Schultheatertage mit vielfältigem Programm
Von lustig bis blutig

Alle Mitwirkenden, die Theatergruppenleiter und Vertreterinnen der Schüler freuen sich mit der Stadt Amberg in Person von OB Michael Cerny und Thomas Boss (Dritter von rechts) vom Kulturamt auf die Schultheatertage. Von der Sparkasse gibt es einen Scheck über 500 Euro, den Kathrin Schmidt (links, stehend) bei der Programmvorstellung überreicht. "Auch wenn das Brot des Schauspielers der Applaus ist", sagt Schmidt. Bild: Steinbacher

"Bretter, die die Welt bedeuten", heißt die Theaterbühne auch. Für sechs weiterführende Schulen bekommen diese Worte ab Freitag, 23. Februar, eine neue Bedeutung. Dann starten die Schultheatertage mit der Auftaktveranstaltung im Stadttheater.

Ab 19.30 Uhr zeigen alle Gruppen Szenenausschnitte der Stücke, die sie in den kommenden Wochen darbieten werden. Der Eintritt zu den Vorführungen ist jeweils kostenlos. Trotzdem plädiert Thomas Boss, der Leiter des Kulturamts, dafür, für die Auftaktveranstaltung bei der Tourist-Information (Hallplatz 2) gratis Karten zu besorgen. Das erleichtere die Sitzplatzplanung.

Den Anfang macht am Mittwoch, 14. März, 19.30 Uhr, die Theatergruppe der Dr.-Johanna-Decker-Schulen mit "Mord auf Tele 1" von Mike LaMarr. "Die Schülerinnen wollten unbedingt einen Krimi machen", erzählt Gruppenleiter Peter Ringeisen bei der Programmvorstellung. Warum es trotz Leiche ein Happy End geben wird, bleibt aber ein Geheimnis. Weiter geht es am Donnerstag, 22. März, 19.30 Uhr, in der Turnhalle der Fachober- und Berufsoberschule. Dort stellen die 12. und 13. Klassen in einer Gesellschaftssatire von Martin Willi die Frage: Alles normal? "Der einzige Normale in dem Stück wird als irre abgestempelt und eingewiesen", sagt Theaterlehrer Winfried Sima. Eine Romanze ist auch dabei.

Auf den ersten Blick etwas klassischer läuft es am Dienstag, 17. April, 19 Uhr, bei den Schülern des Gregor-Mendel-Gymnasiums ab, die ein Schiller-Thema gewählt haben. Bei "Räuber. Schiller für uns" hält sich Autorin Marlene Skala grob an die Geschichte. "Die Schüler wollten was Ernstes. Interessant, dass das Stück in der Gegenwart spielt und die Hauptfiguren zwei Schwestern sind", erklärt Leiter Christoph Schulz.

Am Mittwoch, 18. April, erwartet die Zuschauer ab 19.30 Uhr eine Zeitreise. Sie beginnt in der Aula des Erasmus-Gymnasiums. Die Schüler führen mit dem Stück "Die Atriden, Iphigenie und ich" in einer freien Interpretation nach einem Stück von Helga Eham durch die griechische Antike bis in die Gegenwart. Sie zeigen, wie ein blutiger Atridenfluch gebrochen werden kann. Einen modernisierten Klassiker bietet die Mittel- und Oberstufe des Max-Reger-Gymnasiums am Donnerstag, 19. April, 19.30 Uhr, mit Friedrich Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame".

In den Wochen darauf folgt das Gregor-Mendel-Gymnasium mit einem Doppelpack. Zunächst befassen sich ehemalige Schüler in der Theatergruppe "Obstsalat" am Samstag, 28. April, 19.30 Uhr, in "Du hast die Wahl" mit einer Polit-Utopie. In dem Stück werden 14 Menschen willkürlich ausgewählt, in eine Berghütte gebracht und sollen anstelle der Politiker über die Zukunft des Landes entscheiden. Als sie sich wider Erwarten einigen, kommt alles anders.

"Der Schöne und das Biest" führen am Donnerstag, 17. Mai, 19 Uhr, die Sechstklässler des GMG vor. In der Eigenproduktion, gelenkt durch Märchenanleihen, geht es um das Thema mobben und gemobbt werden. Eine Tim-Taler-Version ist der Beitrag der Schönwerth-Realschule am Donnerstag, 7. Juni, 19.30 Uhr. In "Das verkaufte Lachen" geht es um eine folgenschweren Deal mit dem teuflischen Baron, bei der die Hauptfigur ihr Lachen verliert. Doch dabei soll es noch lange nicht bleiben.

Weiter geht es am Dienstag, 26. Juni, 19.30, Uhr, in der Aula des Erasmus-Gymnasiums. "SMS - Stories aus Maggies Salon" lehnt sich an ein Bühnenspiel von Hans Zimmer namens "Handy Stories" an. Im Zentrum steht das liebste Accessoire der Jugendlichen - das Smartphone. Schräge Charaktere, realistische Geschichten aus dem Leben von Teenagern und ein Ort, an dem alles zusammenläuft: ein Friseursalon.

Die Schlussveranstaltung stellt das GMG auf die Beine. Am Mittwoch, 27. Juni, 19.30 Uhr, übernehmen in "Die Farm der Tiere", frei inszeniert nach George Orwell, Vierbeiner die Herrschaft auf dem Bauernhof. Doch bald merken sie, dass auch Tiere echte Schweine sein können.
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