16.05.2017 - 11:42 Uhr
Oberpfalz

Prof. Günter Dollhopf: Ausstellung „Miniatur und Großformat“ Kreativer Kopf feiert 80. Geburtstag mit Ausstellung

(sle) Wenige Tage vor dem 80. Geburtstag (Donnerstag, 25. Mai) von Maler und Grafiker Professor Günter Dollhopf hatte die Stadt am Sonntag zur Vernissage von "Miniatur und Großformat" in das Museum geladen. Bis Sonntag, 16. Juli, kann die große Dollhopf-Präsentation im Sonderausstellungsbereich besucht werden. OB Michael Cerny eröffnete die Vernissage, und Dr. Matthias Mende, ehemaliger Leiter der Graphischen Sammlung der Stadt Nürnberg, sprach die Grußworte.

Die Stadt Amberg ehrt Künstler Günter Dollhopf (links) mit einer Sonderausstellung im Museum. Kulturreferent Wolfgang Dersch war einer der Gäste. Bild: sle
von Susanne LettnerProfil

Die Sonderausstellung "Miniatur und Großformat" ist dem bekannten Amberger Künstler und Kulturpreisträger Professor Günter Dollhopf gewidmet. Gleich in der Begrüßung stellte Cerny heraus, dass Dollhopf ein Aushängeschild der Region sei. Besonders freute sich das Stadtoberhaupt, dass sich der noch 79-Jährige in Amberg niedergelassen und die Stadt in seinen anfänglichen künstlerischen Werken auch verewigt hat. Matthias Mende, ein Wegbegleiter Dollhopfs Schaffen, betonte, dass der gebürtige Nürnberger mit seinen fast 80 Jahren immer noch kreativ tätig ist und ein Künstler mit Leib und Seele sei. "Andere sind mit 80 Jahren nur Rentner und verbringen ihre Zeit entspannt ohne Arbeit. Nicht Dollhopf. Er malt immer noch und sein Schaffenswerk ist noch nicht abgeschlossen", sagte Mende wörtlich.

Kulturreferent Wolfgang Dersch überreichte Günter Dollhopf die Auszeichnung "Künstler des Monats April 2017", die das Forum Kultur der Metropolregion Nürnberg vergeben hat. Zur Vernissage kamen Freunde, Wegbegleiter und viele Kunstinteressierte, die alle nicht mal Platz im Foyer des Stadtmuseums fanden und noch vor den Museumstüren den Einführungen lauschten. "Ich freue mich wirklich sehr, dass so viele gekommen sind", sagte Dollhopf. Zwischen den Laudationen sorgten Wolfgang Dersch (Posaune), Uli Wähner (Piano), Michael Scherer (Kontrabass) und Max Gellfart (Schlagzeug) für die Umrahmung. Die Musiker gaben bei der Gelegenheit auch bekannt, dass sie sich ab sofort Dollhopf-Quartett nennen werden.

Die Ausstellung ist in zwei Räume aufgeteilt. Zu finden sind Miniaturen in Briefmarkengröße, die eine kleine Retrospektive von den frühen 1970er-Jahren bis heute bilden. Es handelt sich um Radierungen in Aquatintatechnik und Strichätzung, aber auch um plastische Schaustücke wie Ketten und Anhänger sowie kleine Geschenk- und Brief-Beigaben, die zum Teil aus Privatbesitz stammen. Ausgestellt sind auch Triptycha in Großformaten und einige Einzelbilder in kräftiger Farbgebung.

Zur Person: Günter Dollhopf

Günter Dollhopf wurde am 25. Mai 1937 in Nürnberg geboren. Er studierte von 1958 bis 1961 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Fritz Griebel und von 1961 bis 1964 an der Akademie der Bildenden Künste in München als Meisterschüler in der Klasse von Hermann Kaspar. Seine künstlerische Eigenständigkeit führte schon sehr bald zu einer Berufung als Professor an die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, wo er von 1973 bis 1997 lehrte. Dollhopf hatte viele Ausstellungen im In- und Ausland. Unter seinen Auszeichnungen und Preisen befinden sich zum Beispiel der Grand Prix der Internationalen Grafik-Triennale in Krakau 1991 und der Kulturpreis Ostbayern 1979 sowie der Stadt Amberg 1981. Für seine Verdienste erhielt er im Jahre 1994 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. (sle)

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