08.11.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Junge Musiker des Bayerischen Landesjugendorchesters gaben Kostproben ihres Könnens im ...: Hochklassige Kammermusik von jungen Talenten

Von Johann Frischholz

Eine Woche lang probten die Absolventen des Kammermusikkurses des Landesjugendorchesters im Max-Reger-Gymnasium. Zum Abschluss gab es Konzerte im Kongregationssaal. Bild: Wolfgang Steinbacher
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Amberg. In mehreren Ensembles - vom Trio bis zum Oktett - erarbeiteten sie Werke klassischer Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart, dessen Sätze Largo und Allegro moderato aus dem Bläserquintett Es-Dur mit dem heiter dahinfließenden Andante aus Franz Schuberts Oktett F-Dur den Auftakt für ein hochklassiges Musikerlebnis bildeten.

Ebenso zu den Standardwerken der Kammermusik gehört das Klarinettenkonzert h-moll von Johannes Brahms, das in dem erlesenen Programm nicht fehlen durfte. Das Werk des Hamburger Komponisten leitete über zum "modernen" Teil, mit ausgewählten Stücken aus der Spätromantik und solche, die exemplarisch für das 20. Jahrhundert stehen beziehungsweise die zeitgenössische Musik der ersten Jahrhunderthälfte vorweg nahmen. Leos Janáceks "Mladi" benanntes Bläserquintett und ein Streichquintett von César Franck erklangen, bevor das Streichquartett "Il Tramonto" des Italieners Ottorino Respighi zum Abschluss dran war.

Einen richtigen Ausflug in die moderne Musik - der Komponist weilt noch unter den Lebenden - brachten Anette Knab an der Flöte und Teresa Braun mit ihrer Klarinette, unterstützt vom ihrem Dozenten Professor Jörg Krämer an der zweiten Flöte im Kongregationssaal zu Gehör. Letzterer sah sich auch veranlasst, ein paar Worte über das Werk "Drei Hirten" und den Komponisten Rodion Schtschedrin zu verlieren, denn die Aufführungspraxis ist etwas ungewöhnlich. Aus der Sakristei im Kongregationssaal ertönte zunächst die schwermütige Melodie einer Flöte, bevor Anette Knab dann mit gemäßigtem Schritt den zur Bühne umfunktionierten Altarraum betrat.

Nach ihr kamen dann im Laufe des Stücks, in dem sein Schöpfer traditionelle Weisen aus der Welt der Bauern in den Tiefen des alten Russland verarbeitete, Kollegen nach vorne, um gegen Ende in umgekehrter Reihenfolge wieder nach hinten zu verschwinden und das Hirtenlied leise ausklingen ließen. Gar nicht leise war der Applaus, den das Trio und auch alle anderen, die an diesem Abend auftraten, zu hören bekamen.

Anette Knab

Anette Knab aus Lintach, die beim Bayerischen Landesjugendorchester Flöte spielt, machte dieses Jahr ihr Abitur am Max-Reger-Gymnasium und ist zurzeit an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg. Allerdings ist sich die 18-Jährige noch nicht sicher, ob sie später professionell Musik machen möchte. Sie nimmt sich für die Entscheidung über ihr weiteres berufliches Leben noch etwas Zeit. Dabei ist die begabte Musikerin nicht nur auf ihr Hauptinstrument Flöte beschränkt, sie spielt nebenher auch noch Klavier. Einen ganz speziellen Lieblingskomponisten hat sie noch nicht gefunden. Sie hört natürlich viel klassische Musik, aber auch die aktuellen Radio-Hits. (frj)

 

 

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