25.10.2017 - 09:35 Uhr
Oberpfalz

Die Kino-Neustarts im Überblick "Fack ju Göthe" geht in die letzte Runde

Reifeprüfung für Elyas M'Barek. In seiner Rolle als Lehrer Zeki Müller muss er seine Klasse im dritten und letzten Teil von "Fack ju Göthe" auf die anstehenden Abiturprüfungen vorbereiten.

von Christopher Dotzler Kontakt Profil

 Auch der Regisseur Joseph Vilsmaier ("Comedian Harmonists", "Bavaria - Traumreise durch Bayern") bringt einen neuen Film ins Kino. In "Bayern - Sagenhaft" widmet er sich Wallfahrern, Glasbläsern, Artisten und dem FC Bayern. 

Die Filmstarts

„Fack ju Göthe 3“: Kaum zu glauben, Deutschlands chaotischste Klasse steuert aufs Abitur zu. Chantal, Danger, Zeynep und die anderen sind im Lernstress, denn ein Leistungstest soll zeigen, ob sie für die Prüfung antreten dürfen. Was versteht man unter einer Beugung am Einzelspalt? Und was bitte schön ist ein endoplasmatisches Retikulum? „So viele Buchstaben!“ Eine harte Aufgabe auch für Lehrer Zeki Müller, zumal er selbst plötzlich großen Ärger hat, denn die neue Lehrerin Biggi Elsberger hält ihren Kollegen für absolut unfähig. Chaos pur in „Fack ju Göhte 3“ - und ein Abschied. Denn der dritte Teil der erfolgreichen Kinoreihe ist gleichzeitig der letzte, der #finalfack. Mit dabei natürlich wieder Elyas M'Barek als Zeki, Jella Haase in der Rolle der Chantal und Max von der Groeben als Danger. Neu im Team der Goethe-Gesamtschule ist Sandra Hüller, die das Lehrerkollegium ziemlich aufmischt. (Regie: Bora Dagtekin – Mit Elyas M'Barek, Jella Haase und Sandra Hüller – 118 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

„Maudie“: Jeden Tag ein Bild malen trotz schrecklicher Gelenkschmerzen? Die Kanadierin Maud Lewis (1903-1970) hat das getan. Ein Film mit Sally Hawkins und Ethan Hawke in den Hauptrollen widmet sich nun dem Leben der Künstlerin, von der in Deutschland bislang nur Kenner etwas gehört haben dürften. Wie Maud und ihr grummeliger Mann Everett sich annähern, in einer Zeit, in der jeder auffiel, der anders war, macht den Kern des Films aus. Ethan Hawke schafft es dabei glaubwürdig darzustellen, wie ein Mann aussieht, der zwar Gefühle hat, sich das aber keinesfalls anmerken lassen will. „Maudie“ ist ein schöner Film für die dunkle Jahreszeit.
(Regie: Aisling Walsh – Mit Sally Hawkins, Ethan Hawke, Kari Matchett – 115 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

„Die Unsichtbaren“: Es ist ein besonderes Kapitel aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs: Etwa 5000 Juden überleben in Deutschland, weil sie untertauchen können. Rund 1700 davon in Berlin. Der Film „Die Unsichtbaren - Wir wollen leben“ greift vier der Schicksale auf und erzählt sie in einem Mix aus Dokumentation und Spielfilm: Interviews mit den Überlebenden werden kombiniert mit dokumentarischen Szenen des Stadtlebens jener Zeit und nachgespielten Sequenzen. Die Geschichten unter anderem über einen Passfälscher und einen Widerstandskämpfer gewinnen dadurch an Glaubwürdigkeit.
(Regie: Claus Räfle – Mit Alice Dwyer, Max Mauff, Ruby O. Fee und Aaron Altaras – 110 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

„Bayern - Sagenhaft“: Laptop und Lederhose, Hightech und Brauchtum. Slogans, mit denen bayerische Politiker gern für den Freistaat werben. Dazu passt ein neuer Kinofilm. In „Bayern - Sagenhaft“ zeigt der Münchner Regisseur Joseph Vilsmaier zusammen mit der Kabarettistin Monika Gruber seine Heimat. Wallfahrer in Altötting, die Glasbläser im Bayerischen Wald, die Artisten im Münchner Cirkus Krone oder der FC Bayern. Dazu technologische Errungenschaften und Querverweise auf die bewegte Geschichte Bayerns. Vieles erinnert an Vilsmaiers Film aus dem Jahr 2012, „Bavaria - Traumreise durch Bayern“. Ebenso wie damals wurde vieles aus dem Hubschrauber gedreht. Auch die Musik ist vertraut – stammt sie doch wieder von der bayerischen Kultband Haindling.
(Regie: Joseph Vilsmaier – Mit Monika Gruber, Hannes Burger und Haindling – 91 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

