Die Kino-Neustarts im Überblick
Kate Winslet überzeugt bei Überlebenskampf

Kate Winslet und Idris Elba spielen in "Zwischen zwei Leben" die Hauptrollen. (Foto: 20th Century Fox/dpa)
Kultur
Amberg in der Oberpfalz
06.12.2017
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Es ist nicht die Woche der großen Filmstarts. Dafür sind zwei großartige Schauspieler auf der Leinwand zu sehen: Kate Winslet und Idris Elba. Sie sorgen auch dafür, dass "Zwischen zwei Leben" noch sehenswert bleibt.

Ansonsten laufen Filme aller Genres an. Die Komödie "Daddy's Home 2", der Kinderfilm "Burg Schreckenstein 2", der Animationsfilm "Bo und der Weihnachtsstern" und mit "S.U.M. 1" sogar ein deutscher Science-Fiction-Streifen.

Die Filmstarts

„Zwischen zwei Leben“: Alex und Ben treffen sich am Flughafen, kurz nachdem ihre Maschine wegen eines nahenden Sturms gestrichen wurde. Sie ist eine Fotojournalistin auf dem Weg zu ihrer Hochzeit, er ein Gehirnchirurg, der zur nächsten Operation fliegen muss. Beide beschließen, ein Privatflugzeug zu chartern. Kaum in der Luft, bricht ihr Pilot zusammen und die kleine Maschine kracht gegen den Berg. Mit weit und breit nichts als Schnee und Geröll um sie herum müssen beide um ihr Leben kämpfen. Das Katastrophendrama „Zwischen zwei Leben – The Mountain Between Us“ schwingt etwas unentschlossen zwischen Action und Romantik hin und her, aber Kate Winslet und Idris Elba in den Hauptrollen heben den Film knapp über den Durchschnitt.
(Regie: Hany Abu-Assad – Mit Kate Winslet, Idris Elba, Dermot Mulroney und Beau Bridges – 105 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)



„Daddy's Home 2“: Vor bald zwei Jahren kam ein Film in die Kinos, in dem sich Mark Wahlberg und Will Ferrell eine Familie teilen mussten. Der eine als der richtige, der andere als Stiefvater. Nun läuft die Fortsetzung von „Daddy's Home“ an, wieder mit den beiden US-Schauspielern, die diesmal allerdings auch Unterstützung von einem Mel Gibson („Braveheart“) und einem John Lithgow („Interstellar“) erhalten. Den vier Männern, die sich alle auf ihre ganz spezielle Art darum bemühen, als ein guter Vater durchzugehen, steht eine große Aufgabe bevor: Irgendwie muss man ein gemeinsames Weihnachtsfest nicht nur organisieren, sondern auch überstehen. Die Regie hat erneut Sean Anders übernommen („Kill The Boss 2“).
(Regie: Sean Anders – Mit Mel Gibson, Mark Wahlberg und John Lithgow – 100 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)



„A Ghost Story“: Reduziert und unkonventionell erzählt Regisseur David Lowery mit „A Ghost Story“ von Liebe, Verlust und der Vergänglichkeit des Seins. Dabei setzt die Low-Budget-Produktion auf Oscarpreisträger Casey Affleck als Hauptdarsteller M., der ein unscheinbares Leben mit seiner Frau C. (Rooney Mara) lebt. Bei einem Autounfall kommt er ums Leben und streift seitdem als stummer Geist durch sein früheres Zuhause. Er muss zusehen, wie seine Frau ihm langsam in eine neue Zukunft entschwindet und sich die Welt um ihn herum verändert. Der Film wirft auf tiefgründige, aber doch auch komische Art eine existenzielle Frage auf: Was bleibt nach dem Tod von einem Menschen übrig?
(Regie: David Lowery – Mit Casey Affleck, Rooney Mara und Will Oldham – 93 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)



„Burg Schreckenstein 2“: Burg Schreckenstein soll verkauft werden! Stein für Stein wollen Geschäftsleute das uralte Gemäuer abbauen, nach China transportieren und dort wieder neu errichten. Dahinter steckt Kuno, der Vetter des Burgbesitzers Graf Schreckenstein. Kuno will die Schüler des Burginternats rauswerfen, doch die wollen sich nicht so einfach verjagen lassen. Um ihre Burg zu retten, bitten sie sogar die Schülerinnen von Schloss Rosenfels um Hilfe. Gemeinsam wollen die Kinder einen Rettungsplan für Schreckenstein aushecken. Doch damit ihnen das gelingt, müssen sie erst ein uraltes Rätsel lösen. Im Oktober 2016 kam Teil 1 ins Kino, der auf Bänden der gleichnamigen Jugendbuchreihe „Burg Schreckenstein“ beruhte. Nun folgt „Burg Schreckenstein 2 - Küssen (nicht) verboten“, mit den gleichen Schauspielern. Henning Baum spielt wieder den Rektor von Schreckenstein, während Sophie Rois als Leiterin der benachbarten Rosenfels-Schule agiert.
(Regie: Ralf Huettner – Mit Henning Baum, Sophie Rois und Uwe Ochsenknecht – 100 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)



