09.05.2018 - 10:18 Uhr
Oberpfalz

Die Kino-Neustarts im Überblick Sprechende Hunde und gigantische Bestien

„Isle of Dogs – Ataris Reise“ feierte im Februar bei der Berlinale Premiere. Der Stop-Motion-Film begeisterte bei der Festival-Eröffnung das Publikum. Der neue Streifen von Wes Anderson spielt in einer Exilkolonie für Hunde. Klingt ungewöhnlich – ist es auch. Mehr Mainstream gibt es da schon bei „Rampage – Big Meets Bigger“ zu sehen, wenn Dwayne Johnson auf gigantisch große Monster trifft – fliegende Werwölfe zum Beispiel. 

Der neue Wes-Anderson-Film "Isle of Dogs - Ataris Reise" feierte auf der Berlinale seine Weltpremiere.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Die Filmstarts

„Isle of Dogs – Ataris Reise“: Im Japan der Zukunft ist die Hundepopulation zu groß geworden. Ein Großteil der Vierbeiner leidet an der auch für Menschen gefährlichen Hundegrippe, die die Regierung zum Handeln zwingt. Diese verordnet, sämtliche Hunde auf eine abgelegene Insel namens Trash Island zu deportieren – eigentlich eine Mülldeponie.

Hier werden die Streuner ihrem Schicksal überlassen und kämpfen sich Tag für Tag durch Essensreste und Abfall, bis eines Tages ein kleiner Junge namens Atari auftaucht. Eine kleine Hunde-Gruppe nimmt sich seiner an. Boss, Chief, Duke, King und Rex erfahren von Ataris Plan: Er ist der Pflegesohn des Bürgermeisters und auf der Suche nach seinem Leibhund Spots. Möglicherweise könnte Atari seinen Vater ja dazu bringen, die Hunde wieder auf dem Festland zuzulassen, wo Wissenschaftler längst ein Serum gegen die Hundegrippe entwickelt haben. „Isle of Dogs“ ist das neue Animationsabenteuer von Regisseur Wes Anderson.
(Regie: Wes Anderson – Im Original mit den Stimmen von Bill Murray, Edward Norton, Bryan Cranston, Scarlett Johansson, Liev Schreiber – 102 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)

„Rampage – Big Meets Bigger“: In dem Monsterfilm muss sich Actionstar Dwayne Johnson („Pain & Gain“) mit gigantischen Bestien rumschlagen: Der Ex-Marine David Okoye arbeitet im Zoo und hält nicht viel von anderen Menschen. Sein bester Freund ist ein Gorilla namens George, den er selbst aufgezogen hat. Aber ausgerechnet George mutiert plötzlich zu einem gigantischen, wilden Monster. Kurz darauf sorgen weitere mutierte Bestien für Zerstörung, Angst und Schrecken. Gemeinsam mit der Gentechnikerin Dr. Kate Caldwell (Naomie Harris) sucht Okoye nach einem Gegenmittel für George und versucht dann mit Hilfe des Riesenaffen die anderen Monster aufzuhalten. Der Film wurde von der gleichnamigen Videospiele-Reihe inspiriert.
(Regie: Brad Peyton – Mit Dwayne Johnson, Naomie Harris und Jeffrey Dean Morgan – 107 Minuten – FSK o.A.) (dpa)

„I feel pretty“: Renee (Amy Schumer) ist unglücklich. Während alle um sie herum ein scheinbar perfektes Leben führen, entspricht die Blondine dem Inbegriff des Durchschnitts. Mit ein paar Kilos zu viel auf den Rippen meldet sich die junge Frau eines Tages in einem Fitnessstudio an. Hier passiert es: Nach einem Schlag auf den Kopf ist plötzlich alles anders. Renee vergisst ihre körperlichen Problemzonen, nimmt sich fortan als wunderschöne, begehrenswerte Frau wahr und treibt mit ihrem neu gewonnenen Selbstbewusstsein ihr gesamtes Umfeld auf die Palme. Sie heuert bei einem gefragten Modelabel an, wo sie die Karriereleiter immer weiter nach oben klettert. Auch in der Liebe läuft es plötzlich ganz ordentlich. Doch was passiert, wenn sich Renee wieder so wahrnimmt wie sie wirklich ist?
(Regie: Abby Kohn und Marc Silverstein – Mit Amy Schumer, Michelle Williams und Naomi Campbell – 110 Minuten – FSK o.A.) (dpa)

„Der Buchladen der Florence Green“: Was macht eine Witwe mittleren Alters Ende der 50er Jahre in einem Fischerdorf in England? Wieder heiraten? Andere Damen
zum Tee treffen? Florence Green (Emily Mortimer) hat eine andere Idee. Sie öffnet einen Buchladen. Dass das nicht bei allen gut ankommt, war zu erwarten. Dass ihr die einflussreiche Bewohnerin Voilet Gamart (Patricia Clarkson) alles kaputtmachen will, hätte Florence so aber wohl nicht gedacht. „Der Buchladen der Florence Green“ basiert auf dem viel gelobten Roman „Die Buchhandlung“ der britischen Autorin Penelope Fitzgerald.
(Regie: Isabel Coixet – Mit Emily Mortimer, Bill Nighy und Patrica Clarkson – 110 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

„Was werden die Leute sagen“: Nisha führt ein Doppelleben. Bei ihren norwegischen Freunden ist sie ein normaler Teenager: Basketball, Ausgehen, vorsichtige Flirts. Die Familie darf davon nichts wissen: Hier ist Nisha das brave, fleißige pakistanische Mädchen, das Traditionen und Eltern ehrt. Bis ihr Vater sie mit einem Jungen erwischt und Nishas europäisches Leben zerstört. Regisseurin Iram Haq erzählt die
Geschichte einer schmerzhaften Liebe zwischen Eltern und Kind, die kein glückliches Ende nehmen kann. Und die 42-Jährige erzählt damit ihre eigene Geschichte: Als 14-Jährige wurde sie selbst von ihren Eltern nach Pakistan entführt. Trotzdem gelingt es Haq, Nisha nicht nur als Opfer und ihre Eltern nicht zur als Täter darzustellen.
(Regie: Iram Haq – Mit Maria Mozhdah und Adil Hussain – 106 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

„Wahrheit oder Pflicht“: Kaum ein Horrorfilm, der in den vergangenen Jahren so viel Lob einheimsen konnte wie „Get Out“. Für das Werk gab's 2018 sogar einen Oscar für das beste Originaldrehbuch. Produzent Jason Blum, von dem auch Titel kommen wie „Happy Deathday“, kredenzt uns nun zusammen mit Regisseur Jeff Wadlow ein neues Gruselwerk: In „Wahrheit oder Pflicht“ (im Original: „Truth or Dare“) lässt sich Studentin Olivia von einer Freundin dazu überreden, ihre Ferien in Mexiko zu verbringen. Dort landet sie schließlich, zusammen mit anderen jungen Leuten, in einer mysteriösen Höhle. Während des Partyspiels Wahrheit oder Pflicht droht die Stimmung zu kippen, als einer der Anwesenden von einem Fluch berichtet.
(Regie: Jeff Wadlow – Mit Violett Beane, Lucy Hale und Tyler Posey – 101 Minuten – frei ab 16 Jahren) (dpa)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp