Evert Groen gastiert zum Benefizkonzert in St. Vitus
Orgel erklingt für Bedürftige

Als Virtuose an der Orgel präsentierte sich erneut der Niederländer Evert Groen. Sein Spiel auf der Empore wurde über Großbildleinwand in den Kirchenraum übertragen und so für alle sichtbar. Bild: ads

Schnaittenbach. Schon seit einigen Jahren kommt der Niederländer Evert Groen im Advent in die Stadtpfarrkirche St. Vitus. Er gab dort auch heuer an der Mattesorgel ein Benefizkonzert zugunsten Bedürftiger. "Es war wieder ein Musikerlebnis der Extraklasse", freute sich Pfarrer Josef Irlbacher über den Auftritt und dessen wohltätigen Hintergrund. Hinzu kam, dass heuer deutlich mehr Gäste kamen und die Pfarrkirche bis auf den letzten Platz füllten.

Werke großer Komponisten

Die Zuhörer erlebten Evert Groen als Virtuosen an der Orgel, der die höchsten Schwierigkeitsgrade in seinen ausgewählten Stücken und Improvisationen geradezu spielerisch meisterte. Die Besucher würdigten seine Leistungen mit langanhaltendem Applaus, aber auch mit Spenden für bedürftige Schnaittenbacher. Der Gesamterlös des Konzerts betrug am Ende 457 Euro.

Nachdem Evert Groen im vergangenen Jahr die Wunschtitel der Gäste in eigenen symphonischen Improvisationen zu Gehör gebracht und dabei seine musikalischen Fähigkeiten und sein großes Talent unter Beweis gestellt hatte, reiste er heuer wieder mit einem festen Programm im Gepäck an. Nicht nur mit gezielt ausgewählten Werken großer Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Friedrich Händel und Henry Purcell, sondern auch mit Interpretationen - frei und von englischen Weihnachtsliedern - bescherte er dem Publikum Hörgenuss vom Feinsten.

Gerade bei den Variationen der englischen Stücke und seinen freien Interpretationen entlockte Evert Groen der Königin der Instrumente eine Fülle an Klangfarben, Lautstärken, Tonnuancen und Tempi - alles ohne Notenblatt - und faszinierte so vollends. Unter den ausgewählten Werken war auch ein Orgelstück mit dem Schwierigkeitsgrad 2 auf der Werteskala bis 30, das Evert Groen virtuos meisterte.

Spiel sicht- und spürbar

Wie in den Jahren zuvor wurde sein Spiel an der Orgel auf der Empore auf Großbildleinwand in den Kirchenraum übertragen. Das sollte die Funktion der Orgel bekannter machen und den Abstand zwischen Zuhörern und Organist aufheben. Die Zuhörer genossen es sichtlich, den Virtuosen über das übertragene Bild mitverfolgen zu können. Dadurch wurde sicht- und spürbar, welche "Arbeit" ein Organist vollbringt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.