16.02.2001 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

... mit schlechtem Charakter - Puppenspiel der Polizei Nürnberg für hellwache Kinder Gut gekleideter Herr Bratvogel...

Sulzbach-Rosenberg. (wsp) Das Sulzbacher Feuerwehrhaus war vier Mal brechend voll mit Kindern aus den 19 Kindergärten, die im Bereich der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg liegen.

von Redaktion OnetzProfil

Über 400 Kinder erlebten das Puppenstück "Das Geburtstagsgeschenk". Inszeniert hat dieses Stück die Polizeipuppenbühne Nürnberg. Die guten Beziehungen der örtlichen Polizeiinspektion zu Lothar Galler, dem Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Nürnberg, machten die Vorstellungen möglich.

"Wir erhoffen uns, dass die Kindergarten-Erzieherinnen das fortsetzen, was wir hier anfangen", meinte die Führungsriege der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg. Vom "kleinen" Publikum waren 1. Polizeihauptkommissar Roland Renner, der Leiter der PI, Polizeihauptkommissar Richard Fellner und Polizeihauptmeister Johann Gräml begeistert. "Die hellwachen Kinder passten auf, dachten mit, beteiligten sich gut."

Kindgerechte Vermittlung

Das ist für die drei Polizisten kein Wunder, denn "Uli, Wolfgang und Bernhard fühlen sich in die Kinder rein und bringen ihr Anliegen kindgerecht rüber. Normalerweise spielen sie nur in Mittelfranken, aber wir haben sie bereits das zweite Mal hier".

Das Anliegen ist, die Kinder aufmerksam zu machen - beispielsweise keine Geschenke anzunehmen, nicht mit Fremden mitzugehen, auf den Verkehr zu achten, richtiges Verhalten in schwierigen Situationen und vieles mehr. Spielerisch brachte die Puppenbühne das den Kindern nahe.

Der fernseh-bekannte "Rabe Willi" übernahm die Anmoderation. Polizist Uli unterstützte ihn dabei. Der Hund "Wuschel" und der Kasperl überlegten, was sie der Oma zum 85. Geburtstag schenken sollen. "Einen City-Roller? - Neee. Eine Playstation? - Neee ! Ein Handy? - Ja !"

Oma, Kasperl, Wuschel und der gut gekleidete Herr Bratvogel trafen sich an einer Straße, die sie überqueren mussten. Die Oma machte es richtig: stehen bleiben, links schauen, rechts schauen, wieder links schauen und dann erst gehen. Herr Bratvogel machte es falsch und beschwerte sich auch noch über die "bösen Autofahrer". Polizist Uli und die Kinder erklärten dem Herrn Bratvogel, dass er Unrecht hatte.

Polizeihund nahm die Fährte auf

Schließlich kauften Kasperl und Wuschel ein Handy und versteckten es vor der Oma in einer Kiste. Das sah der feine Herr Bratvogel und stahl das Telefon. Wuschel - echter Polizeihund - nahm die Fährte auf und stellte den Täter. Gemeinsam mit dem Kasperl und dem Polizisten Uli stellte er Herrn Bratvogel zur Rede.

Uli zückte die "Rote Karte" und verbannte Bratvogel hinter die Bühne, damit er über seine Lügen und sein Stehlen nachdenken konnte. "Auch gut gekleidete Menschen können einen bösen Charakter haben."

"Eins, Eins, Osterei", erklärte Wuschel den Kindern die Telefonnummer der Polizei. Uli meinte, eigentlich heiße sie 110, worauf Wuschel erwiderte, dass ein Osterei doch auch so ähnlich wie eine Null wäre. "Außerdem können die Kinder sich so die Nummer besser merken."

Aufpassen in allen Lebenslagen

Am Ende mussten die Kinder noch beweisen, dass sie gut aufgepasst hatten, und Herrn Bratvogel richtig beschreiben sowie bei einer "Gegenüberstellung" erkennen. Die Kinder leisteten gute Arbeit: Auch ein Zweck dieser Aufführung: Aufpassen in allen Lebenslagen.

Beschenkt waren die drei Puppenspieler durch den Erfolg ihrer Vorführung und die Freude der Kinder eigentlich schon genug. Doch Gerd Brunner, der Kommandant der Sulzbacher Feuerwehr, Bürgermeister Gerd Geismann und Roland Renner bedachten die Polizisten auch noch mit je einem Geschenk für die Puppenbühne.

Dass Herr Bratvogel auch diese Geschenke stehlen konnte, dafür bestand keine Chance: Schließlich passten die Kinder jetzt auf !

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