01.02.2018 - 10:25 Uhr

Die Kino-Neustarts im Überblick Rapper, Hexen und der schlechteste Film aller Zeiten

Diese Woche gibt es die ganze Bandbreite bei den Filmstarts: Rapper „50 Cent“ an der Seite von Gerard Butler im Actionstreifen „Criminal Squad“. Für die Kinder läuft „Die kleine Hexe“ an. Mit „Maze Runner 3: Die Auserwählten in der Todeszone“ kommt eine Fortsetzung ins Kino. Regisseur und Hauptdarsteller James Fanco erzählt in „The Disaster Artist“ die Entstehung des schlechtesten Films aller Zeiten. Außerdem ist Daniel Day-Lewis ein letztes Mal als Schauspieler in „Der seidene Faden“ zu sehen. 

von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Die Filmstarts

„Criminal Squad“: Als „weltweite Hauptstadt des Bankraubs“ wird Los Angeles in „Criminal Squad“ vorgestellt – entsprechend schwer bewaffnet geht eine Gruppe ehemaliger Elitesoldaten ans Werk, als sie sich in die US-Zentralbank einschleusen und mit 30 Millionen Dollar in unmarkierten Scheinen davon spazieren will. Aber ein Bösewicht ist nur dann wirklich böse, wenn er Katz' und Maus mit einem „Good Guy“ spielen kann. Und weil der Polizist „Big Nick“ O'Brien nicht nur heftig trinkt und Prostituierte besucht, sondern eine ganze Band an kriminellen Ermittlern anführt, ist der Showdown zwischen den Alpha-Tieren so gut vorprogrammiert. Vor der Kamera stehen Gerard Butler, der Rapper „50 Cent“ alias Curtis Jackson und Pablo Schreiber.
(Regie: Christian Gudegast – Mit Gerard Butler, Pablo Schreiber und 50 Cent - keine Angaben zur Filmlänge und FSK-Freigabe) (dpa)

„Die kleine Hexe“: Wie wird man eine gute Hexe? Das verrät der Schriftsteller Otfried Preußler in seinem Kinderroman „Die kleine Hexe“. Generationen von jungen Lesern in aller Welt haben das Buch seit seinem Erscheinen 1957 begeistert gelesen. Nun kommen die vergnüglichen Abenteuer auch ins Kino: Karoline Herfurth spielt die Hexe, die mit 127 Jahren noch zu jung ist, um in der Walpurgisnacht mit den Großen auf dem Blocksberg zu tanzen. Weil sie aber trotzdem dabei sein will, soll sie beweisen, was sie kann und 7892 Zaubersprüche aus dem dicken Hexenbuch auswendig lernen.
(Regie: Michael Schaerer – Mit Karoline Herfurth, Suzanne von Borsody und Axel Prahl – 103 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

„Maze Runner 3: Die Auserwählten in der Todeszone“: Nachdem Teresa ihre vermeintlichen Freunde verraten hat, hat die Forschungsstation außer Thomas fast alle Auserwählten gefangen genommen. Der Grund: Aus dem Blut der Teenager lässt sich ein Heilmittel gegen das gefährliche Brandvirus gewinnen. Nun liegt es an Thomas und den letzten übrig gebliebenen Rebellen, den brutalen Anführer Hanson zu stürzen und ihre Freunde aus dessen Gewalt zu befreien. Dafür müssen sie dorthin zurück, wo alles begonnen hat: ins Labyrinth. Nach ihrem beschwerlichen Weg aus dem Labyrinth und der kräftezehrenden Flucht durch die Brandwüste, führt es Thomas und die Auserwählten fürs Finale der „Maze Runner“-Reihe zurück zu den Ursprüngen. Ein Jahr nach der unfallbedingten Startterminverschiebung dürfen sich die Fans auf ein packendes Finale freuen.
(Mit Dylan O'Brien, Kaya Scodelario, Aidan Gillen und Thomas Brodie-Sangster – 142 Minuten – FSK o.A.) (dpa)

„The Disaster Artist“: Es ist ein Film über die Entstehung eines Films, der wegen grober Drehbuchfehler und schlimmer Dialoge zu den schlechtesten Kinowerken aller Zeiten zählt. Regisseur und Hauptdarsteller James Franco hat sichtlich Spaß daran, den exzentrischen Filmemacher Tommy Wiseau und dessen Film „The Room“ (2003) aufs Korn zu nehmen. Für seine Leistung gewann der Kalifornier bereits einen Golden Globe als bester Komödien-Darsteller. Franco holt seinen jüngeren Bruder Dave, Alison Brie, Zac Efron, Seth Rogen und in Nebenrollen Bryan Cranston, Sharon Stone und Melanie Griffith an Bord.
(Regie: James Franco – Mit James Franco, Dave Franco, Seth Rogen und Alison Brie – 104 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

