15.10.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Kurzfilmfestival mit hohem Anspruch Kein AKUTer Mangel an Interesse

Wofür das "T" wohl in der Abkürzung AKUT stehen mag? Amberger KUrzfilm, das ist klar. Dann Tag oder Tage, wobei es doch um einen Abend oder eine ganze Nacht geht? Egal: "AKUT die Fünfte!"

Der schießt den Vogel ab!
von Karin HegenProfil

"Es wäre seit sechs Jahren Premiere, wenn unser Abstimmungssystem einmal reibungslos klappen würde", begrüßte ein gut gelaunter Martin Frey am Freitagabend das zahlreiche Publikum. Wie jedes Jahr hieß es im 60er-Jahre-Ambiente des Ringtheaters "(Kurz-)Film ab!". 18 Beiträge standen auf dem Programm, sie waren als Finalisten aus über 100 Einsendungen ausgewählt worden. Frey war nicht nur von der Menge an Wettbewerbsteilnehmern, sondern auch vom Zuschauerandrang begeistert. "Hoffentlich reicht unser vorbereiteter Imbiss für alle."

Zur Einstimmung gab es drei Beiträge von Nachwuchsfilmemachern, die nicht in die Wertung fielen. Das waren die Grundschule Rieden mit einem lustigen Musikclip, die Mittelschule aus Amberg mit einem Ratgeber gegen Mobbing im Netz und etwas zum Gruseln von der Luitpoldschule mit dem Titel "Die Nacht der Rache". Auch wenn die Geschmäcker bekanntlich sehr verschieden sind, so stimmten die Jury und Kinobesucher derart homogen, dass sich letztlich nichts am Ergebnis änderte. Das Thema Vorlieben - hier bei der Suche nach einem Radiosender - prägte passend den witzig in Szene gesetzten Beitrag von Sven Hegen aus Amberg. Er wurde mit dem Regionalpreis ausgezeichnet. "Van Riper" von Lucas Lemnitzer aus München ist eine gefühlvolle Geschichte von Liebe auf den ersten Blick, die in einer starken Pointe endet. Dafür wurde der Autor mit dem dritten Platz belohnt. Als Zweitplatzierter ging Oliver Ott aus Kiel mit seinem Werk "Triplet" aus dem Wettbewerb. In rasanten Sequenzen mit tollen Übergängen stellen drei Schauspieler Schlüsselszenen großer Kinoklassiker nach. Aber den AKUT-Vogel abgeschossen hat Dave Lojek aus Berlin mit "Das sprichwörtliche Glück". Damit stand der Sieger für dieses Jahr fest. Urkomisch hat der Preisträger nur allzu bekannte Redewendungen wortwörtlich nachgespielt. Indem er die Sequenzen auch noch mit englischen Untertiteln versah, gewannen die Szenen noch mehr an Absurdität. Wer für Halloween noch etwas zum Erschrecken benötigt, sollte sich "Selfie from Hell" von Meelah Adams aus Köln ansehen. Die Verantwortlichen brachten den Schocker als Schlussbeitrag im Wettbewerb und jeder, der aufgrund der Länge des Abend schon etwas dösig geworden war, wurde durch manch einen lauten Schreie von Sitznachbarn wieder hellwach. Mitten in der Nacht dazu.

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