28.08.2007 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Forscherinnen-Camp bei der Grammer AG: Zwölf Mädchen nehmen Sitzsysteme unter die Lupe Keine Angst vor der Technik

Zwei Sitze, zwei Klimatisierungssysteme. Welches kühlt besser, welches verbraucht weniger Energie? Und schließlich: Welcher Sitz ist der bequemere? Mit diesen Fragen befassen sich zwölf Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren. Sie beteiligen sich am Forscherinnen-Camp, einem Pilotprojekt des Bildungswerkes der Bayerischen Wirtschaft. Die Grammer AG ist die einzige Firma der Oberpfalz, die den Mädchen einen Forscherinnen-Auftrag gab.

von Kristina Sandig Kontakt Profil

Nicola Prasse (15) und ihre zwei Jahre ältere Schwester Patricia können sich für Technik begeistern. Deshalb interessierten sie sich auch für das Forscherinnen-Camp, um Arbeit und Aufgaben von Ingenieuren kennenzulernen. "Ich will mal schauen, ob das ein Beruf für mich wäre", sagt Nicola, die schon mehrere Praktika im technischen Bereich absolviert hat. Verena Croce (15), die aus der Nähe von Ingolstadt kommt, will ebenfalls mal in die Technik hineinschnuppern. "Ich habe mich zuerst eher für Design interessiert, aber da sitzt man acht Stunden lang pro Tag vor dem Computer." Gebannt lauschen Verena und die anderen Mädchen den Ausführungen von Alexandra Polster, Leiterin der Vorentwicklung im Bereich Seating Systems.

Sie erklärt, dass die Neuentwicklung eines Sitzes Jahre dauern kann. Dann geht sie detailliert auf die Arbeit in ihrer Abteilung ein. Für viele Probleme gebe es technisch hervorragende Lösungen, jedoch müssten diese auch wirtschaftlich sein. Nina Heldmann, die zusammen mit Agnes Kintopp die Mädels betreut, studiert an der Fachhochschule Amberg-Weiden: Maschinenbau im vierten Semester. Zuvor hatte sie den Beruf der technischen Zeichnerin erlernt.

Technische Berufe seien noch immer eine Männerdomäne, erklärt sie. Im Studium seien es zehn Frauen und 90 Männer. Genau da will das neue Pilotprojekt Forscherinnen-Camp ansetzen: junge Frauen für Ingenieurberufe begeistern.

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