14.02.2018 - 13:12 Uhr

Die Kino-Neustarts im Überblick Oscar-Favorit und bildgewaltiges Märchen

Zwei Golden Globes, den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig und 13 Oscar-Nominierungen – recht viel besser geht es nicht. Mit „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“: bingt Guillermo del Toro einen außergewöhnlichen Film mit fabelhaften Bildern ins Kino. 

von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Die Filmstarts

„Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“: Der Film ist der diesjährige Oscarfavorit: In dem ungewöhnlichen Drama erzählt der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro von einer stummen Putzfrau, die in einem wissenschaftlichen Geheimlabor ein aus dem Amazonas entführtes Wasserwesen entdeckt. Die beiden Außenseiter nähern sich an und verlieben sich ineinander. Del Toro kreiert mit „Shape of Water“ ein seltenes Kinojuwel: ein fantasievolles und bildgewaltiges Märchen, das für gleich 13 Oscars nominiert ist. In den Hauptrollen sind unter anderem Sally Hawkins, Michael Shannon und Richard Jenkins zu sehen.
(Regie: Guillermo del Toro – Mit Sally Hawkins, Michael Shannon und Richard Jenkins – 123 Minuten – frei ab 16 Jahren) (dpa)

„Alles Geld der Welt“: Nicht nur die Story ist spektakulär: „Alles Geld der Welt“ dreht sich um die wahre Geschichte des Teenagers John Paul Getty III, der 1973 in Italien entführt wurde. Sein Großvater, der Ölmilliardär Jean Paul Getty, weigerte sich zunächst, Lösegeld zu zahlen. Regisseur Ridley Scott liefert einen intelligenten, packenden Thriller. Schlagzeilen machte auch Scotts Entscheidung, alle Szenen mit Kevin Spacey nach Vorwürfen sexueller Belästigung gegen den Schauspieler aus dem Film herauszuschneiden. Nun glänzt Oscar-Preisträger Christopher Plummer in der Rolle des steinreichen Patriarchen. Weitere Stars des Films sind Michelle Williams als verzweifelte Mutter und Mark Wahlberg als Sicherheitsberater.
(Regie: Ridley Scott – Mit Michelle Williams, Christopher Plummer und Mark Wahlberg – 133 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

„Black Panther“: Black Power auf der ganzen Linie: Die Marvel-Studios bringen mit „Black Panther“ einen afro-amerikanischen Superhelden in die Kinos. Chadwick Boseman («Gods of Egypt») spielt den Königssohn T'Challa, der nach dem Tod seines Vaters in sein technologisch hochentwickeltes afrikanisches Königsreich Wakanda zurückkehrt. Dort kämpfen etliche Gruppen um die Macht, T'Challa alias Black Panther muss für Ordnung sorgen. Unter der Regie von Ryan Coogler („Creed:
Rocky's Legacy“) gibt es eine ganze Riege schwarze Stars zu bewundern, darunter Oscar-Gewinnerin Lupita Nyong'o („12 Years A Slave“), Angela Bassett, Michael B. Jordan, Forest Whitacker oder der gerade für einen Oscar nominierte Daniel Kaluuya („Get Out“). Der Soundtrack zum Action-Spektakel stammt vom Hip-Hop-Giganten Kendrick Lamar.
(Regie: Ryan Coogler – Mit Chadwick Boseman, Lupita Nyong'o und Daniel Kaluuya – frei ab 12 Jahren – 134 Minuten) (dpa)

„Wer ist Daddy“: Ein ungleiches erwachsenes Brüderpaar auf der Suche nach seinem leiblichen Vater: Owen Wilson (Kyle) und „Hangover“-Star Ed Helms (Pete) wühlen sich in der Hollywood-Komödie „Wer ist Daddy?“ durch die Vergangenheit ihrer Mutter. Glenn Close spielt die Lebefrau, die nicht weiß, wer der Erzeuger ihrer Zwillinge ist. Über Jahre spinnt sie stattdessen Lügen über einen erfundenen Vater, der früh an Darmkrebs gestorben sein soll. Durch einen Zufall fliegt das aber auf und die Entdeckungsreise beginnt. Inszeniert wurde die Komödie von «Hangover»-Kameramann Lawrence Sher, der damit sein Regiedebüt gibt.
(Regie: Lawrence Sher – Mit Owen Wilson, Ed Helms und Glenn Close – 113 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

„Die Grundschullehrerin“: Florence geht gänzlich in ihrem Beruf auf – als Lehrkraft an einer Schule im französischen Grenoble versucht sie ihrer fünften Klasse auf dem Weg in ein möglichst sinnvolles, ein möglichst erfülltes Leben eine starke Hilfe zu sein. Dabei hat Florence (Sara Forestier aus „Der Name der Leute“) auch privat mehr
als genug um die Ohren: als allein erziehende Mutter eines Sohnes, der viel lieber zu seinem Vater ziehen würde. Und als ob das alles nicht genug wäre für die junge Lehrerin, wird sie eines Tages auch noch mit einem besonders schwierigen Schüler konfrontiert. Sacha fällt nicht nur durch sein aggressives Verhalten auf. Offenbar wird der Junge zuhause auch komplett vernachlässigt.
(Regie: Hélène Angel – Mit Sara Forestier, Vincent Elbaz und Albert Cousi – 105 Minuten – ohne Angabe von FSK) (dpa)

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