05.02.2018 - 20:10 Uhr

Musischer Abend am Max-Reger-Gymnasium Aufregung verfliegt ganz schnell

Selbst die Jüngsten aus den 5. Klassen sind dabei: Viele der Max-Reger-Gymnasiasten, die beim musischen Abend auf der Bühne stehen, zeigen ihr Können erstmals vor einem relativ großen Publikum.

Querflötistin Anja Frohmann aus der 7 a spielt das Allegro giocoso von Dieter Müller. Bilder: Wolfgang Steinbacher (3)
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Amberg. (exb) Rund 150 Schüler hatten sich dazu entschieden, sich mit einem Beitrag an dem Programm zu beteiligen, das die Qualität des musischen Gymnasiums dokumentiert. Der Reigen begann um 18 Uhr für drei 5. und zwei 6. Klassen, die in beiden Musiksälen und einem Unterrichtsraum starteten.

Vor geschlossenen Zuhörerreihen begann jede Klasse den Abend mit einem gesungenen Lied. Fein herausgeputzt, so wie es sich für ein Konzert gehört, und mit etwas Aufregung. Für so junge Jahre erstaunlich souverän und eloquent, bereiteten die Musiker die Zuhörer mit Fantasiereisen, zeitgeschichtlichen Anekdoten und Erklärungen zu Komponisten und Werksgattung auf ihr jeweiliges Stück vor. Und was für eine Vielfalt da zu hören war: Geige, Cello, Klavier, Querflöte, Klarinette bis hin zu Trompete, Posaune, Saxofon und Kontrabass, Gitarre und Schlagzeug. Und es wurde nicht nur einzeln musiziert, viele fanden sich zusätzlich zu kleinen Ensembles zusammen, als Klarinetten- oder Flöten-Duo.

Einige vorspielende Schüler wurden durch Mitschüler am Klavier begleitet - ein Einstieg in die Kammermusik. Sogar Eigenkompositionen stellten Schüler einer 6. Klasse vor. Nicht nur der musische Beitrag jedes einzelnen Fünft- und Sechstklässlers war gelungen, nein, jede einzelne Präsentation war perfekt: Alle Schüler nannten deutlich Titel und Komponisten, gaben ihre kleine Einführung, und nach dem Spiel verbeugten sie sich wie Profis beim wohlverdienten Applaus des Publikums.

Um 19 Uhr ging es weiter: Für das Konzert der 7. bis 9. Klassen mussten die Zuhörer zwar in den 4. Stock gehen, doch oben angekommen, durften sie die Musik im Ambiente des Meditationsraums genießen. Auch hier war neben vielen Soloauftritten aus der ganzen Palette des Instrumentenangebots der Schule gemeinsames Musizieren zu sehen und zu hören, genannt sei hier Dieter Müllers spritziges Allegro giocoso für Querflöte, für Klavier arrangierte Filmmusik wie "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" oder "Auf dem Meeresgrund", sowie Jazz und Blues wie der Back-Street-Blues von James Rea.

Aus jeder Musikepoche waren Werke dabei: Klassische Musik war mit Mozarts "Rondo alla turca" und Beethovens "Für Elise" vertreten, die bei so manchem Zuhörer für einen Aha-Effekt sorgte, die Romantik mit Faurés Pavan op.50 oder Mendelssohns gefühlvoll vorgetragenem Venetianischem Gondellied, die Moderne mit stilsicher gespielten Ragtimes oder vielen Werken der Klavierpädagogin Martha Mier, die es versteht, für Jugendliche moderne Pop und Rockstücke geschickt in Szene zu setzen. Als Ensemble im Meditationsraum machten junge Saxofonisten den Abschluss des Konzerts mit "Sir Duke" von Stevie Wonder.

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