Markus Engelstädter, Steffi Denk, Lisa Wahlandt und die Divettes
Christmas-Special längst Kult

Markus Engelstädter, Steffi Denk, Lisa Wahlandt und die Divettes boten im Stadttheater ein kultiges Programm. Bild: Wolfgang Steinbacher
Kultur
Amberg in der Oberpfalz
22.12.2016
133
0

Angekündigt war "A Special Night before Christmas" - Markus Engelstädter, Steffi Denk, Lisa Wahlandt und die Divettes hielten, was sich das Publikum von ihnen versprochen hatte.

Von Marielouise Scharf

Amberg. Wenn das Sänger-Trio Lisa Wahlandt, Steffi Denk und Markus Engelstädter, die drei Divettes und die sechsköpfige Band bei "The Special Night(s) before Christmas" fröhliche und fetzige Weihnachten wünschen, dann gibt es im Stadttheater kein Halten mehr. Diese Veranstaltung kurz vor Heiligabend hat mittlerweile Kultcharakter.

Nicht Trachtenjanker und staade Volksweisen geben den Ton an, sondern es werden - bis auf die Zugabe mit "Süßer die Glocken nie klingen" - ausschließlich englischsprachige Songs frisch und in ganz besonders witzigen und mitreißenden Arrangements gesungen. Die Interpretationen haben eigenständigen Charakter, der Vortrag ist bis ins Detail präzise. Das Ergebnis ist eine hervorragende Show, die keinen im Publikum im voll besetzten Haus unberührt lässt. Mit Temperament, tollen Liedern und flotten Texten verbreiten die Akteure gute Laune.

So auch mit "Mr. Santa". Ursprünglich lautete der Titel von The Chordettes ja Mr. Sandman. Aber der Sandmann wird zum Heiligen umfunktioniert, der viele Spielsachen bringen soll, und Steffi Denk, die frech-fröhliche Rockröhre, kreiert die weihnachtliche Version gemeinsam mit den bestens aufgelegten Divettes Esther Baar, Annika Fischer und Margot Gerlitz eben einmal anders. Im schwarzen Glitzerkleid mit Bolero darüber, interviewt sie die selbstbewussten Bühnenpartnerinnen und hat wie so oft die Lacher auf ihrer Seite. Ein schönes Programm habe man zusammengeschnürt, mit Klassikerliedern, die zu Herzen gehen und die begeistern, verspricht sie.

Gemeinsam mit Markus Engelstädter tanzt sie durchs imaginäre Schneegestöber. Ein Hauch von Las Vegas weht durchs ehrwürdige Stadttheater wenn er mit seiner tollen Haartolle, im Glitzerjackett und dem Song "Merry Christmas everyone" oder "Jingle Bells" auftritt. Das Frankie-goes-to-Hollywood-Lied "The Power of Love" liefert er ab mit schmeichelnden Synthie-Streicherklängen. Nicht nur mit der Kraft der Liebe, sondern mehr mit der Kraft der Stimme löst er einen wahren Beifallsorkan aus. Soulig, bluesig und sehr individuell kreiert er die Lieder.

Bunte Nebelschwaden wabern über den Bühnenhimmel. Die Lichtregie zaubert farbige Muster und schillernde Lichtreflexe in die Szenerie. Sphärisch-ätherisch setzt die attraktive Lisa Wahlandt im eng anliegenden Abendkleid in Meerjungfrau-Blau mit goldener Haarmähne und glockenreiner Stimme ihre Version von Cyndi Laupers "December Child" dagegen. In kleiner Besetzung mit Glockenspiel, Triangel, Gitarre und Bass verzaubert Wahlandt das Publikum. Gemeinsam mit Uli Zrenner-Wolkenstein am Bass an ihrer Seite und mit ihrer weichen, warmen und sehr flexiblen Stimme präsentiert sie ganz bezaubernd die leise Ballade "Not about Angels". Die Top-Instrumentalisten haben da mal Pause. Sonst sind sie voll dabei und demonstrieren ihr Können.

Andreas Blüml (Gitarre), Gerwin Eisenhauer (Drums), Dominik Glöbl (Trompete) Martin Jungmayer (Saxofon) und Bernd Meyer (Piano). Im Zentrum der Schlagzeuger, der mit virtuoser Kraft seine Besen einsetzt. Softig, soulig die Trompeten- und Sax-Soli, gefühlvoll und fantastisch akrobatisch die Gitarrengriffe, standfest geerdet und einsatzfreudig der Bass und mal melancholisch, mal voll überschäumender Freude die markanten Tastenspielereien am Klavier. Ob südamerikanischer Rhythmus oder hawaiianische Klänge, ob Irish Folk oder jazzige Improvisation, alle überzeugen mit Taktgefühl und Temperament. Tosender Applaus!
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.