Amberger Bergwacht feiert ihr Hüttenfest
Nicht nur Tralala

Pfarrer Norbert Götz feierte auf dem Johannisberg einen Feldgottesdienst, der von den Bergwachtsängern und dem Amberger Zitherclub mit der Waldlermesse musikalisch umrahmt wurde. Bild: bas

Ein feierlicher Feldgottesdienst auf dem 605 Meter hohen Johannisberg, ein traumhafter Blick, kulinarische Schmankerln, angenehme Temperaturen, anregende Gespräche bei passender Musik: Das waren die Garanten für ein erfolgreiches und gelungenes Hüttenfest der Amberger Bergwacht-Bereitschaft rund um deren Vereinshütte.

Als am Samstagnachmittag die Glocken der Wallfahrtskirche St. Johann das 64. Bergwacht-Hüttenfest im Wortsinne einläuteten, zog dieses Traditionsfest nahezu magisch Besucher an. Bei herrlichem Sonnenschein konnten es sich die Gäste auf dem landschaftlich reizvoll gelegenen Festplatz gemütlich machen und die Gastfreundschaft der Bergwachtler genießen. Bei einer herzhaften Brotzeit und einer frischen Maß Bier wurde man den Abend über von den "Rangerrutschern" musikalisch unterhalten.

Die Waldlermesse

Am Sonntagvormittag feierte Pfarrer Norbert Götz mit vielen Gläubigen vor der Wallfahrtskirche St. Johann einen Festgottesdienst, den die Bergwachtsänger und das Quartett Amberger Zitherclub mit der Waldlermesse musikalisch begleiteten. In seiner Predigt ging Götz auf die Notrufnummer 112 ein, die das Rettungswesen in Bewegung setze. "Auch Gott hat eine Rufnummer, nämlich 5015", spielte er auf den Psalm 50, Vers 15 an, wo es heißt: "Ruf mich an am Tag der Not, dann rette ich dich und du wirst mich ehren." Im Evangelium sei es um die Rettung des Jüngers Petrus durch Jesus gegangen, der im See Genezareth in Not geraten sei.

Vertrauen trägt

Petrus habe auf Jesus vertraut und sei ihm über das Wasser entgegen gegangen. Vertrauen habe ihn getragen, doch sei Petrus sehr schnell an seine Grenzen als Mensch geraten. Der Sturm und das unsichere Wasser hätten Oberhand über das ursprüngliche Vertrauen gewonnen. Petrus sei versunken und habe sich der Notrufnummer 5015 bemüht mit dem Ergebnis: "Jesus ist wirklich als Retter zu uns gekommen. Er ist vom Ufer der Ewigkeit in unsere stürmische Welt gekommen, um uns seine rettende Hand entgegen zu strecken", so der Geistliche.

Nach der festlichen Messe steuerten die Besucher - dem Wunsch des Pfarrers folgend - den Festplatz vor der Bergwachthütte an, wo zum Frühschoppen knackige Pfälzer mit Kraut oder ein Weißwurstfrühstück angeboten wurden. Bereitschaftsleiter Hubert Sperber konnte neben vielen Gästen kräftig vertretene Prominenz des öffentlichen und politischen Lebens aus dem Raum Amberg begrüßen. Sie alle ließen sich schnell von der herzlichen Atmosphäre des Festes anstecken.
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