03.07.2017 - 11:56 Uhr
Oberpfalz

Mitarbeiter packen schon mal die Kisten ein Archiv bereitet Umzug vor

Das Stadtarchiv rüstet sich für den Umzug in den Schießl-Stadel. Ab Montag, 10. Juli, ist es deshalb erst einmal geschlossen. Nur eilige Terminsachen werden bearbeitet

Am neuen Stadtarchiv, dem ehemaligen Schießl-Stadl, laufen noch die Bauarbeiten. Derweil packen die Mitarbeiter am alten Standort die Archivalien ein. Ab Montag, 10. Juli, ist das Archiv geschlossen. Bild: Stephan Huber
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Amberg. Über Jahre hinweg war die Großbaustelle am Paulanerplatz eine Dauereinrichtung: Unter großem Einsatz der beteiligten Firmen und des städtischen Hochbauamts wurde die frühere Brauerei Schießl nicht nur von Grund auf saniert, sondern zu einem modernen, zweckmäßigen Archivgebäude ausgebaut. Damit findet der Stadtratsbeschluss vom März 2012 nun seine Entsprechung - und den Bürgern steht laut Pressemeldung der Stadt nach Abschluss der Maßnahme eine Vielzahl neuer Funktionalitäten und Dienstleistungen zur Verfügung.

Bevor es jedoch soweit ist, schließt das Stadtarchiv ab dem 10. Juli erst einmal die Pforten seines bisherigen Dienstgebäudes in der Zeughausstraße - und kann voraussichtlich erst ab 20. November wieder in vollem Umfang genutzt werden. Denn auch wenn die eigentliche "Übersiedelung" erst für Anfang Oktober auf der Agenda steht: Bis es tatsächlich losgehen kann, sind noch über 35 000 Fotografien und mehr als 7000 Bücher zu verpacken. Außerdem muss noch ein letzter Rest des Aktenbestandes in neuen, säurefreien Archivkartons verstaut werden."Wir bereiten uns bereits seit mehr als zwei Jahren auf den Umzug vor", berichtet Laura Marie Kapperer, die den Umzug als Fachangestellte des Stadtarchivs begleiten und Anfang Juli ihre Ausbildung abschließen wird. Insgesamt warten rund 7000 Kartons - ein Teil davon im Rathaus - auf den großen Tag, so Kapperer.

Keine Schulprojekte

Ein persönlicher Besuch im Stadtarchiv ist während der umzugsbedingten "Auszeit" nicht möglich. Auch die schriftliche Bearbeitung von Anfragen wird in diesem Zeitraum auf das Nötigste begrenzt. Damit gemeint sind insbesondere eilige Terminsachen wie Anfragen zu Personenstandsangelegenheiten für Nachlassverhandlungen und Staatsangehörigkeitsfragen. Diese werden trotz der Schließung bearbeitet. Eine Betreuung von Schulprojekten hingegen kann erst wieder nach dem Umzug übernommen werden.

Ab dem 20. November steht das Stadtarchiv wieder in vollem Umfang zur Verfügung. In den neuen Räumlichkeiten am Paulanerplatz können dann nicht nur ein eigener W-LAN-Hotspot und deutlich verbesserte Arbeitsmöglichkeiten angeboten werden. "Neben vielen anderen Neuerungen wird auch der neu angeschaffte Auflichtscanner einsatzbereit sein", verrät Christine Widder, die seit 1998 im Archiv angestellt ist. Sie verspricht: "Wir werden nach der Wiedereröffnung über einen längeren Zeitraum öffentliche Führungen anbieten und unser zusätzliches Angebot ausführlich vorstellen."

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