„Der kleine Vampir“: Viele kennen die Geschichten vom kleinen Vampir. Bald ist es 40 Jahre her, dass die erste Erzählung, erdacht von der Schriftstellerin und einstigen Lehrerin Angela Sommer-Bodenburg lanciert wurde. Jetzt kommt ein Animationsfilm in die Kinos, der auf der Buchreihe basiert. Schon 2000 hatte es eine Adaption fürs Kino gegeben, damals als Realfilm. Im aktuellen Film „Der kleine Vampir“ muss Rüdiger von Schlotterstein, Sohn einer Vampirfamilie, zum 300. Mal seinen 13. Geburtstag feiern. Er hat dazu keine Lust, büxt lieber aus, um mit seinem Bruder etwas herumzufliegen. Dabei erregen sie die Aufmerksamkeit eines Vampirjäger-Duos auf ihre Spur. Ob Anton, ein stinknormaler 13-Jähriger, dem kleinen Vampir helfen kann? Der Film ist auch in 3D zu sehen.
(Regie: Richard Claus und Karsten Kiilerich – 83 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

„Django - Ein Leben für die Musik“: Django Reinhardt ist ein Meister der Jazzgitarre und ein Lebemann. Im Paris des Jahres 1943 sind er und seine Bandkollegen auf dem Zenit ihrer Kunst - just in der Zeit der Besatzung durch die Nazis. Deren Schergen lassen den Sinti-Musiker Reinhardt weitgehend gewähren, während sie Sinti und Roma erbarmungslos verfolgen und ermorden. Der egozentrische Gitarrenstar gibt sich unverwüstlich, kann sich der Realität jedoch irgendwann nicht mehr verschließen. Als ihn die Nazis auf eine Propagandatournee in Deutschland schicken wollen, weigert sich Reinhardt und begibt sich mit seiner Frau und seiner Mutter auf eine riskante Flucht. Kann er seinen Häschern entkommen?
(Regie: Étienne Comar – Mit Reda Kateb, Cécile De France, Beata Palya, Bimbam
Merstein – 117 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

https://www.youtube.com/results?search_query=django+ein+leben+f%C3%BCr+die+musik+trailer+deutsch

„Jigsaw“: Vor 13 Jahren kam ein Horrorfilm in die amerikanischen Kinos, der das Genre nachhaltig beeinflussen sollte: „Saw“, entstanden unter der Regie des Gruselexperten James Wan, spielte bei einem Budget von nur 1,2 Millionen Dollar weltweit mehr als 100 Millionen Dollar ein. Erzählt wird von einem Arzt und einem
Fotografen, die sich plötzlich in der Gewalt eines Serienmörders befinden. Sechs Fortsetzungen folgten; nun kommt ein achter Teil in die Kinos. „Jigsaw“, in Deutschland beworben mit dem Slogan: „Wir sind alle Teil des Spiels“, ist angesiedelt ein paar Jahre nach dem bisher letzten Teil („Saw 3D - Vollendung“). Überall in der Stadt liegen Leichen, bald führt die Spur zu einem alten Bekannten.
(Regie: Michael und Peter Spierig – Mit Tobin Bell, Matt Passmore, Callum Keith Rennie – 92 Minuten – frei ab 18 Jahren) (dpa)

„God's Own Country“: Es fallen nicht viele Worte in Johnnys kleiner, im Norden Englands ansässiger Familie. Der 24-Jährige lebt zusammen mit seiner eigensinnigen Großmutter und seinem kranken Vater in einer kargen Landschaft, die doch von ganz eigener Schönheit ist. Täglich muss Johnny auf der Familienfarm schuften, des Abends betrinkt er sich im Pub. Alles wird anders als ein rumänischer Saisonarbeiter in Johnnys Alter auf die Farm kommt. Francis Lee, der hiermit sein Langfilmdebüt vorlegt, hat den Film in seiner Heimat, der vormaligen Grafschaft Yorkshire, eingefangen. Aufgrund ihrer besonderen Beschaffenheit wird dieser Landstrich auch „God's Own Country“ genannt. Prämiert wurde das Drama bereits bei mehreren Filmfestivals.
(Regie: Francis Lee – Mit Josh O' Connor, Alec Secareanu, Gemma Jones – 104 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.