14.03.2018 - 20:39 Uhr

Die Kino-Neustarts im Überblick "Tomb Raider" erhält Neuverfilmung

Bei den Kinostarts dürfte wirklich für jeden Filmfan etwas dabei sein. Egal ob Neuverfilmung, Dokumentation, Kinderstreifen oder sehenswertes Arthaus - diese Woche ist die ganze Bandbreite geboten. 

Alicia Vikander als Lara Croft in „Tomb Raider“.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

„Tomb Raider“ kommt nach der ersten Verfilmung vor 17 Jahren erneut auf die Leinwand. Diesmal spiel aber nicht mehr Angelina Jolie die Hauptrolle, sondern Alicia Vikander. Auch die Dokumentation „Unsere Erde“ erhält eine Fortsetzung. Sehenswert könnte in jedem Fall „Florida Project“ mit Willem Dafoe sein.

Die Filmstarts

„Tom Raider“: Schon die Computerspiele mit der Heldin „Lara Croft“ waren seit Mitte der 1990er Jahre weltweit ein enormer Erfolg. Und auch die Kino-Verfilmungen mit Angelina Jolie in der Hauptrolle sorgten für jede Menge Wirbel. Nun wird die Reihe neu gestartet – mit einer neuen Hauptdarstellerin: In „Tomb Raider“ spielt die schwedische Oscarpreisträgerin Alicia Vikander („The Danish Girl“) die weibliche Heldin. Regie führte der bisher noch eher unbekannte Norweger Roar Uthaug; weitere Darsteller in dem Film sind Dominic West, Walton Goggins, Daniel Wu und Kristin Scott Thomas.
(Regie: Roar Uthaug – Mit Alicia Vikander, Walton Goggins und Daniel Wu – keine Angaben zur Filmlänge und FSK) (dpa)

„Maria Magdalena“: Man kennt sie als Jüngerin Jesu Christi und Zeugin seiner Auferstehung: Maria Magdalena. Im gleichnamigen Film erzählt Erfolgsregisseur Garth Davis („Lion“) nun die Geschichte hinter dieser zentralen und spannenden Figur der Bibelgeschichte. US-Schauspielerin Rooney Mara („A Ghost Story“) zeigt sich als selbstbewusste Gefährtin des charismatischen Jesus von Nazareth (Joaquin Phoenix). Um ihm zu folgen, bricht sie mit ihrer Familie und lehnt sich gegen gesellschaftliche Konventionen auf. Die Reise führt Jesus, Maria und seine Jünger nach Jerusalem, wo mehr als eine Herausforderung auf die Gruppe wartet.
(Regie: Garth Davis – Mit Rooney Mara, Joaquin Phoenix, Chiwetel Ejiofor und Tahar Rahim – 120 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)

„Winchester – Das Haus der Verdammten“: Die millionenschwere Erbin eines Waffenimperiums, Sarah Winchester (Helen Mirren), lebt Anfang des 20. Jahrhunderts in einer mysteriösen Villa im kalifornischen San José. Tag und Nacht lässt die Witwe das Haus von Handwerkern umbauen und erweitern – bis es schließlich mehr als 500 Räume umfasst. Der Psychiater Dr. Eric Price (Jason Clarke) wird damit beauftragt, den Geisteszustand der als wahnsinnig geltenden Frau zu bewerten. Obwohl der Arzt nichts von Spuk und Geistern wissen will, stellt er schnell fest, dass in dem Haus Mächte am Werk sind, die auch er nicht ignorieren kann.
(Regie: Michael und Peter Spierig – Mit Helen Mirren, Jason Clarke und Sarah Snook – 100 Minuten – frei ab 16 Jahren) (dpa)

„Florida Project“: Die sechsjährige Moonee und ihre junge Mutter Halley wohnen in dem grell lila angemalten «Magic Castle», ein Motel im sonnigen Florida, ganz in der Nähe des Freizeitparks Disneyworld. Doch ihr Alltag ist von der Glitzerwelt des „magischen Königreiches“ meilenweit entfernt. Sie gehören Amerikas Armutsschicht an. Der amerikanische Regisseur Sean Baker hatte nur ein kleines Budget, die meisten seiner Darsteller sind Laien. Willem Dafoe aber spielt den Hausmeister und Motel-Manager Bobby, der mit endloser Geduld das vergammelte Gebäude in Schuss hält und sich mit väterlicher Fürsorge um die Bewohner kümmert. Baker gelingt ein anrührendes und zugleich erschütterndes Porträt einer vergessenen Randgruppe.
(Regie: Sean Baker – Mit Willem Dafoe, Brooklynn Prince und Bria Vinaite – 111 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

