Georg Baier stellt beim A.K.T.-Kunstverein aus
Skurriler Alltag

Georg Baier. Bild: frj

"Nur 1 x täglich anwenden" - so lautet der Titel der letzten A.K.T.-Ausstellung dieser Saison. Der Kunstverein zeigt Werke von Georg Baier. Der Künstler, 1953 im fränkischen Aurachtal geboren, kommt persönlich nach Amberg, um mit der Vernissage seine Ausstellung in den Räumen des Kulturstift zu eröffnen.

Georg Baier absolvierte eine Grafiker-Ausbildung, bevor er sich 1986 entschloss, freischaffender Künstler zu werden. 1997 erhielt er den Kunstpreis des Kunstvereins Höchstadt und hat seine Werke in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt. Darunter auch schon einmal in Amberg, nämlich in Wolfgang Münchs Galerie für Neue Kunst.

Die Arbeiten Baiers sind in Mischtechniken ausgeführt, in denen Zeichnung, Malerei und Collage jeweils ihren Teil zur Gesamtwirkung beitragen. Sie entstehen zum Teil völlig spontan, inspiriert von Gelesenem, Gehörtem oder Gesehenem, teils sind sie Ergebnisse eines länger dauernden Gedanken- und Schaffensprozesses. "Die Texte auf meinen Bildern sind meist kollagierte Bruchstücke aus Werbetexten in Hochglanzmagazinen", sagt der Künstler. Aus dem Zusammenhang gerissen und durch "unpassende" Zeichnungen konterkariert, entlarven sie die Hohlheit dieser Werbesprüche. Diese Texte sind aber nicht als Titel zu verstehen, sondern als Teil des Werks an sich. Denn das würde den Betrachter zu sehr in seiner Fantasie einschränken. Baier: "Mein Hauptsujet sind hintersinnige und skurrile Beobachtungen aus dem Alltag und boshafte Momentaufnahmen."

Georg Baier arbeitet zum großen Teil in Serien. "Wechselwirkungen" beispielsweise beschäftigt sich mit einem Netzwerk von Verstrickungen, in dem sich Dummheit, Gier, Ignoranz und Boshaftigkeit verwickelt haben. "Gesprächsstoff für drei Mäuler", ist der Titel einer weiteren Reihe. Die Vernissage beginnt am Freitag, 17. November, im Kulturstift in der Neustift 47. Die Ausstellung ist bis Samstag, 2. Dezember, freitags und samstags von 15 bis 18 Uhr zu sehen.
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