektronische und futuristische Musik. Zu Saxofon-, Querflöten- und Tontrommelsoli gibt es atemberaubende Akrobatik und klassische Tanzelemente. "You want to dance with me" lautet die Frage und tatsächlich lassen sich ein großer und ein kleiner Mann aus dem Publikum auf einen "Freestyle"-Tanz mit den Profis ein. Am Mikrofon wird ein Scratching-Rap mit der Stimme moduliert. Laserlicht zeichnet Bilder und Figuren, dazu bewegen sich bunt flackernde Roboter zu futuristischer Sphärenmusik. Gespenstisch schön das Lichtdesign!

Mal Mensch, mal Maschine - einmal Licht, dann wieder Schatten - die Bewegungen eckig, dann geschmeidig und weich. Die Musik packend, neu und vielseitig, wie auch die beiden Allroundkünstler: Guilliam Sons (Saxofon, Querflöte, Rap, Tanz) und Jean-Philippe Barrios (Schlagzeug, Komik). Sie zerhacken Klangflächen zu Beats, legen fette Bässe unter Pop-Elemente. So bauen sie eine Brücke von Rhythmus und Groove zwischen der Welt der Magie und den Ansprüchen der Breakdancer. Ihr Spiel harmoniert perfekt mit den Schrittübersetzungen der temperamentvollen Tanzcompagnie (die Breakdancer Marc Carrizo und Kadoer, die Brüder Lluc und Pol Fruitós, die Schwestern Berta und Clara Pons).

Orkanartiger Applaus

Die Infektion mit dem ursächlichen Gute-Laune-Virus kann sehr unterschiedlich ablaufen: Es gibt mildere Formen, aber auch schwere Symptome sind bekannt wie in Amberg. Hier entlädt sich ein orkanartiger Applaus über Brodas Bros, so dass die temperamentvolle Truppe zur Beruhigung eine Zugabe nachschieben muss, die nochmals das Können der einzelnen Ensemblemitglieder unterstreicht.
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