„Fünf Freunde“: Die „Fünf Freunde“ gehen wieder auf Ganovenjagd: In einer verschlafenen Kleinstadt, in der sie wegen einer Autopanne mit ihrer Tante Fanny festsitzen, lernen die jungen Detektive Marty kennen. Der junge Mann berichtet ihnen von einem Tal, in dem jahrtausendealte Dinosaurierknochen vergraben liegen sollen. Glauben will dem Außenseiter in der Kleinstadt niemand. Als Marty zuhause
überfallen und ihm eine geheimnisvolle Landkarte geklaut wird, ist für George, Julian, Dick und Anne klar: Sie müssen ihrem neuen Freund helfen.
(Regie: Mike Marzuk – Mit Allegra Tinnefeld, Marinus Hohmann, Ron Antony Renzenbrinn und Amelie Lammers – 100 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)

„Der Hauptmann“: Der Film von Robert Schwentke basiert auf der Geschichte von Willi Herold, der wegen seiner Kriegsverbrechen von den Alliierten zum Tode verurteilt wurde. Am Straßenrand findet der Gefreite im Film kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs eine Hauptmanns-Uniform. Er probiert sie an - und gibt sich von diesem Zeitpunkt an als Offizier aus. Soldaten schließen sich ihm an, froh, endlich wieder Befehle ausführen zu dürfen. Die Gruppe gelangt in ein Gefangenenlager im Emsland - und verrichtet dort schlimme Kriegsverbrechen.
(Regie: Robert Schwentke – Mit Max Hubacher, Milan Peschel und Frederick Lau – 119 Minuten – frei ab 16 Jahren) (dpa)

„Unsere Erde 2“: Die Doku zeigt einen Tag auf unserem Heimatplaneten – vom Sonnenaufgang bis in die Nacht. Dabei sind Szenen aus der Natur zu sehen, die in der Realität wohl die wenigsten erleben werden. Neben Pandas werden Meerechsen ebenso aus der Nähe beobachtet wie Eintagsfliegen und Glühwürmchen. Schon der erste Teil schaffte es im Jahr 2008 in die Top fünf der deutschen Kinocharts. Der zweite Teil ist nicht minder bildgewaltig und wird in der deutschen Version von Günther Jauch gesprochen. Besonders niedlich: Ein Faultier, das auf der Suche nach der Liebe seinen Schlafplatz verlässt, extra durch einen Fluss schwimmt - und doch allein bleibt.
(Regie: Peter Webber, Richard Dale und Fan Lixin- Mit der Stimme von Günther Jauch – 94 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

„Loveless“: Boris und Zhenya schreien sich nur noch an. Ihre Ehe steht kurz vor der Scheidung. Für die Wohnung wurde bereits ein Käufer gefunden, beide sind auch schon mit anderen Partnern liiert. Dennoch wohnen Boris und Zhenya noch zusammen. Eine unhaltbar Situation, unter der vor allem ihr zwölfjähriger Sohn Alyosha furchtbar leidet, den die Noch-Eheleute in ihrem Zweikampf völlig vergessen. Bis er eines Tages spurlos verschwindet. „Loveless“ ist ein russisches Filmdrama des Regisseurs Andrej Swjaginzew. Es wurde 2017 in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.
(Regie: Andrej Swjaginzew – Mit Maryana Spivak, Alexey Rozin und Matvey Novikov – 128 Minuten – frei ab 16 Jahren) (dpa)

„Feierabendbier“: Wie weit kann die Liebe fürs Auto gehen? Magnus jedenfalls, Protagonist dieses kleinen deutschen Films, verehrt seinen Mercedes 500 SEC als wäre es sein eigenes Kind. Immer wieder wird das Auto, Jahrgang 1981, auf Hochglanz gebracht, regelmäßig werden die Sitze poliert, Ausfahrten geraten zum Ritual. Umso größer ist Magnus' Verzweiflung, als die geliebte Karre eines Tages entwendet wird. Und das auch noch direkt vor Magnus' Arbeitsplatz: der kleinen, dunklen Kaschemme namens „Feierabendbier“, mit der Magnus seine Brötchen verdient. Bei der skurrilen Komödie handelt es sich um den Erstling von Regisseur Ben Brummer. Gezeigt wurde „Feierabendbier“ bereits bei der diesjährigen Berlinale.
(Regie: Ben Brummer – Mit Tilman Strauß, Christian Tramitz und Julia Dietze – 113 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

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