21.03.2018 - 14:44 Uhr

Die Kino-Neustarts im Überblick Außerirdische Kreaturen sorgen für krachende Action

Was Guillermo del Toro anpackt, verwandelt sich zu Gold. So war es bei dem beeindruckenden Erwachsenenmärchen „Shape of Water“, für den er mehrere Goldjungen erhielt (Oscars gab es unter anderem in den Kategorien „Bester Film“ und „Beste Regie“). Und so war es bei „Pacific Rim“, der vor fünf Jahren über 400 Millionen US-Dollar einspielte. Auch beim zweiten Teil „Pacific Rim: Uprising“ dürften die Kassen wieder klingeln – wenngleich del Toro nicht mehr als Regisseur, sondern nur noch als Produzent fungiert.

Die Fortsetzung "Pacific Rim Uprising" ist wieder sehr actionreich.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Die Filmstarts

„Pacific Rim: Uprising“: Fast fünf Jahre ist es her, dass uns der Mexikaner Guillermo del Toro mit „Pacific Rim“ in eine Robotor- und Monsterwelt entführte. Weltweites Einspielergebnis: mehr als 400 Millionen US-Dollar. Nun kommt eine Fortsetzung in die Kinos, wenn auch nicht unter der Ägide von „Shape of Water“-Oscarpreisträger del Toro (der aber als Produzent auch diesmal mitmischt). Der amerikanische Regisseur und Autor Steven S. DeKnight berichtet von der Wiederkehr der Angst einflößenden, außerirdischen Kreaturen, genannt Kaiju. Zu den, sich diesen Monstern entgegenstellenden Menschen gehört auch Jake Pentecost (John Boyega aus „Star Wars“). Jakes Vater hatte einst im Kampf gegen die Eindringlinge sein Leben verloren.
(Regie: Steven S. DeKnight – Mit John Boyega, Scott Eastwood und Jing Tian – 111 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

Die Sch'tis in Paris“: Mit der Komödie „Die Sch'tis in Paris – Eine Familie auf Abwegen“ knüpft der französische Komiker, Schauspieler und Regisseur Dany Boon an seinen vor zehn Jahren herausgekommenen Hit „Willkommen bei den Sch'tis“ an. Das tut er allerdings nicht mit einer direkten Fortsetzung. Dieses Mal geht es um einen von Boon gespielten Pariser Star-Innenarchitekten. Der Liebling der Schönen und Reichen gerät ins Schleudern, als seine nicht gerade gebildete Verwandtschaft aus dem Norden Frankreichs bei ihm auftaucht. Zahlreiche Pointen ergeben sich aus dem Zusammenprall von Menschen unterschiedlicher Bildung. Vor allem aber sorgt der Sch'ti, ein komischer Dialekt, für zündenden Witz.
(Regie: Dany Boon – Mit Dany Boon, Line Renaud und Pierre Richard – 107 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

„Midnight Sun“: Arnold Schwarzenegger ist als „Terminator“ vor allem für actionreiche und martialische Filme bekannt. Sein Sohn Patrick Schwarzenegger scheint als Schauspieler einen anderen Weg einzuschlagen: Der 24-Jährige ist nun im Liebesdrama „Midnight Sun“ zu sehen. Der Stoff hat etwas Märchenhaftes: Teenager Katie (Bella Thorne) darf wegen einer seltenen Krankheit nicht in die Sonne und muss ihr Leben drinnen verbringen – nur nachts geht sie aus dem Haus. Als sie Charlie (Patrick Schwarzenegger) trifft, den sie jahrelang von Ferne durch ihr Fenster beobachtet hat, wird sie von ihm buchstäblich wachgeküsst - und er zeigt ihr, wie viel Spaß das Leben machen kann. Doch das Glück währt nicht lange.
(Regie: Scott Speer – Mit Patrick Schwarzenegger, Bella Thorne und Rob Riggle – 93 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

„I, Tonya“: Auch beinahe 25 Jahre nach einem Attentat auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan bleibt Tonya Harding eine faszinierende Frau und Figur. Das Bild der blonden Widersacherin aus einfachen Verhältnissen wird in dieser Filmsatire von Craig Gillespie ordentlich in Frage gestellt. „I, Tonya“ lässt in vielen pseudodokumentarischen Szenen Harding, ihre Mutter und ihren Freund zu Wort kommen. Der Humor ist flott, die Kostüme passend und die Schauspieler herausragend; klug stellt der Film die Frage danach, wie Wahrheit und Legende entstehen. Allison Janney hat für ihre Nebenrolle als Mutter LaVona Golden kürzlich den Oscar bekommen.
(Regie: Craig Gillespie – Mit Margot Robbie, Sebastian Stan und Allison Janney – 119 Minuten – FSK o.A.) (dpa)

