Ab heute Künstlersymposium in der Neustift - Zuschauen ist erwünscht, Kuchen wäre auch nicht ...
Ein Habitat für die Kunst im Kombinat

In dem Stapel Holz im Hof des Kunstkombinats steckt sicher noch mehr als nur Feuerkraft: Gut möglich, dass Marion Mack (links) und Michaela Peter (rechts), die Gastgeberinnen des zweiten Künstlersymposiums, auch diesen Haufen zu einem Stück "Habitat" verarbeiten. Bild: Huber

"Letztlich ist das hier unser Habitat", sagt Marion Mack - und erklärt damit gleich den Titel des zweiten Künstlersymposiums im Kunstkombinat in der Neustift. Mack und ihre Kollegin Michaela Peter haben hier ihre Werkstätten, bieten aber auch anderen Kunstschaffenden ein Podium für Ausstellungen und seit vergangenem Jahr den Rahmen für ein gemeinsames Symposium. Es vereint von heute an bis Samstag, 23. August, elf Künstler mit ganz unterschiedlichen Vorlieben.

Genau das macht die Sache nach den Worten von Michaela Peter so reizvoll. "Wir merken, wie toll es ist, wenn man so eine Ausstellung mixt." Wenn dafür mehrere Leute konzentriert zusammenarbeiten und sich gemeinsam, aber doch aus ganz unterschiedlichen Richtungen einem Thema nähern, dann befruchten sie sich dabei gegenseitig. Alle arbeiten "crossover", also übergreifend in Material und Technik, an einem Thema - "und trotzdem entstehen ganz unterschiedliche Werke", fügt Marion Mack hinzu. Die befreundeten Kollegen der beiden Künstlerinnen scheinen das genauso zu sehen. Bei der Premiere im vergangenen Jahr waren es zehn Symposium-Teilnehmer.

"Die wollten alle wieder dabei sein", freut sich Michaela Peter, auch wenn dann am Ende nicht alle Zeit hatten. Dafür sind diesmal ein paar Neue - wenn auch nicht Unbekannte - mit von der Partie, so dass insgesamt elf Akteure das Symposium bestreiten: Steffen Orlowski (aus Lauschau, spezialisiert auf Heißglas), Kurt Etzold (Schäflohe/Schmiedearbeiten), Max Jacquard (Kent/Glaskünstler), Hanna Regina Uber (Aschach/Bild und Objekt), Johann Sturcz (Amberg/Grafik und Malerei), Heini Hohl (Amberg/Malerei), Lilian Kovacs (Wahl-Ambergerin mit ungarischen Wurzeln/Bildhauerei und Ton), Marcus Trepesch (Amberg/ Malerei und Grafik), Stefan Stock (Kastl/Objektkunst) und natürlich die beiden Gastgeberinnen, Marion Mack (Amberg/Objekt) und Michaela Peter (Paulsdorf/Objekt und Installation).

Es geht um das Thema "Habitat", den Lebensraum von Pflanze, Tier, Mensch und Geist - und damit auch um Fragen, so erklärt Michaela Peter, wie: "Wo ist man zu Hause?", "Was hat einen geprägt?" Auf das Thema kamen sie und Marion Mack, weil beide auch die Leidenschaft für ein großes Sammelsurium mit Fundstücken aus der Umgebung verbindet. Dazu gehören beispielsweise Vogelnester oder Insekten. Und der große Holzstapel im Hof des Kunstkombinats reizt Michaela Peter schon länger - mal sehen, welches Kunst-Potenzial darin steckt.

Alle elf Künstler arbeiten ab heute im Kunstkombinat: Interessenten sind ab morgen willkommen, zwischen 16 und 18 Uhr in den Ateliers in der Neustift 47 vorbeizuschauen, ihnen über die Schulter zu blicken und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. "Wer einen Kuchen mitbringen mag - gern", fügen die Gastgeberinnen noch augenzwinkernd hinzu.

Das Symposium mündet dann am Samstag, 23. August, um 19.30 Uhr in eine Vernissage, die gleichzeitig ein Abschlussfest ist, bei dem ebenfalls Gäste gern gesehen sind. Die Arbeiten sind danach voraussichtlich noch eine Woche lang im Kunstkombinat zu bestaunen.
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