Sebastian-Birner-Trio im Musikomm
Jazz, leicht und unaufdringlich

Selbst Delfine können Jazz sein: Das zeigt das Sebastian-Birner-Trio im Musikomm. Beim 20. Wohnzimmerkonzert präsentieren die Musiker, wie viel Vielseitigkeit und vor allem Freude an jedem einzelnen Ton steckt.

Amberg. (exb) Die Zuschauer erfuhren das aus nächster Nähe, denn auch sie saßen auf der Bühne. In der Mitte ein Flügel, ein Kontrabass und ein Schlagzeug. Rundherum die Zuschauer, die aufgrund der aufgehobenen Distanz ein außergewöhnlich intimes Konzert erlebten. Jazz möglichst nahbar machen, das war das erklärte Ziel des Trios. Die Musiker studieren Jazz in Würzburg.

Sebastian Birner am Flügel, Oliver Dannhauser am Kontrabass und Jonas Sorgenfrei am Schlagzeug verstanden es, den Zuhörern einen Zugang zu dieser Art der Musik zu verschaffen. Kurze Erklärungen, bekannte Stücke zu Beginn und dann immer mehr Improvisationen verschafften selbst ungeübten Hörern einen kurzweiligen Konzertabend.

Selbst tausendfach interpretiere Lieder wie "Somewhere over the Rainbow" gestaltete das Trio spannend, sogar "Du bist die Blume aus dem Gemeindebau" eignet sich hervorragend, um die Stärken des Jazz' auszuspielen, wie Birner, Dannhauser und Sorgenfrei zeigten.

Ja, Jazz kann zuweilen anstrengend sein. In diesem Fall war er es nicht. Er schlich sich behutsam an und war plötzlich sehr nahe da. Aber das Erstaunliche war: Er war nicht aufdringlich.

Sondern ein angenehmer Gast im Wohnzimmer des Musikomm. Ein Gast, der den Raum mit Leben erfüllte, der die Zuhörer packte, ihn zum Mitsingen und Mitwippen bewog und ganz und gar entspannt und zufrieden zurückließ.

Das Sebastian-Birner-Trio hat sich erst kürzlich gegründet und nennt sich laut Musikomm-Angaben ab sofort Emily Taylor House Band.
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