Hanna Kosse (87) und Tochter präsentieren ihre Kunst
Nach Pampers und Pubertät

Hanna Kosse (links) und ihre Tochter Irmgard Claußen empfangen gut gelaunt ihre Gäste. Und präsentieren ihre Kunstwerke. Zu sehen sind diese bis Ende April sonntags nach den Gottesdiensten von 11 bis 12.30 Uhr.
Kultur
Amberg in der Oberpfalz
21.02.2018
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Glücklich waren die drei Künstler sicherlich über den großen Besucherandrang am Samstagabend bei ihrer Vernissage in den Räumen des Christlichen Zentrums an der Fleurystraße. Denselben Eindruck machten auch die Besucher beim Betrachten der Werke. Die durchwegs gut komponierten Bilder in Farbe, Öl und Aquarell zeugten von einer großen Liebe zur Malerei. Gestaltung und Technik ließen keinen Zweifel an der Professionalität der begabten Familie, die ausstellte.

Die 87 Jahre alte Hanna Kosse hatte mit Tochter Irmgard Claußen und Sohn Lothar Kosse Arbeiten aus den vergangenen 30 Jahren zusammengestellt, um sie hier in Amberg feierlich vorzustellen. Dabei umrahmte der professionelle Musiker Lothar Kosse mit seiner Frau Margarete unplugged die Veranstaltung und gab in einer launigen Rede einen kurzen Einblick hinter die Kulissen von "Man könnte von Glück sprechen - Kunstwerke einer Familie". Dabei erklärte der studierte Architekt freimütig, dass er in den vergangenen zwei Monaten auf Druck der Damen mit Bildern "ranklotzen" musste, da er beruflich nicht den Weg der darstellenden Kunst, sondern den der Musik gegangen sei. Seine Schwester hatte die Idee zu der Ausstellung in Amberg, aber einen geeigneten Titel zu finden, sei dabei die größte Herausforderung gewesen.

Mutter Hanna hatte mit 50 Jahren, nachdem sie den Nachwuchs "durch Pampers und Pubertät geführt" hatte, zu malen begonnen und kann auf mehr als drei Jahrzehnte des Schaffens zurückgreifen. In ihrer Heimat Hildesheim stellte sie bereits mehrmals aus, doch das erste Mal zusammen mit ihren Kindern hier in Bayern. Irmgard Kosse lebt in Nürnberg, ihr Bruder in Köln. Somit war die gemeinsame Organisation ein Projekt, das über die geografischen Distanzen den Zusammenhalt der Familie forderte und förderte.

Diese Veranstaltung soll der Auftakt zu einer Reihe werden, in der zweimal jährlich die Räume an der Fleurystraße genutzt werden. Geplant ist als nächstes eine Themenausstellung, die offen ist für unterschiedliche Künstler und ihre Werke.
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