„Forget About Nick“: Die Ex-Frau des eigenen Mannes – eine Person, mit der man nicht unbedingt viel zu tun haben will. Doch in ihrem neuen Film „Forget About Nick“ spannt Margarethe von Trotta ausgerechnet zwei Frauen zusammen, die beide mal mit dem gleichen Typen verheiratet waren, mit Nick. Als er sich von Jade trennt, schenkt er ihr zum Abschied die Hälfte einer Luxuswohnung in New York. Dumm nur, dass die andere Hälfte Nicks erster Ex-Frau Maria gehört. Katja Riemann und Ingrid Bolsø Berdal spielen diese beiden Ex-Frauen, von denen keine nachgeben will. Als Jade bei Maria einzieht, beginnt eine heftige Auseinandersetzung: verletzend, absurd, anrührend und mitunter auch ziemlich komisch.
(Regie: Margarethe von Trotta – Mit Katja Riemann, Ingrid Bolsø Berdal und Haluk Bilginer – 110 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)



„Die Lebenden reparieren“: Zwei Langfilme hat die 1980 in der Elfenbeinküste geborene, französische Regisseurin Katell Quillévéré bisher vorgelegt: „Ein starkes Gift“ (2010) sowie zuletzt „Die unerschütterliche Liebe der Suzanne“. Nun fügt sie ihrer Filmografie ein weiteres abendfüllendes Werk hinzu: „Die Lebenden reparieren“. Ein schwerer Unfall trägt sich zu in diesem Film, das Leben des jungen Simon hängt am seidenen Faden. Noch am Morgen war er frohgemut mit Freunden zum Surfen aufgebrochen. Andernorts wartet eine Frau, die Mutter zweier Kinder ist, auf ein Spenderorgan – das kranke Herz der Frau droht zu versagen. Das Filmdrama beruht auf einem Roman der Französin Maylis de Kerangal („Réparer les vivants“).
(Regie: Katell Quillévéré – Mit Tahar Rahim, Emmanuelle Seigner und Anne Dorval – 103 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)



„Bo und der Weihnachtsstern“: Einen frischen Blick auf die Weihnachtsgeschichte bietet dieser Animationsfilm aus den USA. Die ewige, die mühsame Schufterei rund um die Dorfmühle, sie will für den kleinen Esel Bo kein Ende finden. Eines Tages aber nimmt das knuffige Huftier allen Mut zusammen – und büxt einfach aus. Draußen in der Freiheit findet Bo neue Freunde: so etwa das sehr sympathische Schaf Ruth, das seiner Herde verlustig gegangen ist und eine weiße, recht mutige Taube namens Dave. In der englischsprachigen Originalversion des von Timothy Reckart inszenierten Weihnachtsfilms leihen Show- und Musikgrößen wie Oprah Winfrey, Kelly Clarkson oder Kris Kristofferson den Leinwandfiguren ihre Stimmen.
(Regie: Timothy Reckart – 86 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)



„S.U.M. 1“: Science-Fiction aus Deutschland, dazu mit einem Iwan Rheon in der Hauptrolle. Viele kennen den Briten aus der Kultserie „Game of Thrones“, in der er den diabolisch-sadistischen Ramsay Bolton gab. In „S.U.M. 1“ steht er als junger Militärrekrut hingegen auf der Seite der Guten. Eine besonders aggressive Spezies von Außerirdischen hat die Kontrolle über unseren Heimatplaneten übernommen. Die Außerirdischen zwingen die Menschheit dazu, sich in unterirdischen Bunkersystemen zu verschanzen. Der von Rheon verkörperte Militärrekrut aber begibt sich auf eine 100-tägige Mission: er soll die letzten Überlebenden unserer Spezies beschützen. Seine internationale Premiere feierte das Zukunftsstück in Shanghai. Bei dem Film handelt es sich um das Regiedebüt von Christian Pasquariello.
(Regie: Christian Pasquariello – Mit Iwan Rheon, André Hennicke und Rainer Werner – 95 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

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