Viel Beifall für Andreas Feyrer, Lisa-Marie Holzschuh und Carina Poleschinski
Mix macht Konzert zur Gala

Glänzend disponiert zeigen sich Andreas Feyrer an der Orgel und Lisa-Marie Holzschuh mit der Querflöte.

Es erfüllt nicht, sondern übertrifft alle Erwartungen und begeistert 150 Gäste: das Gala-Konzert für Orgel, Klavier, Flöte und Sopran, das Andreas Feyrer, Lisa-Marie Holzschuh und Carina Poleschinski in der Ammersrichter Pfarrkirche St. Konrad geben.

 Der erste Konzertteil war den beiden französisch-romantischen Komponisten und Organisten Alexandre Guilmant und Charles-Marie Widor gewidmet. Deshalb brachte Andreas Feyrer an der Orgel kraftvoll virtuose Werke der beiden zu Gehör. Der Kirchenmusiker der Ammersrichter Pfarrei St. Konrad beeindruckte mit seinem Vortrag von Guilmants "Sonata Nr. 1 in d-Moll" genauso wie mit dem majestätischen "Allegro" aus Widors 6. Orgelsymphonie. Per Beamer konnte das Publikum Feyrers fliegende Hände und Füße verfolgen.

Lisa-Marie Holzschuh glänzte mit der "Suite Antique" von John Rutter, die aus mehreren sehr abwechslungsreichen Sätzen besteht, darunter die melodiöse "Aria", aber auch ein jazzig-angehauchter "Waltz".

Zu Beginn des zweiten Teils, der Höhepunkte aus Musicals, aber auch zeitgenössische Flötenstücke bot, erklang in der verdunkelten Kirche dramatisch auf der Orgel die Ouvertüre von "Phantom der Oper". Nur einige Kerzen brannten sowie die Innenbeleuchtung der Orgel. Anschließend folgte bei voller Illumination der Auftritt von Musical-Darstellerin Carina Poleschinski. Mit verschiedenen Gesangstechniken von klassischem Gesang bis zum Belting beeindruckte sie die Zuhörer. Zum Höhepunkt ihres Vortrags geriet das berühmte "Think of me". Ein äußerst interessantes Stück war "Hypnosis" aus der Feder des Engländers Ian Clarke.

Lisa-Marie Holzschuh begann mit einem sehr dunklen mystischen Flötenklang, bis sich das Stück zu einem äußerst virtuosen Höhepunkt steigerte, in dem eine fließende eingängige Melodie mit atemberaubend schnellen Arpeggien verbunden wird. Imposanter Schlusspunkt des Konzerts war die gewaltig donnernde "Toccata" von Widor aus der 5. Orgelsymphonie. Über einem kraftvollen Thema im Pedal thronte eine scheinbar unaufhörliche schnelle Sechzehntel-Bewegung im Manual, bis schließlich ein pompöser Schlussakkord das Konzert beendete.

Die Zuhörer zeigten sich beeindruckt und waren von der Mischung aus virtuoser Flöten- und Orgelmusik, aber auch ruhigen Flötenstücken bis hin zu Musicalhöhepunkten begeistert - eine für ein Gala-Konzert seltene Programmkombination.
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