„Der seidene Faden“: Im Großbritannien der 1950er Jahre entwirft Mode-Designer Reynolds Woodcock (Daniel Day-Lewis) mit viel Auge fürs Detail hochwertige Kleider für betuchte Kundinnen und die Hochzeiten von Königshäusern. Auch im Alltag ist er ein Besessener, der seine Beziehungen auch schon einmal wegen zu großer Fröhlichkeit am Frühstückstisch vor die Tür setzt. Schließlich lernt Woodcock aber bei einer Landpartie die Bedienung Alma (Vicky Kreips) kennen, die zunächst nur wie die neueste Muse seiner langen Parade wirkt – ihm aber schließlich nach und nach klar macht, warum er auch nicht ohne sie auskommen wird. Erfolgsregisseur Paul Thomas Anderson macht aus seinem Modedrama einen exzellent besetzten und ausgestatteten Rosenkrieg, der zurecht für sechs Oscars nominiert ist.
(Regie: Paul Thomas Anderson – Mit Daniel Day-Lewis, Vicky Krieps und Lesley Manville – 131 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)

„Das Leben ist ein Fest“: Max organisiert seit Jahren riesige Hochzeiten. Doch diesmal wird das Fest zu einer Katastrophe. Das Fleisch für das Buffet ist schlecht geworden, der Fotograf benimmt sich völlig daneben, die Band hat kurzfristig abgesagt und sein Team rebelliert gegen den Wunsch des Bräutigams, sich wie am Hofe des französischen Sonnenkönigs zu kostümieren. Mit „Das Leben ist ein Fest“ haben die Regisseure des Welterfolgs „Ziemlich beste Freunde“ Olivier Nakache und Eric Toledano erneut eine Komödie gedreht. Für die Hauptrolle konnte das Duo Jean-Pierre Bacri gewinnen, einen der bekanntesten Komödianten Frankreichs. Weitere Darsteller sind Gilles Lellouche, Suzanne Clément und Vincent Macaigne.
(Regie: Olivier Nakache und Eric Toledano – Mit Jean-Pierre Bacri, Jean-Paul Rouve und Gilles Lellouche – 117 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

„Licht“: Als Kind ist Maria Theresia Paradis plötzlich erblindet. Von ihrem Umfeld vornehmlich angestarrt und gemieden, flüchtet sie sich in das Klavierspiel und wird zu einer der talentiertesten Musikerinnen ihrer Zeit, bis sie sich auf Anraten ihrer Eltern in die Behandlung des Heilers Franz Anton Mesmer begibt. Während ihn Kritiker für einen Scharlatan halten, gelingt es ihm mit Hilfe streitbarer Methoden, Maria das Augenlicht zurückzugeben. Zunächst nur schemenhaft, erkennt die junge Frau nach und nach Formen und Farben, verliert dadurch aber auch ihr Gespür für das Klavierspiel. Ende des 18. Jahrhunderts begann die blinde Pianistin Maria Theresia Paradis, sich trotz der strengen Regeln bei Hof für sich und ihre Belange einzusetzen – „Licht“ ist das dazugehörige, faszinierende Biopic dazu.
(Mit Maria Dragus, Devid Striesow, Lukas Miko und Katja Kolm – 97 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)

„The Woman who left“: Man braucht einen sehr langen Atem für dieses Kinostück. Weist der Film doch eine Gesamtlänge von deutlich mehr als drei Stunden auf. In dieser Zeit bringt uns der philippinische Regisseur Lav Diaz die Geschichte einer Frau näher, die dreißig Jahre wegen Mordes im Gefängnis verbracht hat. Und das ohne Schuld. Nach drei Dekaden aber tauchen neue Beweise auf - und schließlich darf Horacia das Gefängnis verlassen. Die Jahre hinter Gittern haben der Frau fast alles genommen. Was Horacio aber mit herausnimmt aus dem Gefängnis, ist ihr Hass auf den Mann, der ihr einst die Freiheit raubte. Bei den Filmfestspielen von Venedig wurde „The Woman who left“ 2016 mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.
(Regie: Lav Diaz – Mit Charo Santos-Concio, John Lloyd Cruz und Michael De Mesa – 228 Minuten – FSK o.A.) (dpa)

„Freddy/Eddy“: Dieser Thriller wurde schon bei einigen Festivals ausgezeichnet. So gab's etwa bei den renommierten Hofer Filmtagen den „Heinz-Badewitz-Preis“ für die beste Nachwuchsregie eines Erstlingswerks. Die Regie kommt von der jungen Regisseurin Tini Tüllmann, die in dem 90-Minüter von einem Maler berichtet, dessen Leben aus den Fugen gerät. Nicht nur, dass er seine Frau auf brutale Art und Weise zusammengeschlagen haben soll. Auch Eddy, des Malers imaginärer Freund aus Kindheitstagen, taucht wieder auf. Zum Ensemble dieses eher kleinen Films gehören einige renommierte deutschsprachige Schauspieler wie etwa Robert Stadlober, Katharina Schüttler, Burghart Klaußner und Jessica Schwarz.
(Regie: Tini Tüllmann – Mit Felix Schäfer, Greta Bohacek und Jessica Schwarz – 94 Minuten – frei ab 16 Jahren) (dpa)

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