01.08.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Nina Ferstl stellt im Hoten Brunner Acrylarbeiten aus Die Kirche im Mariahilfstüberl

Von Johann Frischholz

Bürgermeisterin Brigitte Netta sucht den richtigen Blickwinkel...
von Johann FrischholzProfil

Amberg . Schon vor einem Jahr hat Nina Ferstl "ihr" Zimmer im Hotel Brunner ausgestaltet. Jetzt hat sie dazu passend auch "ihre" Ausstellungen in den Räumen der Drei-Sterne-Herberge. Eigentlich hätte ja Hotelier Konstantin Schatz für sein Kunst-Engagement einen vierten Stern verdient, aber Mäzenatentum ist noch kein Kriterium für den Qualitätssiegel vergebenden Berufsverband.

Die Gäste des Hotels und kunstsinnige Besucher konnten bei der Vernissage die Werke von Nina Ferstl bewundern, die sie unter das Motto "Amberger Schönheit" gestellt hat. Die freischaffende Diplom-Kommunikationsdesignerin ist nach einigen Jahren Aufenthalt in anderen Städten (zunächst studien-, dann berufsbedingt) wieder in ihre Heimat an der Vils zurückgekehrt - und hat dieser gleich ein Kompliment mit ihren Bilderserien "Amberger Schönheit" und "Amberger Stadtkinder" gemacht.

Stadtbrille mit Martinskirche, die Kirche auf dem Mariahilfberg (die passenderweise im Mariahilf-Stüberl des Hotels hängt), das Nabburger Tor oder das Rathaus, all die beliebten Postkartenmotive hat sich Nina Ferstl auch zu eigen gemacht, allerdings in ihrer eigenen Art mit Acryl oder per Kunstdruck auf die Leinwand gebannt. Dabei wirft sie einen besonderen Blick auf die bekannten Bauwerke. Zu ihren dargestellten Objekten gehört zwar hauptsächlich Historisches, aber auch der Vesuna-Turm von ihrem Künstlerkollegen Wilhelm Koch hat sich in die Stadtansichten eingereiht. Wie flüchtig hingeworfene Zeichnungen muten das Rathaus und andere Sehenswürdigkeiten an. Doch dann gibt es die farbigen Flächen zu entdecken, die den Bildern einen weiteren eigenständigen Charakterzug verleihen. Dem gegenüber stehen farbig ausgeführte Gemälde, wie zum Beispiel das Kirchlein Maria Schnee. Die Amberger "Stadtkinder", denen eine eigene Reihe gewidmet ist, sind nicht die prominenten Zeitgenossen in unserer Stadt, sondern die tierischen Nachtschwärmer, die sich in den vergangenen Jahren zumindest am Stadtrand urbanisiert haben, wie Rehe, Waschbären und alle möglichen kleinen Nager. Hier zeigt Ferstl ihr Talent, die Eigen- und Besonderheiten des Charakters der dargestellten Tiere zu erfassen und mit Farbe so darzustellen, dass nicht nur ein Abbild der Wirklichkeit entsteht, sondern eine völlig neue Wirklichkeit - die Welt der Nina Ferstl.

Wer in diese Welt eintauchen will und diese Bilder im Original betrachten möchte, hat dazu noch bis Donnerstag, 31. August, Zeit. So lange werden die Werke im Foyer, im Mariahilf-Stüberl und dem Frühstücksraum des Hotels Brunner in der Batteriegasse 3 in Amberg ausgestellt.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.