Max-Reger-Gymnasium präsentiert ganze Bandbreite des Könnens seiner Schüler
Solos, Duos, vierhändig und mehr

Nicht nur Andreas Bauer und Anna Braun zeigten beim vierhändigen Stück am Klavier perfektes Zusammenspiel. Das galt für den ganzen Musischen Abend des Max-Reger-Gymnasiums in seinem Festsaal. Bild: Steinbacher

Es sind nur noch zwei Wochen bis zum Schuljahresende. "Otto Normalverbraucher" meint: Naja, nicht mehr viel los. Motto ist, den Juli muss man halt durchhalten. Falsch gedacht. Der Musische Abend am Max-Reger-Gymnasium bewies das Gegenteil. Die Notengebung für das Instrument, das die Schüler erlernen, ist fast abgeschlossen, alle Gruppen- und Klassenvorspiele haben stattgefunden, das heißt, die Vorgaben aus dem Lehrplan sind abgehakt.

Nun stand ein Konzertabend ohne Vorschriften an. Jeder Schüler konnte zeigen, was er gelernt hat, er durfte selbst auswählen, was er gerne spielen möchte, welche Stilrichtung ihm persönlich gefällt. Und das war entscheidend für die Motivation, bis zum Schluss fleißig zu üben, alles unter der Obhut der Instrumental-Lehrer. Schüler von der fünften Klasse bis zur Q12 hatten sich für den Abend zusammengefunden; es gab Solo-Vorträge, vierhändige Darbietungen am Klavier, Duos mit zwei Akkordeons sowie Melodieinstrument und Klavier, erweitert ums Schlaginstrument. Und wer dachte, die Jugendlichen wollten nur Popmusik spielen, der hatte wieder nicht recht. Interessant war die gebotene Vielfalt der Musikepochen. Zum Beispiel Barock: Das Spiel auf der Festsaalorgel ist momentan sehr gefragt und mit Händels Ouvertüre aus der Wassermusik brillierten Sophie Rüth (Trompete, 10a) und Nina Lehner (Orgel, Q12) sowie Raphael Eckert (8a) mit einem Präludium von Bach. Am Klavier überzeugten sicher Julian Woiwode (9a) mit einer Telemann-Fantasie und Andreas Janner (5a) mit einem Präludium von J. Fischer.

Klassik für sich entdeckt

Die Klassik hatten für sich entdeckt: Lotte Kreiner (7b), die Beethovens "Für Elise" interpretierte; Franziska Müller und Christopher Lippert (5a) spielten vierhändig ein Scherzo von Diabelli. In die Romantik wurden die Zuhörer entführt von Eva Matz, Klarinette, zusammen mit Paula Neller, Klavier, beide 7a. Spätromantisch wurde es mit einem Satz aus einer Sonate von Hansen, dargeboten von Sophie Rüth (Trompete) und Julia Metzenroth (Klavier, beide 10a). In die gleiche Zeit fällt der Entertainer von Scott Joplin. Dass da aber ein ganz anderer Musikstil angesagt ist, zeigte Adrian Wiens (5b).

Natürlich durfte moderne Klavierliteratur nicht fehlen. Gefällige Musik, mit viel Witz gespielt, erklang von der Komponistin Martha Mier mit Louisiana Strut. Andreas Bauer und Anne Baum, beide Klavier und 8a, und der Surfboardboogie harmonierten; Nena Scheibl (5b), Katharina Kangler, Klavier, und Sophie Graf, Klarinette, boten vom Klavierpädagogen Hellbach ein Stück namens Disco. Wieder vierhändig am Klavier ließen Nina Eules und Ann-Kathrin Haller, beide 6b, von Proksch Seine-sucht erklingen.

Die Schüler wählten auch ganz neue Musik aus, komponiert nach 1990 bis zur aktuellen Zeit, von unterschiedlichen Richtungen angehaucht: folkloristisch, poppig, romantisch, etc. Und genau so, also musikkundig, interpretierten die Jugendlichen: Charlotte Häusler (7a), Oscar Oeckl (5b), Diana Stauber und Toni Müller, beide 7b, Luca Neller (8b), Luise Zitzmann (10a), alle am Klavier.

Mit munterer Volksmusik

Den Abschluss des Abends bildete ein Trio, stimmig von der Musik her und auch vom Zusammenspiel, mit Doris Schwager (10c), Saxofon, Lorena Eckl (10a), Klavier, und Tim Rogner (6c), Schlagzeug. Auch die Volksmusik kommt am MRG nicht zu kurz. Stefan Albertin (9a) und Nico Edenharter (6a) ließen dem Titel gemäß "Munter" ihre Akkordeons erklingen und Jakob Biener (5b) interpretierte das Lied "Wenn die Sonne ihre Strahlen" - die Begleitung zur Melodie hatte er sich selbst ausgedacht. Das Publikum sah und spürte, wie wohl Jakob sich in seinem vollgriffigen Akkorden fühlte. Insgesamt war es ein kurzweiliger, abwechslungsreicher Abend mit vielseitigem Musizieren.
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