07.02.2018 - 10:45 Uhr

Die Kino-Neustarts im Überblick „Befreite Lust“ und die Wildnis Wyomings

Millionen verkaufter Bücher, enorme Besucher-Zahlen: Die „Fifty Shades of Grey“-Teile feierte gedruckt und verfilmt einen riesigen Erfolg. Nun startet mit „Befreite Lust“ der dritte Teil der Erfolgssaga – und dürfe vor allem die Frauen in die Lichtspielhäuser locken. „Wind River“, der sich in Teilen auch des klassischen Western bedient, dürfte hingegen eher die Herren ansprechen.

von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Die Filmstarts

„Fifty Shades of Grey – Befreite Lust“: Pünktlich zum Valentinstag kommt der dritte Teil der Sadomaso-Romanze „Fifty Shades of Grey“ in die deutschen Kinos. In „Befreite Lust“ erfahren Fans der Trilogie nach den Bestsellern der britischen Autorin E.L. James, wie die Lovestory zwischen Christian Grey (Jamie Dornan) und Anastasia (Dakota Johnson) weiter geht. Gibt es ein Happy End für die junge Studentin und den erfolgreichen Multimillionär? Dem Trailer nach zu urteilen, folgt auch der dritte Teil dem bewährten Rezept der beiden Vorgänger-Filme: Glanzvolle, stilisierte Bilder von einer romantischen Hochzeit, Ausflüge mit dem Privatjet und Flitterwochen am Meer wechseln sich demnach ab mit erotischen Liebesspielchen.
(Regie: James Foley – Mit Dakota Johnson und Jamie Dornan – 106 Minuten – frei ab 16 Jahren) (dpa)

„Wind River“: Cory Lambert (Jeremy Renner) ist ein amerikanischer Naturbursche. Der von seiner Frau getrennte Familienvater arbeitet als Fährtenleser in der schroffen Wildnis Wyomings. Auf der Jagd nach Pumas findet er in den Weiten des Indianerreservats Wind River Blutspuren im Schnee und eine Leiche. Er kennt die 18-Jährige, deren Schicksal ihm die Tränen in die Augen treibt - wegen einer Tragödie in seinem eigenen Leben. Das FBI schickt zur Aufklärung des Verbrechens eine Agentin - jung, unerfahren, aus dem Sunshine-State Florida. Jane Banner (Elizabeth Olsen) engagiert Lambert für die Ermittlungen auf dem ihr unbekannten Terrain. Nach und nach deckt das ungleiche Duo das Ausmaß dessen auf, was in der bitterkalten Nacht passierte. Regisseur Taylor Sheridan (Drehbuch zu „Hell or High Water“) hat sich dafür beim klassischen Western bedient.
(Regie: Taylor Sheridan – Mit Elizabeth Olsen, Jeremy Renner, Graham Greene und Julia Jones – 107 Minuten – frei ab 16 Jahren) (dpa)

„Freiheit“: Ein Frau schließt ab mit ihrem Familienleben – und bricht auf in eine neue Welt, auf der Suche nach Freiheit. Johanna Wokalek überzeugt in der Rolle der Nora, die sich zuhause zwar wie im Gefängnis fühlte, aber auf ihrer Suche nicht wirklich fündig wird und trotz neuer Freundschaften alleine bleibt. Ähnlich geht es ihrem Ehemann, der daheim in Berlin die beiden Kinder versorgt und seinem Job als Anwalt nachgeht. Trotz einer neuen Liebschaft und Unterstützung bleibt auch er einsam. Es ist der zweite Spielfilm von Jan Speckenbach.
(Regie: Jan Speckenbach – Mit Johanna Wokalek, Hans-Jochen Wagner und Inga Birkenfeld – 103 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

„Dinky Sinky“: Ein Baby ist für viele Frauen der allergrößte Wunsch. Doch was tun, wenn es nicht klappt? Auf Verständnis der Mitmenschen darf man in den wenigsten Fällen hoffen. Vielmehr muss man sich die ständige Frage gefallen lassen: Und wann ist es bei euch soweit? Die Filmemacherin Mareille Klein hat daraus einen Film gemacht. „Dinky Sinky“ erzählt von der Sportlehrerin Frida, die einfach nicht schwanger wird, während ihre Freundinnen ringsum alle Mütter geworden sind. Als der Kinderwunsch zur Obsession wird, gerät Fridas Leben allmählich aus der Bahn. Die Tragikomödie wurde auf dem Filmfest München mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Klein hat ihre Geschichte einfühlsam, leicht und mit viel Humor inszeniert.
(Regie: Mareille Klein – Mit Katrin Röver, Ulrike Willenbacher und Till Firit – 94 Minuten – FSK o.A.) (dpa)

„Big Time“: Der dänische Architekt Bjarke Ingels war bereits an Bauten oder Projekten in Städten wie Frankfurt am Main, Miami, Washington D.C., Malmö, Shenzhen, Tallinn, Hamburg oder Mexiko-Stadt beteiligt. Ingels ist derart erfolgreich, dass etwa das renommierte Wall Street Journal den heute 43-Jährigen zu den „größten Stars der Architekturwelt“ zählt. Für das Film-Porträt hat Landsmann Kaspar Astrup Schröder Ingels über einen Zeitraum von mehreren Jahren begleitet. Der Film berichtet dabei nicht nur vom wuseligen Leben eines Architekturstars, zu dessen aktuellen Projekten eines der Hochhäuser des neuen World Trade Center in New York gehört. Es geht auch um gesundheitliche Herausforderungen.
(Regie: Kaspar Astrup Schröder – 93 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

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