01.01.2018 - 16:34 Uhr
Oberpfalz

Mit "Mambo Franconia" ins neue Jahr Applausraketen für "Mambo Franconia"

Beginnen wir mit der Silvesternacht im alten Jahr. Kurz vor Mitternacht packen sechs Franken ihre Koffer und starten in ihre Heimat. Zurück lassen sie einige hundert Amberger, die nach einem feurigen Konzert mit "Mambo Franconia" das Jahr 2018 in allerbester Laune erwarten.

Mambo Franconia zelebriert einen musikalischen Schmelztiegel der Kulturen und schickt die großen Melodien der Rock- und Popgeschichte beim Silvester-Rathauskonzert auf Reisen in ferne Länder. Dafür ernten sie vom begeisterten Amberger Publikum jede Menge Applaus. Bild: Steinbacher
von Autor MSCProfil

Es ist Abend. Eigentlich ganz ruhig noch auf dem Marktplatz. Die Lichter am städtischen Pracht-Christbaum leuchten, Lichtschnüre glitzern. Im großen Rathaussaal sind bereits alle Plätze besetzt. Das Publikum in feiner Garderobe, schick-modern die Damen und festlich-formell die Herren, erwartet die Musikgruppe "Mambo Franconia" aus Nürnberg. Mit heißen Rhythmen will der kulturbeflissene Oberpfälzer das Jahr beschließen und das neue begrüßen. Den offiziellen Gruß und die Neujahrswünsche der Stadt übermittelt zuerst einmal Kulturfachkraft Marina Auer. Seit acht Jahren führt sie beinahe unbemerkt hinter den Kulissen erfolgreich Regie. Für Amberg hat sie bereits einiges bewegt und Neues in die Wege geleitet. Charmant gibt sie die Bühne frei für die Dame und die fünf Herren von "Mambo Franconia".

Flott und festlich

Sängerin Nicola Wientzek kommt ganz in rot. In flott-festlichen schwarzen Anzügen mit locker gebundener Krawatte gefallen die Musiker: Florian Bührich (Vibraphon/Marimbaphon), Sebastian Kutscher (Gitarre), Peter Adamietz (Orgel/Piano), Korbinian Stocker (Bass) und Simon Weber (Schlagzeug). Zwischen Boxen, Kabeln und Schnüren, vor dekorativen Blumenarrangements, eingerahmt von Klang- und Leuchtapparaten, Musikinstrumenten, Mikrofon- und Notenständern, Rassel- und Klappersachen sowie Geräuscherzeugern aller Art findet jeder seinen Ankerplatz.

Dann legen sie los mit ihrer Samba-Version von "Enjoy the Silence" (Genieße das Schweigen) der britischen Synthie-Pop-Band Depeche Mode. Also mit Stille und Schweigen war es zwei Stunden lang vorbei. Denn die Mambo-Franken kennen kein Erbarmen. Unter der altehrwürdigen Holzdecke im feinen großen Sitzungssaal der Stadt lassen sie einen Hit nach dem anderen von der Leine.

Fast alle sind auf Mambo, Cumbia, Merengue, Tango oder sonst wie südamerikanisch dressiert. Egal ob von Deep Purple, Metallica, Amy Winehouse, ABBA oder Michael Jackson - mittels Marimbaakrobatik und Percussion-Feuerwerk, verschnürt mit Gitarren- und Bassriffs, gefestigt durch Orgel- oder Pianosoli und zelebriert mit soulig-zarter Schmeichelstimme wird aus jeder Nummer ein individuelles Glanzstück. Als besondere Kostbarkeit sticht die Winehouse-Piazolla-Chansonfassung "Bonjour Tristesse" heraus, gesungen im eleganten Französisch und gespielt mit sensationellem Rhythmus und schweißtreibenden, spannenden, solistischen Einschüben.

"Keine Vils-Philharmonie"

In der Pause trifft man Freunde, plaudert, ist sich einig, die Truppe ist super, die Stimmung spitze, die Akustik schlecht. "Ist halt keine Vils-Philharmonie!", überlegt eine Besucherin laut und erntet ein paar Lacher. Aber was sich Hamburg leisten kann, das ist für die Oberpfälzer eben doch einige Nummern zu groß! Musikalisch haben die Franken mit ihrem Programm "Fiesta à gogo" auf jeden Fall die Latte hoch gehängt und in Hülle und Fülle gepunktet. Bei den Moderationen dürfen die sympathischen Franken aber noch nachjustieren. Auf jeden Fall ein gelungener Rathaus-Konzert-Abend, wofür die Besucher jede Menge Applaus-Raketen zündeten.

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