Die Kino-Neustarts im Überblick
Minions zurück auf der Leinwand

Kultur
Amberg in der Oberpfalz
06.07.2017
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Die Minions stürmen wieder die Kinosäle. Im dritten Teil von "Ich – Einfach unverbesserlich" treiben sie wieder allerhand Unsinn. Die extravaganten Figuren, die aussehen wie Überraschungseier-Dosen, haben es mittlerweile zum Kultstatus gebracht.

Mit "Das Pubertier" und "Casino Undercover" starten zwei Komödien im Kino. Außerdem läuft eine Dokumentation über Iggy Pop an – "American Valhalla".

Die Filmstarts im Überblick

„Ich – Einfach unverbesserlich 3“: Die frechen, gelben Mini-Wesen kehren ins Kino zurück. Der einstige Superschurke Gru macht eine aufregende Entdeckung: Er hat einen Zwillingsbruder, Dru. Und der möchte endlich mal was erleben und mit Gru ein Verbrechen begehen. Dumm nur, dass Gru zum braven Familienvater mutiert ist und von Schurkereien nichts mehr wissen will. Er will lieber den Bösewicht Bratt zur Strecke bringen, der die Filmfabrik Hollywood mit riesigen Kaugummiblasen zerstören will. Viel zu harmlos, finden die Minions und kündigen, weil sie lieber einem fiesen Schurken dienen wollen. „Ich – Einfach unverbesserlich“ ist der vierte Film, der im quietschbunten Minion-Universum spielt. Die Sprecherrollen sind zum Teil prominent besetzt, etwa mit Oliver Rohrbeck, Joko Winterscheidt und dem YouTuber Julien Bam.
(Regie: Pierre Coffin und Kyle Balda – Mit den Stimmen von Oliver Rohrbeck, Joko Winterscheidt und Martina Hill – 90 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)



„Das Pubertier“: Die Schrecken der Pubertät gibt es jetzt auch im Kino. „Das Pubertier“ nennt sich die turbulente Komödie von Leander Haußmann, die auf den Büchern von Jan Weiler beruht. Jan Josef Liefers und Heike Makatsch spielen darin ein Elternpaar, das mit dem Auf und Ab der jugendlichen Psyche ihrer Tochter konfrontiert ist. Carla (Harriet Herbig-Matten) ist hübsch, zickig und benimmt sich so, wie viele andere Teenager in diesem Alter auch. Erste, schüchterne Versuche mit der Liebe, aufreizende Kleidung und ein Zimmer, das einer Müllhalde gleicht. Das übliche Programm. Und dann ist da noch der kleine Bruder, der auch schon Anwandlungen hat. Vor allem Carlas Vater ist verzweifelt. Doch es kommt noch schlimmer. Als sich ein befreundetes Ehepaar (Monika Gruber und Detlev Buck) mit guten Ratschlägen einmischt, bricht das Chaos aus.
(Regie: Leander Haußmann – Mit Jan Josef Liefers, Heike Makatsch, Detlev Buck – 90 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)



„Casino Undercover“: Am Anfang von „Casino Undercover“ steht ein sehr amerikanisches Problem: Scott und Kate Johansen (gespielt von den Comedy-Genies Will Ferrell und Amy Poehler) haben die Collegeersparnisse ihrer Tochter verloren und brauchen nun das Geld zurück. Zusammen mit einem Nachbarn beschließen sie kurzerhand, in dessen Keller ein illegales Casino zu eröffnen, Stripperinnen und Fight Club inklusive. Bald kommen ihnen aber nicht nur ihre Tochter, sondern auch ein Stadtrat und echte Gangster auf die Schliche. Drehbuchautor Andrew Jay Cohen, der auch schon die beiden „Bad Neighbors“-Filme geschrieben hat, führt bei der aufgedrehten schwarzen Komödie auch Regie.
(Regie: Andrew Jay Cohen – Mit Will Ferrell, Amy Poehler, Jason Mantzoukas – 88 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)



