02.11.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Güldener Rosenkranz nach wie vor sehr beliebt Spirituelles Kaffeekränzchen

Der Güldene Rosenkranz unter der Federführung der Oberpfälzer Volksmusikfreunde zählt zu den beliebtesten Andachten in der Amberger Bergkirche. Das bewies sich jetzt erneut.

Die Schlichter Stubenmusi rundete das anspruchsvolle Musikprogramm des Güldenen Rosenkranzes ab.
von Adele SchützProfil

Alle Sitzplätze in der Wallfahrtskirche waren belegt und zahlreiche Besucher nahmen selbst mit unbequemen Stehplätzen vorlieb. Von Zuversicht, Hoffnung und Freude waren die stimmungsvollen Instrumentalstücke und bodenständigen Weisen zu Ehren der Mutter Gottes geprägt. Die ausschließlich regionalen Musik- und Gesangsgruppen interpretierten die Stücke mit hörbar viel Herzblut.

Als eine erneute Bereicherung des Güldenen Rosenkranzes erwiesen sich die feinsinnig-religiös geprägten Betrachtungen des Geistlichen Rats Pfarrer Bernhard Huber aus Freihung. Die Begrüßung oblag Pater Janusz seitens der Franziskanerpatres als Hausherren auf dem Mariahilfberg. Er zollte dem Organisator Hermann Frieser Dank dafür, dass er diese Traditionsveranstaltung fortführe. Damit könne sich das Kloster diese Andacht, die zu den beliebtesten im gesamten Jahresablauf zähle, bewahren.

Frieser war es auch heuer gelungen, ein anspruchsvolles musikalisches Programm auf die Beine zu stellen und regionale Musik- und Gesangsgruppen in einer gelungenen Kombination für die musikalische Gestaltung dieses Rosenkranzes zu gewinnen. Die Schlichter Sängerinnen, die Schlichter Stubenmusi, D'Schwalberer mit instrumentaler Unterstützung durch die Blechernen Sait'n aus Schnaittenbach sowie das Bläserquintett aus Hirschau musizierten und sangen zur Ehre der Gottesmutter und zur Freude über einen volksmusikalischen Genuss für die Kirchenbesucher.

Reizvolle Kombination

Mit freudig erhabenen Klängen läuteten die engagierten Musiker des Bläserquintetts vom Hirschauer Musikzug die Rosenkranzandacht gebührend ein und bereicherten sie weiter mit melodiösen Bläserklängen. Stimmungsvoll waren die Gesangsbeiträge der Schwalberer, die mit Zitherklängen von Ingrid Gericke und auf der Tuba von Franz Gericke eine hervorragende instrumentale Unterstützung bekamen. Nicht nur, dass die Kombination von Zither und Tuba außergewöhnlich ist, Gericke gelang es, ebenso zarte und dezente wie mächtige Töne auf seinem Blasinstrument anzuschlagen. Der harmonische und leidenschaftliche Gesang der Schwalberer kam unter dieser Begleitung bei den Andachtsbesuchern bestens an.

Bildsprache des Alltags

Einen schönen Kontrast setzte der Schlichter Dreigesang mit seinen klaren und hellen Frauenstimmen. Die Schlichter Stubenmusi als Instrumentalgruppe dazu rundete das anspruchsvolle Musikprogramm ab.

Erfrischend menschlich und deshalb amüsant, aber auch nachdenklich stimmend, erwiesen sich die Betrachtungen zu Maria von Geistlichem Rat Pfarrer Bernhard Huber aus Freihung. Er beschrieb diese volksmusikalische Andacht als "Kaffeekränzchen bei der Gottesmutter", zu der die gläubigen Besucher als Söhne und Töchter einer Familie gekommen waren. "Freilich müssen Sie sich den Kaffee und Kuchen denken, denn es ist bei den zahlreichen Besuchern nicht möglich, alle zu bewirten. Aber dafür gibt es eine sehr schöne Tafelmusik", erklärte der Geistliche. Es gehe um " Alltägliches, Schönes und Freudiges, aber auch Dunkles und Fehlerhaftes" in dieser familiären Runde. Ernst werde es allerdings, wenn die Gottesmutter auf ihren Sohn Jesus und dessen Leidensweg zum Kreuz zu sprechen komme, um schließlich die Zusage zu machen: "Ich bin für euch Wärme in der Kälte und Geborgenheit in Angst und Not. Mein Mantel gibt euch Schutz und Hilfe". Zum Abschluss der Andacht spendete Pater Janusz den Andachtsbesuchern noch den Segen und lud sie zur leiblichen Stärkung in das Kloster ein.

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