28.03.2018 - 14:24 Uhr

Passionssingen der Oberpfälzer Volksmusikfreunde in der Amberger Bergkirche Ins Ohr und auch unter die Haut

Musik, die ins Ohr geht - und auch unter die Haut. Das war der großen Besucherschar beim Passionssingen der Oberpfälzer Volksmusikfreunde in der Amberger Bergkirche beschert.

Für ihren leidenschaftlichen Gesang und für ihre astreinen Stimmen sind Birgländer Sängerinnen bekannt. Bilder: ads (2)
von Adele SchützProfil

Diese besondere Andacht gestalteten regionale Musik- und Gesangsgruppen: der Posaunenchor Thansüß, die Birgländer Sängerinnen und die Birgländer Stubenmusik sowie die Schnaittenbacher Schwalberer in Begleitung der Blechernen Sait'n. Mit stimmungsvollen Instrumentalstücken und ergreifendem Gesang machten sie den Leidensweg Jesu und seinen Tod auf besondere Weise erlebbar. Organisator Hermann Frieser berichtete Spannendes zu den Reliquien der Kreuzigung und zur Auferstehung Jesu.

Der Posaunenchor Thansüß eröffnete das Passionssingen vor einer großen Gästeschar. Diese füllte nicht nur alle Sitzplätze, sondern nahm auch noch mit Stehplätzen vorlieb. Pater Seraphin Broniowski, der Guardian des Franziskanerklosters, drückte seine Freude darüber aus, dass die Oberpfälzer Volksmusikfreunde alljährlich zum Passionssingen in die Bergkirche kommen.

Die Birgländer Sängerinnen glänzten einmal mehr mit ihren Stimmen. Harmonisch zeigte sich auch das Schnaittenbacher Gesangsensemble D' Schwalberer, sensibel begleitet von Ingrid und Franz Gericke von den Blechernen Sait'n. Die hellen Stimmen der Birgländer Sängerinnen und die sonoren der Schwalberer bildeten einen wunderbaren Kontrast. Stimmungsvolle Instrumentalstücke komplettierten das anspruchsvolle Programm. Für einen großartigen Abschluss sorgte der Posaunenchor Thansüß mit Variationen des "Halleluja" von Mozart. Geprägt von der Vorfreude auf die Auferstehung wurden sie zum österlichen Gruß.

Hermann Frieser widmete sich in seinen Anmerkungen zunächst der Karwoche. Der Einzug Jesu in Jerusalem sei über Jahrhunderte hinweg nachgestellt worden, zuerst mit einem lebenden Esel, später mit Holzfiguren, bis dies 1803 verboten wurde. Passionsspiele brachten Gläubigen die Leidensgeschichte näher. Auch Fastentücher mit Darstellungen der ganzen heiligen Woche gab es laut Frieser.

"Ist es nicht wunderbar, dass es in unserer heutigen Zeit noch Geheimnisse gibt - Dinge die man sich einfach nicht erklären kann?", fragte Frieser mit Blick auf die sogenannten drei heiligen Tücher - das Bluttuch von Oviedo, das Turiner Grabtuch und das Volto Santo von Manoppello. Das große Interesse daran fuße auf einer "Sehnsucht der Menschen nach Gottes Bild und nicht nur nach seinem Wort".

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