10.11.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

"Mit Blues durchs Jahr": Martin Feldmann stellt sechste Auflage seines Kalenders "Deep down in ... Tief im Blues verwurzelt

Weiden. Attendorn-Yank Rachell mit seiner Mandoline in Farbe wählte Martin Feldmanns als Titelbild zur sechsten Auflage seines Kalenders. Unter dem Motto "Mit Blues durchs Jahr" animieren wieder herrliche Schwarz-Weiß Porträts von bekannten und unbekannten Originalen des schwarzen Blues in der Plattensammlung zu stöbern und die alten Schätze ans Tageslicht zu fördern, oder auch in den Medien nach den legendären Figuren einer Musikrichtung zu forschen, die als Ursprung der populären Musik schlechthin gilt.

Kalender "Deep down in the Blues" von Martin Feldmann. Bild: exb
von Louis ReitzProfil

Fotos der Musikgeschichte

Feldmann schoss die Fotos in den 80er Jahren auf seinen Reisen durch die USA oder auch bei zahlreichen Festivals in Europa. Er erinnert an eine Ära, die mittlerweile Musikgeschichte ist: Den Anfang macht im Januar Champion Jack Dupree, ein gern gesehener Gast in den Clubs der 70er Jahre. Auch Lonnie Brooks, Clarence "Gatemouth" Brown, Henry Gray, Hubert Sumlin, Phillip Walker und Little Willie Littlefield waren regelmäßige Gäste in Deutschland. Aber nicht nur Experten und Insidern bekannte Gestalten wie Dave Alexander, Kansas City Red, Smokey Wilson oder Floyd Jones bekommen im Kalender ihr Podium.

Highlights zum Schluss

Die ganz spezielle Atmosphäre in einem Club auf Chicagos Westside wurde im Dezember-Bild eingefangen: Eine Jam Session aus dem Jahr 1986 mit einem obskuren "Mr. Leo" und dem Gitarristen Little Smokey Smothers. Feldmann gibt zu jedem Bild kurze informative Texte in Englisch, die zu eigener Recherche auffordern. Auf der Rückseite findet sich noch ein rares Farbfoto von Thomas A. Dorsey (1899-1993), der in den 20er Jahren als Georgia Tom im Duo mit Tampa Red Berühmtheit erlangte, ehe er 1932 der "Teufelsmusik" abschwor und seitdem als Komponist von Gospelsongs Furore machte. Das Foto entstand 1981 in Dorseys Garten auf der Southside von Chicago.

Martin Feldmann arbeitete von 1985 bis 2012 als Redakteur bei der Frankfurter Rundschau. In den 1980er Jahren bereiste er mehrmals die USA und fotografierte in der Blues-Szene. Heute schreibt Martin Feldmann als freier Autor unter anderem für die "Jazzthetik" und "Bluesnews".

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Der Kalender kostet 15,90 Euro und ist erhältlich bei www.blueskalender.de

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