12.04.2017 - 17:16 Uhr
Oberpfalz

Massive Förderung für das Luftmuseum geplant Durch Amberg muss ein Luftstoß gehen

Die CSU-Fraktion im Amberger Stadtrat geht in Sachen Luftmuseum in die Offensive. "Wir haben die Einrichtung anfangs mit Skepsis begleitet", sagte Fraktionschef Dieter Mußemann am Mittwochabend bei einem Besuch in den Ausstellungsräumen.

Strahlende Gesichter gab es am Mittwoch im Luftmuseum. Der Chef der CSU-Fraktion im Stadtrat, Dieter Mußemann (rechts), will sich für eine kräftige Förderung der Einrichtung stark machen. Das freut den Initiator Wilhelm Koch (Zweiter von links) natürlich. Bild: Hartl
von Uli Piehler Kontakt Profil

"Das Museum hat sich so professionell entwickelt, dass wir jetzt mit einer massiven Förderung einsteigen wollen." Konkret geht es um die drei Wünsche, die Luftmuseumsdirektor Wilhelm Koch bei der Verleihung des Kulturpreises der Stadt an ihn geäußert hatte: 1. Die Tilgung der für die Nutzung des Klösterls bei der Stadtbau GmbH hinterlegten Bürgschaft, 2. Die Übernahme der Kosten für die Festanstellung der Volontärin, 3. Die Etablierung von Luftkunst-Objekten in der Stadt. Punkt 1 wirkt sich nicht auf den Stadthaushalt aus. Die Übernahme der Volontärin, die künftig als Geschäftsführerin des Luftmuseums fungieren soll, schlägt im ersten Jahr mit rund 35 000 Euro zu Buche. Der Betrag steigt auf 45 000 Euro pro Jahr nach fünf Jahren.

100.000 Euro sind im Zwei-Jahres-Rhythmus (und unter Vorbehalt der Finanzierbarkeit) für einen Künstler-Wettbewerb vorgesehen, dessen Ziel es ist, Objekte zum Thema Luft im Stadtgebiet zu installieren. Dazu gibt es bereits ein Konzept des Trägervereins des Luftmuseums, das die CSU-Stadträte am Mittwoch zu den Akten nahmen. Mußemann kündigte an, die drei Wünsche Wilhelm Kochs zu unterstützen. Er will nun einen entsprechenden Antrag an den Oberbürgermeister richten.

Gleich zu Beginn des Besuchs hatte Mußemann klargemacht, woher der Wind weht: Er wolle sich an ein Zitat von Bundespräsident Roman Herzog anlehnen, der einmal gesagt hat: "Durch Deutschland muss ein Ruck gehen." Auf die Lokalpolitik angewandt müsse es heißen: "Durch Amberg muss ein Luftstoß gehen." Seine Stadtratskollegen stimmten ihm unumwunden zu. "Es ist an der Zeit, dass wir endlich auf das Pferd aufspringen, das Wilhelm Koch seit Jahren reitet", sagte Stadträtin Michaela Frauendorfer.

Auch die SPD befasste sich am Mittwoch mit dem Thema. Fast zeitgleich äußerte sich deren Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth.

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