30 Jahre Rheumaliga in Amberg - Viel erreicht
Zähigkeit zahlt sich schon aus

Glückwünsche und Ehrungen zum 30-jährigen Bestehen der Rheuma-Liga in Amberg (von links): AOK-Direktor und Sponsor Wolfgang Händlmeyer, Vorsitzende Elisabeth Wiesmeth, Friedhelm Brandes vom RL-Landesvorstand, Bürgermeister Michael Cerny, Andreas Deyerl und Florian Kühnel von der Sparkasse, vorne Elfriede Nießlbeck. Bild: Uschald

Patientenselbsthilfeorganisationen gewinnen an Bedeutung. Das zeigt sich im Fall der Rheuma-Liga in Amberg. 273 Mitglieder suchen bei ihr Rat und Hilfe, nicht nur bei Trocken- und Wassergymnastik. Am Samstag konnte sie im ACC im Kreis zahlreicher Betroffener ihr 30-jähriges Bestehen feiern.

Die Rheuma-Liga ist laut ihrer örtlichen Vorsitzenden Elisabeth Wiesmeth die größte Patientenselbsthilfeorganisation in Deutschland mit über 260 000 Mitgliedern, davon 17 000 in Bayern. Die Initialzündung zur Gründung der Amberger Gruppe sei 1983 von der AOK gekommen. Ihr damaliger Leiter Othmar Jäckle gab mit einer Informationsveranstaltung für rheumakranke Menschen den Anstoß. Und so kam es im April 1983 zur Gründung.

Auf Gegenseitigkeit

"Die Grundidee unserer Selbsthilfegruppe ist, Menschen mit der schmerzhaften Krankheit nicht allein zu lassen und ihnen durch gezielte bewegungstherapeutische Maßnahmen, aber auch durch Informationen, Beratung und gegenseitigen Erfahrungsaustausch mit Leidensgenossen zu helfen und sich gegenseitig zu unterstützen", skizzierte die Vorsitzende das Spektrum. Die Amberger Vereinigung, die 1988 bei der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Sulzbach-Rosenberg wertvolle Mitarbeit geleistet hat, richtete laut Wiesmeth in den vergangenen Jahren die verschiedensten Therapiegruppen ein. Derzeit treffen sich wöchentlich fünf Trockengymnastik- und fünf Wassergymnastik-Gruppen.

Nach und nach etabliert

"1983, als wir mit der Trockengymnastik anfingen, gab es keine Kassenzulassung, und so musste jedes Mitglied zwei Mark aus eigener Tasche pro Gymnastikstunde bezahlen", berichtete Wiesmeth in ihrem Rückblick. Großen Zuspruch fänden inzwischen die Thermalbad-Fahrten, um die sich Ehrenmitglied Rita Schmidt in der Vergangenheit besonders verdient gemacht habe. Meta Peter hat nun im Januar die Organisation der Badefahrten übernommen. Für Abwechslung im Vereinsleben sorgen Arztvorträge, Entspannungsseminare, Besuche in der Salzgrotte, Wanderungen, Info-Fahrten und Ausflüge.

Unter dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" erlebte die Organisation nach Angaben ihrer rührigen Vorsitzenden eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung bei den Mitgliederzahlen. Nach Angaben von Wiesmeth hatte man 1988 75 Mitglieder, 1993 schon 165, nach 25 Jahren 242 und im Jubiläumsjahr nun 273 Mitglieder. Der Vorsitzenden war es zum Abschluss ihrer Festrede ein Bedürfnis, all jenen zu danken, die die Rheuma-Liage Amberg in den 30 Jahren unterstützt haben. Abschließend würdigte sie die Leistungen ihrer Vorstandskolleginnen Ursula Schröpf, Bianka Beckert und Edda Hoschke und überreichte ihnen einen Blumenstrauß.

Tipps vom Experten

Für 30-jährige Mitgliedschaft gab es Auszeichnungen für Andreas Deyerl, Elfriede Nießlbeck und Elisabeth Wiesmeth. Günter Uhr war an der Ehrung verhindert. Für die Stadt würdigte Bürgermeister Michael Cerny die engagierte Arbeit in der Amberger Rheuma-Liga und unterstrich die Wertschätzung mit Überreichung einer Spende, wie dies auch Florian Kühnel als Vertreter der Sparkasse tat. Für den Landesverband Bayern gratulierte dessen Schatzmeister Friedhelm Brandes. Wolfgang Händlmeyer, Direktor der AOK Amberg, die sich als Geburtshelfer bei der Gründung der Rheuma-Liga versteht, sicherte der Organisation auch weiterhin seine Unterstützung zu.

Einen Glücksgriff hatte Vorsitzende Wiesmeth mit dem Engagement des Fitness- und Gesundheitsexperten Thomas Eberl getan. Vor und nach dem Mittagessen zeigte er, wie man mit einfachem Training viel erreichen kann, ob bei Problemen im Nacken, in der Schulter, im Becken, in den Knien oder an den Füßen. Er lieferte neue Impulse fürs tägliche Leben.
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