„Die Erfindung der Wahrheit“: Der Politthriller nimmt den Einfluss der übermächtigen Waffenlobby auf die US-Politik ins Visier. Eine Frau stellt sich ihr in den Weg: Die Firma der Lobbyistin Elizabeth Sloane wird von der Waffenlobby dafür engagiert, ein geplantes Gesetz zur Verschärfung des US-Waffenrechtes zu verhindern. Doch Sloane überlegt es sich anders und stellt sich auf die Seite des Underdogs, der rivalisierenden Lobby-Firma, die den Gesetzesentwurf durchboxen will. Ein Wettrennen um Senatorenstimmen beginnt. Und Sloane selbst steht unter Druck, weil sie Lobbying-Regeln gebrochen haben soll und darum vor einem Untersuchungsausschuss aussagen muss. Mit einer starken Jessica Chastain in der Hauptrolle.
(Regie: John Madden – Mit Jessica Chastain, Mark Strong, Sam Waterston – 133 Minuten – frei ab 12 Jahren)



„Ein Chanson für dich“: Eine ältere Fabrikarbeiterin mit faszinierender Vergangenheit, ein junger Boxer mit ungewisser Zukunft, viel Liebesglück und -leid und ein paar Chansons: Aus diesen Zutaten hat der belgische Regisseur Bavo Defurne ein romantisches Kinomärchen gezaubert. Isabelle Huppert spielt die Hauptrolle, ein gefallenes Schlagersternchen. Mit großer Leichtigkeit schwebt Huppert durch die melancholische Geschichte zwischen Kunst und Kitsch, Sex und Suff, Schicksalsschlägen und Schlagerschmalz.
(Regie: Bavo Defurne – Mit Isabelle Huppert und Kévin Azaïs – 90 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)



„Ihre beste Stunde“: Für die junge Waliserin Catrin Cole ist der Eintritt Großbritanniens in den Zweiten Weltkrieg auf makabere Weise ein Glücksfall. Während eines Bewerbungsgesprächs um eine Position als Sekretärin beim Ministerium für Information in London, wird sie kurzerhand als Drehbuchautorin engagiert. Die Filmemacher haben keine Wahl - ihnen gehen schlicht die Männer aus, die für den Job in Frage kommen. Catrin (Gemma Arterton) soll in einem Propagandafilm des Ministeriums für die nötige «weibliche Perspektive» sorgen. Ziel des Films ist es, die Moral der Frauen an der Heimatfront zu stärken. Die junge Frau hat es zunächst aber nicht leicht, sich in ihrer neuen Rolle als Drehbuchautorin in der männerdominierten Filmwelt zu behaupten.
(Regie: Lone Scherfig – Mit Gemma Arterton, Sam Clafin und Bill Nighy – 117 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)



„Small Town Killers“: Rabenschwarze Komödien haben im dänischen Kino eine
lange Tradition. Ob „Dänische Delikatessen“ oder – als größter Erfolg in dieser Reihe – „Adams Äpfel“, stets gibt es groteske Situationen mit bissigem Humor jenseits politischer Korrektheit. Die Krimikomödie „Small Town Killers“ setzt diese Tradition nun fort. Zwei Ehemänner wollen sich von ihren sex-unwilligen Frauen scheiden lassen, was aus finanziellen Gründen aber nicht möglich ist. Im Vollsuff heuern sie im Internet einen Killer an - und das Chaos nimmt seinen Lauf.
(Regie: Ole Bornedal – Mit Ulrich Thomsen, Nicolas Bro, Ulrich Thomsen, Mia Lyhne und Lene Maria Christensen – 90 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)



„American Valhalla“: Ein Dokumentarfilm über die musikalische Zusammenarbeit der US-Rocker Iggy Pop und Josh Homme: „American Valhalla“ zeigt Live-Auftritte, Bandproben und Gespräche mit den Musikern. Neben Pop und Homme gehören Matt Helders von den Arctic Monkeys und Dean Fertita von Queens of The Stone Age dazu. „American Valhalla“ zeugt davon, dass die Entstehungszeit des gemeinsamen
Albums „Post Pop Depression“ eine ebenso berauschende wie schwierige Zeit war.
(Regie: Andreas Neumann und Josh Homme – Mit Iggy Pop, Josh Homme, Matt
Helders, Dean Fertita – 81 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

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