„Zwei Herren im Anzug“: Das 20. Jahrhundert war für die Deutschen eine Zeit großer Umwälzungen. Das Ende des Kaiserreiches, Erster und Zweiter Weltkrieg, dazwischen der Terror der Nationalsozialisten. Doch wie ging es den einfachen Menschen? Das schildert der Schauspieler Josef Bierbichler im Film „Zwei Herren im Anzug“. Nach Motiven seines Romans „Mittelreich“ erzählt er das Schicksal einer oberbayerischen Wirtsfamilie zwischen 1914 und 1984. Bierbichler führt Regie und spielt die Hauptfigur, einen kantigen, eigenwilligen Mann, dessen Leben durch die Geschehnisse auf politischer Bühne ebenso beeinflusst wird wie durch private Dinge. Für das Generationenporträt hat Bierbichler hochkarätige Schauspieler und Theaterleute gewonnen, so etwa die Darstellerinnen Martina Gedeck und Irm Hermann oder den Opern- und Theaterregisseur Johan Simons. Auch Bierbichlers eigener Sohn Simon Donatz spielt mit.
(Regie: Josef Bierbichler – Mit Martina Gedeck, Irm Hermann und Simon Donatz – 139 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

„Über Leben in Demmin“: Als am 30. April 1945 russische Panzer Demmin erreichen, bricht über die vorpommersche Kleinstadt eine Katastrophe herein. Die Stadt wird in Brand gesetzt, Hunderte Bewohner, vor allem Frauen mit Kindern, nehmen sich das Leben. Über die Motive rätseln auch die Zeitzeugen in Farkas' Film. Sein eigentliches Thema ist nicht die Rekonstruktion der damaligen Ereignisse, sondern der Umgang mit der Geschichte mehr als 70 Jahre danach: Ein Polizeihubschrauber in der Luft und zahlreiche Polizeiautos sind am 8. Mai 2016 die Vorboten eines Marsches von Neonazis.
(Regie: Martin Farkas – 90 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

„Thelma“: Thelma ist gerade zum Studium nach Oslo gezogen, raus aus dem konservativ christlichen Elternhaus. Zum ersten Mal zwanglos, zum ersten Mal Partys, Alkohol, Freunde. Doch auch rätselhafte Epilepsie-artige Anfälle - ausgelöst, das wird bald klar, durch die Nähe zu Kommilitonin Anja. Thelma und Anja verlieben sich, was die streng religiös erzogene Studentin - von Schuldgefühlen und Scham zerfressen – emotional aufwühlt. „Thelma“, der jüngste Film des norwegischen Regisseurs Joachim Trier („Oslo, 31. August“), ist eine Mischung aus Mystery und Horror, aber auch romantisches Liebesdrama und ein Werk über das Heranwachsen.
(Regie:
(Von Joachim Trier – Mit Eili Harboe, Kaya Wilkins, Henrik Rafaelsen und Ellen Dorrit – 116 Minuten) (dpa)

„Peter Hase“: „Er ist dazu geboren, wild zu sein“. Gemeint ist der Unruhe stiftende Protagonist dieser Mischung aus Animation und Realfilm: Peter Hase, der erstmals 1902 in einem Kinderbuch der Britin Beatrix Potter das Licht der Welt erblickte. Nun begibt sich dieser Peter Hase (pünktlich zu Ostern!) auf großer Leinwand in einen Kleinkrieg mit einem ausgewachsenen Menschen: Mr. McGregors so akkurat angelegter, wie stets gepflegter Gemüsegarten birgt aber auch einfach zu viele Leckereien. Anja Kling leiht in der deutschen Fassung des Films dem Hasen „Wuschelpuschel“ ihre Stimme. Jessica Schwarz ist als „Mopsi“, Heike Makatsch als „Flopsi“ zu hören. Christoph Maria Herbst schließlich spricht Peter Hase.
(Regie: Will Gluck – Mit Rose Byrne, Sam Neill und Domhnall Gleeson – 95 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

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